14. Juni 2018 | pArtikel drucken | k1 Kommentar
CEBIT 2018

Die neue CEBIT – auch für IT-Entscheider?

Dieses Jahr findet die CEBIT in Hannover zum ersten Mal im Sommer statt. Und nicht nur das: Die IT-Messe soll zu „Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung“ werden – mit eigens gebauten Straßencafés und Konzerten. Damit soll verstärkt auch die jüngere Zielgruppe angesprochen werden. Werner Schwarz (Vice President, CANCOM) ist für CANCOM auch in diesem Jahr auf der CEBIT unterwegs. CANCOM präsentiert dort die Themen digitaler Arbeitsplatz und Cybersecurity. Die Redaktion von CANCOM.info hat ihn auf der Messe getroffen.

CANCOM.info: Die CEBIT ist schon lange eine etablierte IT-Messe und findet eigentlich im März statt. Dieses Jahr ist plötzlich alles anders. Was halten Sie von dem neuen Konzept?
Werner Schwarz: Erstmal finde ich es sehr gut, dass ein neues Konzept entwickelt wurde. Das gibt der CEBIT den dringend benötigten, frischen Wind. Ich halte die Neuausrichtung der CEBIT, hin zu einer Messe mit mehr Erlebnischarakter, für richtig. Digitalisierung muss erlebbar werden. Mit einer reinen Informationsvermittlung begeistert man niemanden. Allerdings sehe ich bei dem Konzept auch Herausforderungen.

CANCOM.info: Und die wären?
Werner Schwarz: Neue Elemente wie Konzerte oder Straßencafés ins Messeprogramm zu integrieren, unterstreicht den Erlebnischarakter der CEBIT. Und der jüngeren Zielgruppe wird das mit Sicherheit gefallen. Doch die CEBIT ist vor allem eine Plattform, um mit IT-Entscheidern ins Gespräch zu kommen. Das neue Konzept und auch die Aussteller müssen es schaffen, auch diese Gruppe anzusprechen. Hinzu kommen neue Zielgruppen wie die Business-Entscheider aus der Geschäftsleitung und den einzelnen Fachabteilungen für Digitalisierungslösungen.

CANCOM.info: Sie denken also, dass die CEBIT für ihre eigentliche Zielgruppe uninteressant wird?
Werner Schwarz: Nein, das sehe ich nicht. Ich denke, die Messe könnte eine sehr gute Plattform werden, um auch Entscheider für die Digitalisierung zu begeistern. Die Entscheider müssen sich vom neuen Konzept aber auch abgeholt fühlen. Und das muss die CEBIT erst beweisen.

CANCOM.info: CANCOM ist in diesem Jahr auch auf der CEBIT vertreten. Sie zeigen dort zwei unterschiedliche Facetten der Digitalisierung: den digitalen Arbeitsplatz und Cybersecurity. Auf dem HPE-Stand stellen Sie den digitalen Arbeitsplatz auf Basis einer „Composable Infrastructure“ vor. Was zeichnet eine solche Infrastruktur aus?
Werner Schwarz: Die „Composable Infrastructure“ ist eine softwarebasierte IT-Infrastruktur, in der alle physischen Ressourcen – also Server, Storage und Netzwerk – in einem Pool zusammengefasst werden. Die Ressourcen lassen sich dadurch jederzeit ändern und neu zusammensetzen. Der große Vorteil: Die Zusammensetzung richtet sich exakt nach den Anforderungen des Workloads. So kann der Workload optimal adressiert werden.

CANCOM.info: Was bedeutet es nun, wenn ein digitaler Arbeitsplatz auf einer solchen Infrastruktur umgesetzt wird?
Werner Schwarz: Das bedeutet ganz einfach, dass Unternehmen alle physischen Ressourcen für neue digitale Arbeitsplätze schnell und hochautomatisiert bereitstellen können. Dies entlastet die IT-Abteilung erheblich.

CANCOM.info: Auf dem IBM-Stand stehen die „CANCOM Cyber Defense Services“ im Fokus. Was muss man sich darunter vorstellen?
Werner Schwarz: Im Kern geht es darum, unseren Kunden eine umfassende IT-Sicherheit in ihrem Betrieb zu ermöglichen. Dafür bieten wir Leistungen an, die weit über die gängigen Internetsicherheitsstandards hinausgehen. So überwachen wir die IT des Kunden 24/7 und leiten im Ernstfall, etwa bei einer Cyberattacke, sofortige Gegenmaßnahmen ein. Alle Leistungen beziehen wir aus unserem Security Operations Center.

CANCOM.info: Wo sehen Sie die zentralen Unternehmensvorteile der CANCOM Cyber Defense Services?
Werner Schwarz: Den größten Vorteil sehe ich darin, dass Unternehmen so den permanent steigenden Anforderungen bei den Themen Security und Compliance gerecht werden. Profitieren können insbesondere Unternehmen, die diese Anforderungen alleine nicht erfüllen können. Der Aufbau einer 24/7-Angriffsüberwachung und -abwehr verlangt einen erheblichen personellen, finanziellen und auch zeitlichen Aufwand. Viele Unternehmen, insbesondere KMUs, können und wollen das nicht leisten. Und man darf eines nicht vergessen: Wer seine IT nicht 24/7 überwacht, kann leicht Opfer einer Cyberattacke werden – was im Klartext bedeutet, dass er sein komplettes Geschäft riskiert.

CANCOM.info: Wie fallen die Reaktionen der Kunden bisher aus?
Werner Schwarz: Die Nachfrage nach diesem Service ist enorm. Diese kommt aus allen Unternehmensgrößen und Branchen, aktuell verstärkt aus dem Mittelstand. Um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, bauen wir die Services kontinuierlich aus.

Quelle Titelbild: CANCOM

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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