19. Juni 2019 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

5G: Die schnelle Zukunft des Mobilfunks

Ob Internet of Things (IoT) oder Machine Learning: Die nächste Stufe der Digitalisierung steht in den Startlöchern. Für die Umsetzung ist allerdings ein Mobilfunknetz nötig, das hohen Ansprüchen gerecht wird. Die Lösung lautet 5G. Mit der 5G-Frequenzauktion, die vergangene Woche zu Ende ging, ist die Mobilfunktechnologie endgültig in Deutschland angekommen.

Eine technische Revolution – nichts anderes ist 5G. So erlaubt der neue Mobilfunkstandard bisher unvorstellbare Geschwindigkeiten. In einer Millisekunde oder weniger, also quasi in Echtzeit, lassen sich damit riesige Datenmengen transportieren. Für den Menschen ist diese Reaktionszeit nicht mehr wahrnehmbar.

Wie groß der technische Sprung ausfällt, zeigen Vergleiche mit der Vorgängertechnologie 4G. Während diese Technologie derzeit Höchstgeschwindigkeiten von maximal 300 Mbit pro Sekunde zulässt, weist 5G eine Übertragungsbandbreite von bis zu 10 GBbit/s (umgerechnet 10.000 Mbit) auf. Zudem bietet 5G tausendmal mehr Kapazität, Geräte intelligent miteinander zu verbinden.

Intelligent vernetzt: IoT mit 5G

Für die künftige Umsetzung von Projekten im Bereich IoT – eine Schlüsseltechnologie im Unternehmensumfeld – ist diese hohe Kapazität unerlässlich. Denn auf diese Weise können Firmen eine große Anzahl an internetfähigen Geräten miteinander verknüpfen.

Besonders die Industrie kann von 5G profitieren: Dadurch hat sie die Möglichkeit, eine vollständig vernetzte Produktion einzuführen, bei denen Maschinen und Werkzeuge annähernd in Echtzeit miteinander kommunizieren. Die dabei generierten Daten lassen sich gewinnbringend nutzen. Unter anderem, um Maschinen vorausschauend zu warten (Predictive Maintenance) und Ausfälle proaktiv zu verhindern.

Wie wichtig 5G für die Industrie und für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist, hat das Beratungsunternehmen Roland Berger bereits im April 2018 hervorgehoben: „Gerade für Deutschland mit seiner ausgeprägten industriellen Kompetenz ist die neue Technologie auch ein zentraler Faktor im Standortwettbewerb um Automatisierung und effiziente Produktionsprozesse. Angesichts der Tatsache, dass auch Konkurrenten wie Japan, Korea oder auch die skandinavischen Länder dies längst erkannt haben und ehrgeizige Ziele verfolgen, ist daher Eile geboten.“

Startschuss für 5G in Deutschland gefallen

Über ein Jahr später ist es nun soweit: Mit dem Ende der 5G-Frequenzauktion am 12. Juni 2019 ist der offizielle Startschuss für den neuen Mobilfunktstandard gefallen. Ingesamt wurden 5G-Mobilfunkfrequenzen in Höhe von 6,55 Milliarden Euro versteigert. An der Versteigerung beteiligt waren die Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland, Vodafone und 1&1 Drillisch. Wie Heise Online berichtet, geht damit die längste und eine der teuersten Frequenzauktionen der deutschen Geschichte zu Ende. Start der Auktion war bereits am 19. März 2019 gewesen.

Die Aufgabe besteht nun vor allem darin, bis Ende 2022 die wichtigsten Verkehrswege für Auto und Bahn sowie 98 Prozent der Haushalte je Bundesland mit schnellen Datenverbindungen zu versorgen.

Dass Deutschland das Thema 5G dringend vorantreiben muss, geht aus dem 5G-Länderindex des Beratungsunternehmens Arthur D. Little hervor. Dort belegt die Bundesrepublik, im Gegensatz zu Südkorea oder den USA, nur einen Platz im Mittelfeld. Laut Michael Opitz, Partner von Arthur D. Little, ist Deutschland noch weit entfernt, führend beim 5G-Standard zu sein.

Netzausbau könnte sich hinziehen

Um diese führende Rolle in Zukunft einzunehmen und 5G flächendeckend auszubauen, sind jedoch deutlich mehr Antennenanlagen nötig. Denn die Mobilfunktechnologie nutzt höhere Frequenzen mit kürzerer Reichweite – so ein Artikel der Tagesschau. Aus diesem Grund sollen zusätzlich Funktürme und Minisender in Städten errichtet werden.

Laut einem Beitrag der „Welt“ wollen die Deutsche Telekom und Vodafone noch 2019 erste kommerzielle Tarife für 5G in Deutschland starten. Wie etwa die Funkschau und das Online-Portal „Netzwelt“ berichten, werden aber noch einige Jahre vergehen, bis der Netzausbau vollständig abgeschlossen ist.

Quelle Titelbild: © Egor/stock.adobe.com

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