4. April 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren
Künstliche Intelligenz

Deep Learning wird an Grenzen stoßen

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Deep Learning, ein Teilbereich des Machine Learnings, und die KI-Technologie im Allgemeinen lassen sich nicht unbegrenzt ausreizen. Davon ist zumindest der KI-Forscher und Buchautor Peter J. Bentley überzeugt. Bentley hält deshalb von der Warnung wenig, dass intelligente Maschinen der Menschheit bald überlegen sein könnten.

Und diese Warnung kommt, angesichts der großen Fortschritte im KI-Bereich, immer öfter. Einer der prominentesten Vertreter ist Elon Musk. Der US-Unternehmer hat in den vergangenen Jahren wiederholt vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz gewarnt. Seiner Meinung nach muss die KI-Forschung proaktiv reguliert werden. Falls nicht, könnte KI die menschliche Zivilisation als Ganzes gefährden. Denn Maschinen seien in allen Bereichen besser als Menschen. Diese drastischen Worte wählte Musk etwa vergangenes Jahr vor der National Governors Association (NGA) – wie unter anderem Heise Online berichtet hat.

Eine andere Meinung vertritt beispielsweise Informatik-Professor, Buchautor und Unternehmer Peter J. Bentley. In einem aktuellen Interview mit Technology Review online räumt Bentley zwar ein, dass Computer einzelne Aufgaben besser erledigen könnten als Menschen. Dies sei aber kein Grund, die künstliche Intelligenz als Ganzes zu fürchten.

Folgt bald der „KI-Winter“?

Denn es stimme nicht, dass Computer intelligenter sind als Menschen – auch wenn sie beispielsweise schneller rechnen könnten. Tatsächlich sei das menschliche Gehirn viel leistungsfähiger als jede Maschine und verbrauche deutlich weniger Energie.

Noch sei es schlicht unmöglich, das menschliche Gehirn nachzubauen. Denn hierfür müsse man viel genauer wissen, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Künstliche neuronale Netze – die versuchen, das Zusammenspiel aus Nervenzellen (Neuronen) und deren Verbindungen (Synapsen) im menschlichen Gehirn zu modellieren und die vor allem bei der Deep Learning-Technologie eine wesentliche Rolle spielen (Anm. d. Red.) –  seien noch weit davon entfernt, auf gleiche Weise zu arbeiten wie die neuronalen Netze des menschlichen Gehirns.

Allgemein bewertet Bentley die aktuelle Begeisterung für künstliche Intelligenz eher kritisch. Seiner Meinung nach könnte diese Begeisterung sehr bald in Ernücherung umschlagen – nämlich dann, wenn man feststellt, dass die Technologie ausgereizt ist. Diese Entwicklung sei in der Geschichte der KI öfters vorgekommen. Und davon sei auch die Deep Learning-Technologie, die aktuell bedeutende Forschritte macht, nicht ausgenommen.

KI wird in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen

Dennoch erwartet Bentley, dass die Bedeutung der künstlichen Intelligenz künftig steigen wird. Dies treffe besonders auf den Dienstleistungsbereich zu: KI-Systeme würden zunehmend lernen, Menschen zu verstehen und seien damit besser in der Lage, ihre Wünsche vorherzusagen.

Weiterhin würde KI in Systemen für Augmented Reality und dem autonomen Fahren eingesetzt werden. Auf diese Weise könnten Autos mehr Aufgaben eigenständig übernehmen – wie etwa selbständig bremsen und lenken. Bis Autos jedoch vollständig autonom fahren können, würden noch einige Jahre vergehen.

Quelle Titelbild: © geralt/Pixabay

 

 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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