Grafisches Arbeiten: Das muss bei Grafik-Monitoren beachtet werden

Ob Bildschirmdiagonale oder Auflösung – die üblichen Kriterien für die Wahl eines Monitors sind bekannt. Wer in Unternehmen als Designer oder Grafiker arbeitet, muss aber weit mehr berücksichtigen. So sind geeignete Grafik-Monitore eine wichtige Voraussetzung, damit das volle Potenzial von Grafiken oder Designs ausgeschöpft werden kann.

Und dieses Potenzial ist immens. So lässt sich dadurch eine ganze Unternehmensmarke etablieren oder die Kaufabsicht des Kunden beeinflussen.

Den jeweils verwendeten Farben kommt eine Schlüsselrolle zu: So sind Unternehmensfarben, die Farben des Logos oder Produktfarben von größter Bedeutung. Denn diese unterstützen nachhaltig dabei, die gewünschten Effekte zu erzielen – wie etwa die Etablierung einer ganzen Unternehmensmarke. Laut einer Untersuchung der Marketing-Agentur WebpageFX sind 80 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die Farbe den Wiedererkennungswert einer Marke deutlich verstärkt.

Die Farbauswahl, etwa für das jeweilige Design, sollte also wohlüberlegt sein. Fragen, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen, sind zum Beispiel: Welche Eigenschaften und Werte möchte das Unternehmen dadurch vermitteln? Zum Beispiel Sachlichkeit und Seriosität oder eher Dynamik und Kreativität?

Grafisches Arbeiten: Deshalb ist ein guter Grafik-Monitor wichtig

Steht die Farbauswahl fest, kommt es auf die exakte Umsetzung an. Und dafür wird, neben professionellen Bildbearbeitungsprogrammen, ein geeigneter und kalibrierter Grafik-Monitor benötigt. Sonst kann es beispielsweise vorkommen, dass Bilddateien auf dem eigenen Bildschirm völlig anders aussehen als auf dem Notebook des Kollegen. Das macht farbverbindliches Arbeiten quasi unmöglich.

Denn wie sollte man feststellen, welche Farbe die „richtige“ ist? Beziehungsweise, ob die „richtige“ Farbe auf den beiden Bildschirmen überhaupt angezeigt wird?

Für farbgetreues Arbeiten ist deshalb ein professioneller, kalibrierter Monitor, der die jeweiligen Bilddateien ohne Abweichungen widergibt, Grundvoraussetzung. Sonst wird das Ergebnis zur Glückssache.

Doch welche Eigenschaften muss ein Grafik-Monitor aufweisen, damit ihn Unternehmen für professionelles grafisches Arbeiten einsetzen können?

Wahl eines Grafik-Monitors: Diese 4 Kriterien sollten Unternehmen berücksichtigen

Ob ein Grafik-Monitor für farbverbindliches Arbeiten geeignet ist, können Unternehmen anhand vier Hauptkriterien feststellen.

Bild: EIZO

Mit diesen vier Hauptkriterien können Unternehmen erkennen, ob ein Grafik-Monitor tatsächlich für farbverbindliches Arbeiten geeignet ist.

1. Großer Farbraum

Grundsätzlich gilt: Je größer der Farbraum eines Monitors ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Monitor beispielsweise die Farben des genutzten Druckfarbraums auch abbilden kann. Viele Monitore können den sRGB-Farbraum darstellen. Für professionelles grafisches Arbeiten ist dieser Farbraum jedoch ungeeignet. So ist die Bandbreite der Farben zu begrenzt, die hier dargestellt werden können.

Geeignete Grafik-Monitore müssen deshalb in der Lage sein, einen weitaus größeren Farbraum darzustellen – bevorzugt wird vor allem der Adobe RGB-Farbraum.

2. Präzise Farbdarstellung

Neben einem großen Farbraum ist bei professionellen Grafik-Monitoren auch die Farbtiefe ein wesentliches Kriterium. Denn mit einer größeren Farbtiefe erhöht sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Farbtöne. In Kombination mit einem großen Farbraum kann so die Präzision der Farbdarstellung deutlich erhöht werden.

Bei Standard-Monitoren sind im 8-Bit-Modus in der Regel Millionen unterschiedlicher Farbtöne verfügbar. Bei professionellen Grafik-Monitoren stehen im 10-Bit-Modus hingegen mehr als eine Milliarde Farbabstufungen zur Verfügung.

