Datenmonetarisierung: Steigende Bedeutung für Unternehmen

Noch steckt die Datenmonetarisierung in den Kinderschuhen: Weniger als jedes fünfte Unternehmen hat entsprechende Initativen etabliert. Doch das wird sich in Zukunft ändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

8. Mai 2019

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Lesedauer: ca. 2 Min.

Datenmonetarisierung: Steigende Bedeutung für Unternehmen

Bild: © geralt/pixabay.com

Mit Daten Geld verdienen – das ist der Kerngedanke der Datenmonetarisierung. Laut der aktuellen Studie „Data Monetization – Use Cases, Umsetzung, Mehrwerte“ des unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstituts BARC (Business Application Research Center) sind es hauptsächlich Großunternehmen, die die Datenmonetarisierung heute umsetzen. Führend seien die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistungen, Finanzen und Banken. Hingegen stünden kleinere und mittlere Unternehmen erst am Anfang. Für die Studie haben die Analysten 200 europäische Unternehmen aus verschiedenen Branchen und von unterschiedlicher Größe befragt.

Laut Studie haben 25 Prozent der Großunternehmen und 23 Prozent der größeren mittelständischen Unternehmen bereits Produkte zur Monetarisierung eingeführt – bei kleinen und mittleren Firmen sind es nur 13 Prozent. Am niedrigsten liege der Anteil bei kleineren Betrieben (9 Prozent). Aber: Die Mehrheit der befragten Firmen zieht die Datenmonetarisierung künftig in Betracht. Nur 25 Prozent würden sie kategorisch ablehnen.

„Unternehmen haben nach wie vor die Möglichkeit, sich durch Datenmonetarisierung einen Wettbewerbsvorteil zu sichern“, so Dr. Sebastian Derwisch, BARC-Analyst und Autor der Studie, in der offiziellen Pressemitteilung.

Das sind die Mehrwerte der Datenmonetarisierung

Denn dadurch, so die Analysten, würden viele Unternehmensvorteile entstehen. Die Bandbreite reiche von neuen Einnahmequellen und Dienstleistungen bis zur besseren Bindung von Partnern und Lieferanten.

Laut Studie haben die meisten Unternehmen (69 Prozent) bereits zusätzliche Umsatzquellen durch die Datenmonetarisierung generiert. Es folgen die Bereitstellung neuer Services sowie die Verbesserung der Kundenbindung. Die wenigsten Unternehmen geben an, damit neue Daten generiert oder Lieferanten und Partner stärker an sich gebunden zu haben.

Unterschiedliche Formen denkbar

Der Studie zufolge machen Unternehmen ihre Daten auf unterschiedliche Weise zu Geld. Die häufigste Methode sei, Analyseergebnisse gegen Bezahlung bereitzustellen. Deutlich weniger Firmen würden die Datenmonetarisierung umsetzen, indem sie digitale Plattformen aufbauen, bestehende Produkte erweitern oder neue Dienstleistungen bereitstellen.

Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, mit Daten Geld zu verdienen, haben Ralph Hofmann und Arent van’t Spijker bereits 2013 in ihrem „Patterns in Data Driven Strategy“ dargestellt (CANCOM.info berichtete). Als Beispiele nennen die Autoren etwa den direkten Verkauf von Rohdaten, die Verbesserung von Produkten sowie den Datenaustausch mehrerer Unternehmen, um Betriebskosten zu senken.

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