11. Dezember 2018 | pArtikel drucken kKommentieren
Mobile Payment

Apple Pay in Deutschland gestartet

Seit heute kann man mit dem iPhone mobil oder im Internet bezahlen. Welche Banken Apple Pay unterstützen und mit welchen Geräten man den Bezahldienst nutzen kann, erfahren Sie im Überblick.

Apple Pay ist heute gestartet. Das geht aus einer Pressemitteilung von Apple hervor. Damit ist der Bezahldienst gut vier Jahre nach Einführung in den USA nun auch in Deutschland verfügbar. Apple hatte bereits im Sommer angekündigt, noch dieses Jahr seinen mobilen Bezahldienst einzuführen. Google, der Sparkassenverband und die Volks- und Raiffeisenbanken haben bereits ihre eigenen Dienste gelauncht.

„Wir freuen uns Apple Pay heute nach Deutschland zu bringen, um eine einfachere, schnellere, sicherere und vertraulichere Bezahlmöglichkeit mit iPhone und Apple Watch zu bieten. Wir glauben, dass die Verbraucher die Schnelligkeit und den Komfort beim Verwenden von Apple Pay lieben werden. Apple Pay ist heute weltweit in 26 Märkten mit über 5.200 Bankpartnern aktiv“, sagt Jennifer Bailey, Vice President of Internet Software and Services and Apple Pay, von Apple.

Apple Pay: So funktioniert der mobile Bezahlservice

Somit bekommen Besitzer eines iPhones oder einer Apple Watch seit heute die Möglichkeit, bargeldlos in Shops, Supermärkten, Tankstellen und Restaurants mit ihrem Apple Device zu bezahlen. Dafür muss der jeweilige Betreiber Apple Pay unterstützen und über NFC-fähige Terminals verfügen. NFC (Near Field Communication) ist dabei die technische Grundlage für das mobile Bezahlen. Apple schränkt allerdings den Zugriff auf den NFC-Chip des iPhones extrem ein. Bezahldienste anderer Anbieter finden sich deshalb nur auf Android-Geräten. Apple Pay lässt sich über Apps und Online-Shops einbinden und kann über den Safari Browser auch mit iPad oder Mac genutzt werden.

Statt eine PIN einzugeben, legitimiert der Nutzer den Zahlungsvorgang über Fingerabdruck- oder Gesichtsscan. Und schützt sich somit gegen Diebstahl oder Verlust des PIN-Codes. Apple Pay verlangt allerdings von seinen Nutzern 0,15 Prozent des Transaktionsumsatzes – heißt es in einem Artikel von bento.

Um Apple Pay zu nutzen, fügt man in der Wallet-App seine Kredit- oder Debitkarte hinzu – entweder per Foto oder manueller Dateneingabe. Zu den Bank- und Finanzpartnern gehören unter anderem die Deutsche Bank, die Hypovereinsbank, die Direktbank N26 sowie die Kreditkarteninstitute Visa, American Express und Mastercard (inklusive Maestro).  Die komplette Liste der Zahlungsanbieter und Einzelhändler, die Apple Pay unterstützen, hat der Cupertino-Konzern auf seiner Landingpage veröffentlicht.

Diese Geräte unterstützen Apple Pay

Apple Pay funktioniert mit einem iPhone 6 oder neuer, iPhone SE, iPad Pro, iPad (5. Generation und neuer), iPad Air 2 und iPad mini 3 oder neuer. Ebenfalls unterstützen die MacBooks Pro bzw. Air mit Touch ID Apple Pay. Im Browser Safari kann der Dienst auf jedem Mac verwendet werden, der seit 2012 mit macOS Sierra läuft – zur Zahlungsbestätigung ist allerdings ein iPhone oder eine Apple Watch nötig.

Mobiles Bezahlen in Deutschland noch nicht angekommen

Im EU-Vergleich ist Apple Pay bereits in mehreren Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien verfügbar. Deutschland liegt im internationalen Vergleich bei der Nutzung von Mobile Payment ziemlich weit hinten, wie folgende Infografik von Statista zeigt.

Infografik Mobile Payment Nutzung in Deutschland

Ob sich das mobile Bezahlen in Deutschland durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Die Deutschen hegen eine gewisse Zuneigung zum Bargeld, noch immer bezahlen 48 Prozent mit Bargeld, wie eine Studie von Oliver Wyman zeigt.

 Quelle Titelbild: © Apple

 

Hier schreibt Patrick Füngerlings für Sie

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