22. August 2018 | pArtikel drucken | k1 Kommentar
Arbeitswelt 4.0

Zu wenige Investitionen in die digitale Weiterbildung

Knapp sechs von zehn Unternehmen stecken Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Doch um die Digitalisierung des Arbeitsmarktes zu bewältigen, bedarf es digitaler Kompetenzen. Erfahren Sie, welche Fähigkeiten in Zukunft gebraucht werden und warum lebenslanges Lernen so wichtig ist.

Für die Arbeitswelt 4.0 braucht es digitale Kompetenzen. Jedoch setzen sich nur 57 Prozent der Unternehmen für die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter ein. Das geht aus dem aktuellen Digital Office Index 2018 hervor – einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach sind digitale Kompetenzen zukünftig nicht nur bei IT-Spezialisten gefragt, sondern bei allen Arbeitnehmern, so Bitkom-Referent Nils Britze.

Bedarf nach Weiterbildung beim Mittelstand steigt

Je größer das Unternehmen ist, desto eher steckt es Geld in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter. So gaben 62 Prozent der Firmen mit 500 Angestellten oder mehr an, dass sie in Weiterbildung investieren (2016: 61 Prozent). Besonders im Mittelstand ist der Bedarf nach digitaler Weiterbildung hoch. Während 2016 noch jedes zweite Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten Geld für Weiterbildung anlegte, sind es heute bereits 60 Prozent. Bei Kleinunternehmen (zwischen 20 und 99 Mitarbeitern) ist die Zahl in den letzten zwei Jahren unverändert geblieben (56 Prozent). Lebenslanges Lernen müsse dabei rein in die unternehmerische Praxis, wo Digitalkompetenz im Mittelpunkt stehe, sagt Britze weiter.

Prof. Björn Christensen vom Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung der FH Kiel sieht in der Digitalisierung der Arbeitswelt eine Chance: „Keine seriöse Studie erwartet infolge des digitalen Wandels eine Massenarbeitslosigkeit“, wird er in einem Artikel der Kieler Nachrichten zitiert. Der Erfolg hänge maßgeblich von seinen Akteuren ab: der Politik, den Unternehmen und den Arbeitnehmern. Letztere müssten sich vor allem klar machen, nicht in jedem Fall an ihren angestammten Arbeitsplatz verharren zu wollen, sondern sich weiterzubilden.

Unternehmen gehen davon aus, dass sich auch die Ausbildungsinhalte schneller verändern: „Das wiederum bedeutet, dass die Fähigkeiten nach dem Abschluss der Ausbildung oder des Studiums nicht mehr ausreichen, um am Arbeitsmarkt über die ganze Karriere produktiv zu sein“, so Digitalisierungs-Experte Dr. Simon Janssen in einem Interview auf Focus Online.

Das sind die Kompetenzen der Zukunft

In Zukunft seien eher überfachliche Kompetenzen gefragt, wie Dr. Janssen in Firmenbefragungen herausgefunden hat: Kommunikative Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und interkulturelle Fertigkeiten zählen seiner Meinung nach dazu. Und natürlich der Umgang mit neuen Technologien. Deutschland sei aber aufgrund seines Ausbildungssystems gut für den technologischen Wandel gerüstet, heißt es weiter.

Quelle Titelbild: CANCOM

Hier schreibt Patrick Füngerlings für Sie

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