8. Februar 2019 | pArtikel drucken | k2 Kommentare
Mobiles Surfen

Offenes WLAN: Mit diesen Tipps kein Risiko eingehen

Es ist verlockend: Ein offenes WLAN verspricht unkomplizierten Internetzugang in Hotels oder am Flughafen und schont Ihr Datenvolumen. Wer mit Smartphone, Tablet oder Notebook in offenen WiFi-Netzwerken unterwegs ist, setzt sich allerdings auch Gefahren aus. Dabei sollten Sie einige Sicherheitsaspekte berücksichtigen.

Offenes WLAN kann man immer häufiger auffinden: An öffentlichen Plätzen wie Flughäfen oder in Restaurants haben Nutzer die Gelegenheit, sich unkompliziert mit WLAN-Hotspots zu verbinden. Einer Umfrage von Kaspersky zufolge gaben 70 Prozent der Tablet-User und 53 Prozent der Smartphone-Nutzer an, öffentliche WLAN-Hotspots zu nutzen. Der Service ist kostenlos und ein Passwort meist nicht nötig. Der Haken: Das bequeme Angebot ist oft nicht sicher. Viele Benutzer von mobilen Endgeräten gefährden die Sicherheit ihrer persönlichen Daten, da in Hotspots die Datenübertragung unverschlüsselt verläuft.

Zahlreiche Risiken im offenen WLAN

Eine optimale Chance für Angreifer: Mit spezieller Software sind sie in der Lage, die Datenströme zu analysieren und so beispielsweise Kennwörter für E-Mail-Accounts oder Online-Banking auszulesen. Eine weitere Methode zum Datenklau sind sogenannte WiFi-Honeypots, falsche WLAN-Hotspots, mit denen Hacker die komplette Kommunikation über ihre eingerichteten Zugangspunkte laufen lassen.

Sie können ohne weiteres den Datenverkehr mitschneiden und sogar versuchen, verschlüsselte Verbindungen mit Hilfe von Man-in-the-Middle-Attacken aufzubrechen: Dies sind Attacken, in denen sich der Angreifer in die Kommunikation zweier Stationen einklinkt, die einander vertrauen. Im schlimmsten Fall liegen damit E-Mails, Browser-Zugriffe oder die Datenkommunikation von Business-Apps offen.

Verhaltensregeln bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots

Was können Sie also unternehmen, um Ihre und die Daten Ihrer Firma nicht unnötig in Gefahr zu bringen? Zunächst: Nutzen Sie, wenn möglich, immer verschlüsselte WLAN-Netzwerke.

  • Wenn dies nicht möglich ist, hüllen Sie Ihre Datenübertragungen zusätzlich in eine verschlüsselte Verbindung – etwa über ein Virtual Private Network (VPN). Egal ob Android, iOS, MacOS oder Windows, nahezu alle Betriebssysteme unterstützen diese Art der Verschlüsselung.
  • Der nächste Schritt ist die Systempflege: Wann immer Sie sich mit einem unverschlüsselten WLAN verbinden, sollten Sie es aus der Liste der gespeicherten Netzwerke löschen. Bei iOS muss man dies manuell für jedes WLAN separat ausführen, die passenden Einstellungen finden sich unter „Einstellungen – WLAN“. Android kann diese Einträge ebenfalls in den Systemeinstellungen löschen. Bei Windows und MacOS finden Sie die passenden Funktionen in den Netzwerkeinstellungen.
  • Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist das Verbieten von automatischen Verbindungen. Die meisten Betriebssysteme bieten die entsprechende Option – sie melden dem Nutzer dann, dass ein bekanntes WiFi verfügbar ist, ohne die Zustimmung des Users wird aber keine Verbindung hergestellt. Sonst kann es passieren, dass sich Ihr Gerät automatisch in das WLAN eines Betrügers einschaltet – ohne dass Sie davon etwas mitbekommen.
  • Für den Fall, dass Sie mit Notebook und Smartphone unterwegs sind: Nutzen Sie die Tethering-Möglichkeit moderner Smartphones. Damit können Sie selbst einen Internetzugang für andere Geräte bereitstellen. Sie nutzen dann die Mobilfunkverbindung Ihres Smartphones über Ihr Notebook. Ohne Datenflatrate könnte es allerdings teuer werden.
  • Wenn Sie schon im offenen WLAN unterwegs sind, meiden Sie bestimmte Webseiten, wo mögliche Hacker leicht an Ihre Passwörter kommen. Dazu zählen soziale Netzwerke, Online-Banking-Seiten oder Shopping-Portale, die Ihre Kreditkartendaten speichern.
  • Doch der wichtigste Rat ist: Seien Sie misstrauisch, denn ein Restrisiko bleibt immer. Nutzen Sie – wo möglich – Mobilfunkverbindungen ins Web. Und deaktivieren Sie WiFi, wenn Sie die Funktion nicht benötigen – so verlängern Sie die Akkulaufzeit ihres mobilen Gerätes.

© Free-Photos/Pixabay.com

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