9. November 2018 | pArtikel drucken k1 Kommentar

So schaffen Sie eine moderne Unternehmens-IT

Angesichts der Digitalisierung sind Unternehmen gefordert, Prozesse und Bereiche neu zu gestalten. Eine wesentliche Maßnahme ist der Aufbau einer zukunftsfähigen IT-Infrastruktur. Diese bildet die technologische Basis für das künftige, digitale Unternehmen – und ermöglicht vor allem, digitale Geschäftsmodelle umzusetzen.

Gerade die Entwicklung solcher Geschäftsmodelle ist für Firmen entscheidend, um in den nächsten Jahren den Anschluss zu halten. Das betont Philipp Depiereux von etventure im Rahmen der gemeinsam mit dem Gfk veröffentlichten Studie „Digitale Transformation 2018“:

„Wer nur den Fokus auf das bestehende Geschäft legt und gar nur die IT optimiert, gefährdet die eigene wirtschaftliche Zukunft und Arbeitsplätze. Es geht darum, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, die dem technologischen Wandel ebenso wie den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht werden. Unternehmen müssen ihr eigenes Geschäftsmodell kritisch hinterfragen und mitunter selbst disruptiv angreifen. An dieser Stelle besteht in Deutschland noch enormer Nachholbedarf.“

Doch wie können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur so konzipieren und umsetzen, dass sie über Jahre hinweg das technologische Fundament des Betriebs bildet – und die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle erlaubt?

Voraussetzung 1: Aufbau einer digitalen Strategie

Zunächst gilt es, die Konzeption der IT-Infrastruktur in eine digitale, ganzheitliche Strategie einzubinden. Um sich erfolgreich zu digitalisieren, kommen Firmen nicht umhin, eine solche Strategie zu entwerfen und umzusetzen. In der Regel bedeutet das eine gravierende Änderung des Status Quo.

Vielerorts geschieht das noch unzureichend: So hat die aktuelle Studie „Von der Vision zur Transformation: Digitalisierung ist Chefsache“ der internationalen Managementberatung Bain & Company ergeben, dass in vielen Industrieunternehmen eine systematische, ganzheitliche Digitalisierungsstrategie fehlt. Digitale Initiativen fänden oft in Einzelprojekten statt – was häufig dazu führe, dass die Unternehmen ihre Ziele nicht erreichen würden.

Eine digitale, ganzheitliche Strategie sieht anders aus. Diese muss das gesamte Unternehmen betreffen und alle Aktivitäten miteinbeziehen, die im Rahmen der Digitalisierung nötig sind. Darunter zählt besonders der Aufbau einer Digitalkultur sowie einer zukunftsfähigen Unternehmens-IT: Eine solche IT-Infrastruktur erstreckt sich über alle Unternehmensbereiche und ermöglicht technisch auch Geschäftsmodelle, die erst in Zukunft existieren werden. Schließlich soll sie auf lange Sicht die technologische Basis für das gesamte Unternehmen bilden – und nicht nur aktuell.

Voraussetzung 2: Implementierung einer automatisierten IT-Infrastruktur

Das Credo lautet: „Automate everything“. Gefordert ist eine Infrastruktur, in der die meisten Vorgänge automatisiert ablaufen. So kann nur eine automatisierte Infrastruktur das technologische Fundament bilden, um flexibel moderne Apps zu entwickeln – eine Fähigkeit, die die Basis für jedes digitale Geschäftsmodell bildet.

In der Praxis können Unternehmen diese Infrastruktur mit einer softwarebasierten Hyper Converged Infrastructure realisieren. Hier werden Server-, Speicher- und Netzwerk-Komponenten in einem System, häufig in Form einer Appliance, virtualisiert. Die Appliance fasst alle notwendigen IT-Ressourcen in einem Pool zusammen, einzelne „Silos“ verschwinden. Die Ressourcen des Pools lassen sich flexibel, je nach Bedarf, bereitstellen und erweitern. Dies funktioniert in vielen Fällen automatisch.

Auf diese Weise können sich Unternehmen auf das Wesentliche fokussieren – also der Entwicklung von Apps, die ihr Business vorantreiben.

Wie Unternehmen beide Voraussetzungen erfüllen können

Zur Adressierung beider Voraussetzungen bietet Red Hat den Service „Red Hat Open Innovation Labs“ an: Gemeinsam mit dem Kunden beleuchtet der IT-Konzern alle technischen und kulturellen Entwicklungsaspekte – von der Idee bis zum fertigen Produkt. Ein zentrales Ziel dabei ist, eine automatisierte IT-Infrastruktur zu implementieren, die optimal in die jeweilige digitale Strategie integriert ist.

Für die konkrete Umsetzung setzt Red Hat auf einen Open Source-Ansatz: Nach eigenen Aussagen prägen sie den „Open Source Way of Digital Transformation“. Der große Vorteil liege darin, dass dort viele passende Lösungen vorhanden seien – vom Standard-Betriebssystem Linux bis zum kompletten hybriden Infrastruktur-/Cloud-Stack mit modernen cloud-nativen Entwicklungsumgebungen. So könne man gezielt auf Kundenwünsche eingehen. Außerdem seien alle Lösungen aus der Open Source auf die Community ausgerichtet – was einer Art „Qualitätssiegel“ gleichkomme. Denn nur Lösungen, die die Community als nützlich einstuft, könnten sich dauerhaft halten.

Quelle Titelbild: © Gorodenkoff/stock.adobe.com

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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