20. April 2018 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

5G: Die schnelle Zukunft des Mobilfunks

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Ob Internet of Things (IoT) oder Machine Learning: Die nächste Stufe der Digitalisierung steht kurz bevor. Damit diese Technologien umgesetzt werden können, bedarf es einem entscheidenden Kriterium – einem Mobilfunknetz, das hohen Ansprüchen gerecht wird. Die Lösung: 5G. Die 5. Generation des Mobilfunkstandards bildet damit die Basis der Digitalisierung für sämtliche Bereiche. Bis 2020 soll 5G marktreif sein und in Deutschland eingeführt werden.

Vor bereits acht Jahren wurde mit dem Start des LTE-Netzes der vierten Generation (4G) in Deutschland ein Meilenstein in der mobilen Datengeschwindigkeit gesetzt. 4G ist inzwischen bei der breiten Nutzermasse angekommen.

Dennoch ist das LTE-Netz in Deutschland bisher nicht überall verfügbar. In absehbarer Zeit wird 4G zudem an ihr Limit kommen. Denn mit der steigenden Anzahl an Devices nimmt die Datenmenge kontinuierlich zu – was dazu führt, dass 4G zunehmend an ihre Grenzen stößt.

5G: Eine technische Revolution

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress im Frühjahr in Barcelona war 5G eines der Trendthemen schlechthin. Ausrüster und Netzbetreiber experimentieren bereits mit der neuen Technik – die sich vor allem durch die angestrebte Übertragungsbandbreite von 10 GBit pro Sekunde auszeichnet, also 10.000 Megabit/s. Zum Vergleich: Die Höchstgeschwindigkeit von 4G liegt bei maximal 300 Mbit/s.

Durch den 5G-Standard werden bisher unvorstellbare Geschwindigkeiten erreicht. Riesige Datenmengen können so in einer Millisekunde oder weniger transportiert werden – eine für Menschen nicht mehr wahrnehmbare Reaktionszeit. Tatsächlich können Daten durch 5G quasi in Echtzeit übertragen werden. Auch sollen weltweit Daten von rund 100 Milliarden Mobilgeräten gleichzeitig abrufbar sein.

Darüber hinaus sollen alle herkömmlichen Netze gebündelt und virtuell erweitert werden können. Im Gegensatz zur 4. Generation des Mobilfunkstandards – welcher für Smartphones optimiert ist – ist 5G für alle vernetzten Geräte der mobile Standard. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich diese Geräte befinden.

Intelligent vernetzt: IoT mit 5G

Schon heute führen Trends wie Social Media oder Cloud Computing zu hohem Traffic im Netzwerk. Die derzeit immer stärker werdende intelligente Vernetzung von Maschinen, Autos oder Gegenständen (IoT) wird zukünftig noch viel mehr Traffic generieren. Eine Studie der deutschen Telekom vom Juni 2017 prognostiziert für die Zukunft mehr als 50 Milliarden vernetzte Geräte.

Die künftige Grundlage für IoT ist 5G: So bietet der Netzstandard 1.000 Mal mehr Kapazität, Geräte intelligent miteinander zu verbinden als 4G. Für die weitere Umsetzung von IoT ist diese hohe Kapazität unerlässlich. Auf diese Weise können möglichst viele internetfähige und miteinander verbundene Geräte quasi in Echtzeit untereinander kommunizieren.

5G als Schlüsseltechnologie für die Industrie 4.0

Zunehmende Automatisierung sowie Vernetzung von Produktionssystemen: Vor allem die Industrie kann von IoT mit 5G profitieren.

Hier werden beispielsweise Fertigungsmaschinen überwacht oder Lieferketten kontrolliert, um Ausfälle von Maschinen zu vermeiden. Durch die Analyse der erzeugten Maschinendaten lässt sich etwa überprüfen, wie effizient eine Maschine arbeitet. Falls die Maschine die Kriterien nicht erfüllt, kann sie durch andere Maschinen ersetzt werden, um die Effizienz so zu steigern.

Die 5. Generation des Mobilfunkstandards ist hier der entscheidende Faktor, da Industrieunternehmen durch IoT mit 5G eine höhere Betriebssicherheit, effizientere Prozesse sowie eine gesteigerte Produktqualität erreichen können. Ziel ist, mit 5G eine vollständig vernetzte Produktion einzuführen, bei denen Maschinen und Werkzeuge quasi in Echtzeit miteinander kommunizieren und die Smart Factory mit Lieferanten und Kunden verbunden ist. 5G gilt somit als Schlüsseltechnologie im Bereich der Industrie 4.0: Die verbesserte Bandbreite und die kürzeren Reaktionszeiten ermöglichen es unter anderem, komplexere Aufgaben am Endgerät zu lösen.

Deutschland gilt als globaler Vorreiter in der digitalen Industrie – das schreibt zum Beispiel die dpa. Die Nachrichtenagentur bezieht sich dabei auf eine Aussage von Matthias Machnig, der zu diesem Zeitpunkt (April 2017) als Staatssekretär in der deutschen Bundesregierung arbeitete.

Aktuelle Studie: Schnelle Umsetzung von 5G in Deutschland erforderlich

Um sicherzustellen, dass Deutschland seine Vorreiterrolle im industriellen Bereich auch in Zukunft beibehält, ist es nötig, 5G hierzulande möglichst schnell umzusetzen. Das besagt etwa die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger. Die Studie bezeichnet 5G sogar als zentralen Hebel für die Digitalisierung der Industrie in Deutschland.

Damit die Umsetzung von 5G in Deutschland gelingt, nennt die Studie konkrete Handlungsempfehlungen. Darunter fallen vor allem eine rasche Vergabe von 5G-Frequenzen, staatliche Investitionen in den Ausbau von 5G und Glasfasernetzen sowie realistische Ausbauziele. Bei all diesen Maßnahmen ist ein Faktor ganz entscheidend: die Geschwindigkeit.

„Wenn Deutschland seine industrielle Vorrangstellung halten will, muss das Land bei Entwicklung und Implementierung von Industrie 4.0 Vorreiter sein“, sagt Klaus Fuest, Chefanalyst bei Roland Berger in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens. „Allerdings funktionieren Anwendungen wie fahrerlose Transportsysteme, mobile Werkzeuge, Roboter oder auch die Mensch-Maschine-Kollaboration nur mit einer hochleistungsfähigen Funktechnologie. Deshalb ist die schnelle Verfügbarkeit der 5G-Technologie eine wesentliche Voraussetzung.“

Quelle Titelbild: © Egor/stock.adobe.com

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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