2. Oktober 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren
Steffen Ludwig (Experte für Digital Media Solutions, CANCOM) im Interview

Das müssen Visualisierungslösungen für die moderne Arbeitswelt erfüllen

Steffen Ludwig ist bei CANCOM als Director Digital Media Solutions tätig. In seiner Position beschäftigt er sich besonders mit den Themen Medientechnik, Digital Signage und Visualisierung. Im CANCOM.info-Interview spricht er über die Anforderungen des Marktes sowie die aktuellen Trends im Bereich der großformatigen Visualisierungen.

CANCOM.info: Worum geht es bei den heutigen Visualisierungslösungen – nur um höher, schneller, weiter?

Steffen Ludwig, Director Digital Media Solutions bei CANCOM (Bild: CANCOM)

Steffen Ludwig: Na ja; bei uns heißt es eigentlich: größer, heller, schärfer. Aber es geht nicht nur darum. Visualisierungslösungen sind nicht ausschließlich zum Selbstzweck da. Natürlich geht es vor allem bei großformatiger Visualisierung viel um Image, Aufmerksamkeit und den Wow-Effekt. Aber der eigentliche Ausgangspunkt, mit dem wir uns vermehrt befassen, sind die modernen Arbeitswelten, die neuen Shared-Desk-Modelle, die mehr und mehr im Arbeitsalltag Einzug halten. Durch steigende Mieten und eine voranschreitende Urbanisierung finden sich immer mehr Leute auf immer weniger Raum ein. Da sind für die Arbeitswelt neue Konzepte und Technologien gefragt und wie diese sinnvoll für die Effektivität der Mitarbeiter eingesetzt werden können.

Im Zuge der Shared-Desk-Arbeitsmodelle steigt der Bedarf an Besprechungsräumen, flexiblen Meeting Areas sowie loungigen Rückzugsmöglichkeiten stark an. Wir haben heute ganz neue Formen der Zusammenarbeit: Kleine, schlagkräftige Teams arbeiten projekt- und standortübergreifend zusammen und benötigen dafür die passenden Arbeitsmöglichkeiten – auch mal ganz spontan. Das heißt, es ist heute noch wichtiger, dass die Zusammenarbeit über zeitliche und räumliche Grenzen völlig intuitiv funktioniert. Es darf kein Medienbruch stattfinden, die Mitarbeiter müssen von überall auf ihre Daten zugreifen können – sowohl vom Arbeitsplatz als auch beispielsweise in einem kurzfristig einberufenen Meeting im Huddle Room zwei Etagen tiefer.

CANCOM.info: Was bedeutet das für die Umsetzung dieser Anforderungen?

Steffen Ludwig: Es reicht schon lange nicht mehr, in einem Konferenzraum einfach einen Display oder einen Projektor aufzuhängen. Es geht vielmehr darum, die Räume und Technologien von Anfang an entsprechend der Kundenanforderungen zu konzipieren. Ganz wichtig ist beispielsweise, dass die Konferenz- und Besprechungsräume standardisiert und immer mit der gleichen, intuitiven Technik ausgestattet sind. Das erleichtert sowohl die Nutzung für alle Mitarbeiter als auch die Wartung durch die IT. Und genau das gilt es, direkt zu Beginn bei der Planung der Räume zu berücksichtigen und ein entsprechendes Raumkonzept zu erstellen.

Denn die Konferenz- und Meetingräume stellen inzwischen eine sehr wichtige Ressource in den Unternehmen dar. Sie müssen von überall schnell und einfach gefunden und gebucht werden können. Hierbei helfen Welcome Screens, Wegeleitsysteme oder ein effizientes Raum- und Ressourcenmanagement, mit dem ich per App auch schon von unterwegs meinen Arbeitsplatz reservieren kann. Es kommen also noch ganz andere Themen ins Spiel, als lediglich einen gewissen Imagefaktor und Wow-Effekt durch möglichst große und hochauflösende Screens zu erzielen.

CANCOM.info: Welche Trends zeichnen sich bei den großformatigen Visualisierungslösungen ab?

Steffen Ludwig: Vorweg muss ich sagen, dass Deutschland in der digitalen Visualisierung im Vergleich zu anderen Industrienationen immer noch hinterherhinkt. Das gilt es aufzuholen, da sind andere Länder wirklich schon sehr viel weiter. Die Trends der letzten Jahre setzen sich aber auch bei uns durch: Es gibt immer größere, leuchtstärkere und hochauflösendere Displays. Die Marktführer in diesem Bereich haben Standard-Displays bis 98“ im Programm. Das ist schon sehr groß, etwa 2,50m Bildbreite. Oberhalb davon bieten sich drei Technologien an – Projektionen, Videowall Displays oder LED Walls. Je nach Einsatzszenario und Anforderung gilt es, gemeinsam mit unseren Kunden die passende Lösung zu finden. Insgesamt geht der Trend schon dahin, Bilder immer größer darzustellen. Es geht stets um die Aufmerksamkeit des Betrachters und mit Bewegtbildern und besonderen Visualisierungen kann man die Marke oder das Unternehmen emotional aufladen. Deshalb sehen wir vor allem bei der LED-Technologie zukünftig die größten Wachstumschancen.

