22. Juni 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren

Künstliche Intelligenz: Neues Bündnis soll KI-Forschung in Europa vorantreiben

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Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) fällt Europa hinter den USA und China zurück – das sagen zahlreiche europäische KI-Forscher. Sie befürchten, dass Europa damit Talente verliert. Das geplante Forschungsbündnis CLAIRE soll das verhindern.

Zu dem Bündnis CLAIRE (Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europe) rufen über 600 KI-Experten aus ganz Europa auf. In einem gemeinsamen Schreiben vom 18. Juni 2018, das an europäische und nationale Politiker adressiert ist, fordern sie eine deutliche Intensivierung der KI-Forschung in Europa.

Europa könne es sich nicht leisten, im Bereich der Künstlichen Intelligenz hinter Ländern wie den USA oder China zurückzufallen. So würde die Künstliche Intelligenz sämtliche Aspekte des Lebens und Arbeitens verändern. Folglich sei es für die Zukunft entscheidend, dass Europa zu einem wettbewerbsfähigen Forschungsstandort für Künstliche Intelligenz wird – wozu CLAIRE wesentlich beitragen soll. Damit soll auch ein Abwandern von Talenten und Projekten verhindert werden.

Dass Künstliche Intelligenz und Algorithmen bereits heute eine wichtige Rolle spielen und weiter an Einfluss gewinnen werden, besagt auch eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach nehmen die Einsatzgebiete von Algorithmen kontinuierlich zu.

So sieht das geplante Forschungsbündnis aus

Das vorgesehene Modell des Bündnisses CLAIRE ist unter anderem von CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) inspiriert. Europäische Labore und andere Forschungseinrichtungen sollen, neben dem Zusammenschluss in regionale Zentren, etwa die Möglichkeit bekommen, ihre Ressourcen und Daten zu bündeln.

Um die Gründung von CLAIRE voranzutreiben, werben die Initiatoren auf ihrer Webseite um Unterstützung. Interessierte sowie Studenten, Institutionen oder Unternehmen können sich dort in die Liste der Unterstützer eintragen. Die Anzahl der Unterstützer wird kontinuierlich aktualisiert und beläuft sich aktuell (Stand: 22.06.2018) auf über 1400. Darunter sind sowohl Mitglieder der wichtigsten europäischen (European Association for Artificial Intelligence) als auch internationalen (Association for the Advancement of Artificial Intelligence) Vereinigung für KI-Forscher.

Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen

Die Initiatoren des Forschungsbündnisses CLAIRE betonen, dass die KI-Forschung in Europa einen eigenständigen Ansatz benötigt. Europäische Werte wie Transparenz, Fairness und Sozialverträglichkeit müssten hier eine zentrale Rolle spielen.

Im Vordergrund müsse die Frage stehen, wie Künstliche Intelligenz die Fähigkeiten des Menschen ergänzen kann – und nicht ersetzen.

Verstärkte Investitionen in Künstliche Intelligenz geplant

Um die KI-Forschung in Europa zu intensivieren, rufen die Initiatoren zu einer breiteren Streuung von Fördergeldern auf – diese stammen beispielsweise aus EU-Mitteln.

Verstärkte Investitionen in Künstliche Intelligenz sieht unter anderem die EU-Kommission vor. Das schreibt Heise Online. Bis 2020 sollen 20 Milliarden Euro in Künstliche Intelligenz investiert und zusätzlich ethische Leitlinien herausgegeben werden.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant auch die Bundesregierung, die KI-Forschung und -Entwicklung bedeutend voranzutreiben. Dass Europa in der KI-Forschung den Anschluss verliert, sieht die zuständige Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) laut Bericht allerdings nicht.

Quelle Titelbild: © geralt/Pixabay

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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