16. März 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren
Inklusion durch Digitalisierung

Diese 3 Technologien bringen Menschen zusammen

Artikel teilen
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone

Technologien können Menschen nachhaltig dabei unterstützen, am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. CANCOM.info zeigt drei sehr unterschiedliche Beispiele, die genau das ermöglichen.

Ob in der Schule, im Job oder in der Freizeit: Die soziale Inklusion ist für Menschen von wesentlicher Bedeutung. Diese ist dann erfüllt, wenn jeder Mensch individuell die Möglichkeit hat, in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Diese drei Technologien können dafür einen wertvollen Beitrag leisten.

1. Roboter als Hilfe für kranke Kinder

Sollten Kinder schwer oder chronisch erkranken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie für längere Zeit ausfallen – und am gemeinsamen Unterricht in der Schule nicht teilnehmen können. Darunter leidet nicht nur ihr Lernfortschritt. Sie sehen auch viele Schulfreunde nicht, mit denen sie sonst gemeinsam lernen, reden und spielen. Und genau das vermissen viele Kinder, die wegen einer Erkrankung ans Bett gefesselt sind.

Mit kleinen Robotern als Avatare haben Kinder nun die Chance, zumindest virtuell wieder in der Schule zu sein – das berichtet unter anderem Heise online. Seit Anfang März werden einzelne Roboter namens AV1 in Deutschland getestet. Die rund 27 Zentimeter großen und ein Kilo leichten Avatare haben keine Arme oder Beine. Dafür jedoch eine Kamera, einen Lautsprecher und ein Mikofon. Damit können Schüler vom Krankenbett aus den Unterricht individuell und in Echtzeit verfolgen. Steuern lassen sich die Avatare über ein Smartphone oder Tablet.

Auch in den Pausen und auf dem Schulweg ist der AV1 dabei. Durch sein leichtes Gewicht lässt sich der kleine Roboter von anderen Kindern problemlos herumtragen. Auf diese Weise sehen auch erkrankte Kinder ihre Schulfreunde jeden Tag. Dies ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe am Schulalltag.

2. Applikation für Flüchtlinge

„Ankommen“ – so heißt die App, die gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk entwickelt wurde. Das Ziel ist die möglichst schnelle Integration von Flüchtlingen.

Bereits der Name verrät, um was es geht: Die App ist ein Wegbereiter für Flüchtlinge, die erst vor Kurzem in Deutschland angekommen sind und Orientierung benötigen. Welche gesellschaftlichen Werte werden in Deutschland gelebt? Wie funktioniert das Asylverfahren? Welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es?

Mittels App können sich Flüchtlinge auf Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch oder Deutsch zu all diesen Fragen Informationen einholen. Außerdem enthält die App einen kostenlosen, multimedialen Deutsch-Sprachkurs. Damit hilft die App den Flüchtlingen, sich so schnell wie möglich in Deutschland zu integrieren.

3. Spracherkennung als Unterstützung für sprach- und gehörlose Menschen

Allgemein fällt es sprach- und gehörlosen Menschen wegen ihrer Behinderung oft schwer, mit nicht gehörgeschädigten Menschen zu kommunizieren. Natürlich ist es möglich, sich Nachrichten via Smartphone zu senden oder handschriftliche Zettel auszutauschen. Aber gerade im Berufsalltag ist das sehr umständlich und kostet viel Zeit. Eine effektive Zusammenarbeit im Team wird so deutlich erschwert – und birgt die Gefahr, dass sprach- und gehörlose Menschen ungewollt aus dem Team ausgeschlossen werden.

Eine professionelle Spracherkennungssoftware kann das verhindern und so die Inklusion der gehörgeschädigten Menschen fördern. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem ein Pilotprojekt, das 2012 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde. Damit lässt sich die Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden deutlich beschleunigen – wodurch es möglich ist, sprach- und gehörlose Menschen deutlich besser ins Team zu integrieren.

Dank Spracherkennungssoftware können Hörlose nämlich quasi in Echtzeit mitlesen, was ihnen die Hörenden sagen – weshalb sie in der Lage sind, darauf sofort eine Antwort zu verfassen. Diese Antwort wird dann entweder laut vorgelesen oder mittels Vorleseprogramm, als „virtuelle Stimme“, für die Hörenden in gesprochene Sprache umgewandelt.

© Quelle Titelbild: Daniel Ernst/stock.adobe.com

 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Artikel teilen
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone

Cookies auf dieser Website

Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Damit wir verstehen, wie unsere Seite im Allgemeinen genutzt wird und wir Ihren Besuch noch interessanter und personalisierter gestalten können, setzen wir Cookies und andere Technologien ein. Bitte treffen Sie Ihre bevorzugte Cookie-Auswahl, um fortfahren zu können. Hilfe.

Wählen Sie eine Option, um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit ändern. Eine Erläuterung der einzelnen Einstellungen finden Sie in der Hilfe.

COOKIE EINSTELLUNGEN

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und den Datenschutz. Damit wir verstehen, wie unsere Seite im Allgemeinen genutzt wird und wir Ihren Besuch noch interessanter und personalisierter gestalten können, sammeln wir Daten über die Nutzung dieser Seite. Hierzu verwenden wir Cookies. Wir teilen außerdem Informationen über Ihre Nutzung unserer Website mit unseren Social-Media-, Werbe- und Analytikpartnern gemäß unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Präferenzen in den Cookie-Einstellungen verwalten und jederzeit ändern.

Achtung: Wenn Sie noch keine 16 Jahre alt sind deaktivieren Sie bitte unbedingt alle Cookies die nicht notwendig sind, da für das Tracken durch Cookies von Kindern unter 16 Jahren die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten vorliegen werden muss.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Diese Funktion erlaubt alle Cookies für Tracking- und Seiten-Analyse, Cookies zur Personalisierung der Website oder Social Media Dienste. Dazu zählen auch Cookies von externen Anbietern, wie zum Beispiel Youtube oder Vimeo, um das Abspielen von Videos zu ermöglichen sowie Cookies, die nicht ausschließlich für den Betrieb der Webseite notwendig sind. Das sind Cookies für Marketing, Statistik und andere.
  • Nur Cookies erlauben, die von dieser Webseite gesetzt werden:
    Hierbei werden zusätzlich zu den notwendigen Cookies weitere Cookies geladen, die vom Websitebetreiber für diese Webseite genutzt werden. Das sind zum Beispiel Cookies, die die Art beeinflussen, wie sich eine Webseite verhält oder aussieht (z. B. Ihre bevorzugte Sprache oder die Region in der Sie sich befinden).
  • Nur Cookies akzeptieren, die für die Funktion der Seite notwendig sind:
    Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren. Es werden bei dieser Option keine Cookies gesetzt, außer die aus technischen Gründen notwendig sind.

Zurück