3. Gleichmäßige Farbwiedergabe und Helligkeit

Allgemein muss berücksichtigt werden: Kein Monitorpanel ist bei Farbreinheit und Helligkeit völlig homogen. So ist es beispielsweise normal, dass Monitorpanels an bestimmten Stellen dunkler oder heller sind.

Genau das stellt Mitarbeiter vor ein Problem, wenn sie grafische Inhalte bearbeiten. Denn sie können so nicht hundertprozentig sicher sein, dass bestimmte Abschattungen oder Farbstiche tatsächlich zur Bilddatei gehören. Diese könnten schließlich das Ergebnis einer fehlerhaften Monitordarstellung sein.

Für eine professionelle grafische Arbeit ist eine homogene Bilddarstellung über die gesamte Monitorfläche aber zwingend notwendig. Gute Grafik-Monitore gewährleisten diese Homogenität – zum Beispiel mithilfe des Verfahrens „Digital Uniformity Equalizer“ (DUE).

4. Möglichkeit der exakten Kalibrierung

Eine regelmäßige Kalibrierung ist wichtig, um eine unverfälschte Bildschirmdarstellung zu gewährleisten. Deshalb müssen Grafik-Monitore exakt kalibrierbar sein. Für die Kalibrierung werden ein Kalibrierungssensor sowie eine Kalibrierungssoftware benötigt.

Konkret wird beim Kalibrierungsprozess überprüft, ob die vom Rechner definierten Farbbefehle an den Monitor – via Bildsignal – mit der letztendlichen Darstellung auf dem Monitor übereinstimmen. Häufig treten dabei Abweichungen auf. Um diese zu korrigieren, sind zwei Methoden möglich: Software- oder Hardwarekalibrierung.

Bei der Softwarekalibrierung wird das Bildsignal der abweichenden Monitordarstellung angepasst. Bei der Hardwarekalibrierung ist es genau umgekehrt: Hier wird der Monitor so justiert, dass die Monitordarstellung danach dem Bildsignal entspricht. Diese Methode funktioniert verlustfrei, also ohne Qualitätseinbußen, und ist deshalb zu bevorzugen.

Diese Grafik-Monitore erfüllen die Kriterien

Ein Hersteller, der Grafik-Monitore für farbgetreues Arbeiten anbietet, ist EIZO. So erfüllen die ColorEdge-Monitore des IT-Konzerns alle vier Hauptkriterien:

  • Großer Farbraum: Die Grafik-Monitore von EIZO decken fast 100 Prozent des Adobe RGB-Farbraums ab. Somit können sie eine große Bandbreite an Farben darstellen.
  • Präzise Farbdarstellung: Da in den Monitoren eine 16-Bit-LUT arbeitet, sind sie in der Lage, Milliarden unterschiedlicher Farbtöne anzuzeigen. Auf diese Weise sind genug Farbabstufungen vorhanden, um genau diejenige Farbe darzustellen, die auch erwünscht ist.
  • Gleichmäßige Farbwiedergabe und Helligkeit: Im Werk wird jedes Panel über die gesamte Panelfläche und in verschiedenen Sektoren und Helligkeitsstufen ausgemessen und anschließend korrigiert. Dieses aufwendige Verfahren wird als Digital Uniformity Equalizer (DUE) bezeichnet – und gewährleistet eine homogene Bilddarstellung über die komplette Monitorfläche.
  • Möglichkeit der exakten Kalibrierung: Der Monitor wird gemäß des Bildsignals präzise justiert. Konkret wird das Mischverhältnis der Subpixel korrigiert. Da das Bildsignal selbst unangetastet bleibt, handelt es sich um eine Hardwarekalibrierung. Der hierfür nötige Kalibrierungssensor ist entweder als Aufsatz verfügbar oder bereits in den Monitoren eingebaut. Auch die benötigte Kalibrierungssoftware, bei EIZO ist dies der ColorNavigator, ist gleich im Lieferumfang enthalten. Mit dieser Software können Sollwerte für Helligkeit, Weißpunkt und Gamma eingegeben werden. Anschließend wird die Kalibrierung automatisch durchgeführt.

Darüber hinaus sind ColorEdge-Monitore wirksam entspiegelt und verfügen über eine optionale (ColorEdge CS-Serie) oder serienmäßige (ColorEdge CG-Serie) Lichtschutzblende. Auf diese Weise werden Reflexionen und störende Einflüsse der Umgebungsbeleuchtung reduziert – was eine noch präzisere Darstellung ermöglicht.

Weitere Informationen zu den ColorEdge-Monitoren von EIZO finden Sie im CANCOM-Shop. 

Quelle Titelbild: EIZO

 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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