Die wesentlichen Vorteile sind Langlebigkeit und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Es gibt eine große Produktvielfalt und keinerlei Größenbeschränkung. Schauen Sie sich die LED Installation am Flughafen München im Innenhof zwischen den Terminals an. Je nach Einsatzszenario ist die LED Wall ein großes Display, z.B. für Public Viewing oder ein Würfel mit umlaufenden Werbebotschaften. Mit den LED-Kacheln sind wirklich alle denkbaren Formgebungen möglich, was beispielsweise auch bei der großen Installation am Piccadilly Circus eindrucksvoll zu sehen ist. Aktuell sind LED-Lösungen noch recht teuer, aber es treten immer mehr Hersteller in den Markt ein, sodass der Wettbewerb zunimmt. Wir gehen davon aus, dass sich in den nächsten drei Jahren der Preis im LED-Bereich halbieren wird.

CANCOM.info: Welche weiteren Marktentwicklungen sehen Sie in diesem Umfeld?

Steffen Ludwig: Neben den klassischen Visualisierungslösungen haben sich für uns zwei große Schwerpunkte in den letzten Jahren herausgebildet: Digital Signage am Point of Sale und Digital Signage für den Bereich Corporate Communications. Letzteres überwiegend in Kombination mit Medien- & Konferenzraumtechnik. Generell kann man sagen, dass es schon lange nicht mehr nur um die bloße Technologie geht, sondern um intelligente Digitalisierungslösungen mit einem klaren Mehrwert für Kunden und Mitarbeiter. Erlebnisorientierung, eine verbesserte Customer Experience und digitale, effiziente Arbeitswelten werden im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung inzwischen einfach erwartet.

CANCOM.info: Wie positioniert sich CANCOM dazu?

Steffen Ludwig: Speziell in Neubauprojekten haben wir für unsere Kunden neue Arbeitswelten geschaffen, die durch Digital Signage und Medientechnik eine hohe Produktivität entfalten. Nur so gelingt es, im „New Way of Working“ den Spagat zwischen effizienter Flächennutzung und optimalen Arbeitsbedingungen erfolgreich zu meistern. Generell sehen wir eine zunehmende Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen. Kein Kunde möchte mehr eine Vielzahl unterschiedlichster Ansprechpartner koordinieren. Vielmehr ist ein einziger kompetenter Ansprechpartner gefragt, der alle erforderlichen Services über die gesamte Betriebszeit zuverlässig und hochverfügbar erbringt.

Dies ist für uns eine positive Entwicklung, da wir auf das gesamte CANCOM Portfolio zurückgreifen und somit unseren Kunden die gebündelte Kompetenz aus den Bereichen Netzwerk, Cloud, UCC, Medientechnik sowie IoT aus einer Hand anbieten können. Ganz wichtig: Zusätzlich bieten wir einen professionellen und standardisierten Managed Service für unsere Lösungen, die dadurch im Fehlerfall kurzfristig wieder einsatzbereit sind. Das wissen unsere Kunden sehr zu schätzen, ein klarer Wettbewerbsvorteil für CANCOM.

CANCOM.info: Sie haben sehr viele Leistungen beschrieben, die CANCOM in den Bereichen Medientechnik, Digital Signage und Visualisierung anbietet. Wie ist das Team Digital Media Solutions aufgestellt, um diese heute und in Zukunft abzudecken?

Steffen Ludwig: Unser Team besteht in Deutschland aus über 40 Mitarbeitern, die komplexe Projekte in ganz Europa umsetzen. Wir haben einen spezialisierten Vertrieb, Fachplaner, sowie Consultants und Techniker. Nach der Implementierung übernehmen unsere Kollegen aus den Managed Services den operativen Betrieb auf Basis von SLA. Durch die umfangreiche Erweiterung unseres Logistikzentrums und die fortschreitende Expansion von CANCOM können wir auch große internationale Projekte schnell und zuverlässig abwickeln. Ich sehe uns als Full-Service-Integrator hervorragend aufgestellt.

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Quelle Titelbild: © VTT Studio/yanosh_nemesh – stock.adobe.com

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