24. Oktober 2019 | pArtikel drucken | kKommentieren
Matthias Barre (Senior Manager Solution Sales, CANCOM) im Interview

„HCI bietet alle notwendigen Eigenschaften für eine zukunftsfähige IT-Plattform“

Für Unternehmen spielen IT-Plattformen wie Hyper Converged Infrastructure (HCI)-Systeme eine zunehmend businesskritische Rolle. Denn längst basieren zahlreiche Unternehmensprozesse auf IT-Technologien. Welche Vorteile eine HCI-Lösung birgt und wie Unternehmen die Lösung in ihre IT-Umgebung integrieren können, erklärt Matthias Barre (Senior Manager Solution Sales, CANCOM) im Interview.

CANCOM.info: Was sind die größten Vorteile von HCI-Systemen im Vergleich zu traditionellen IT-Architekturen?

Matthias Barre: Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels, zunehmender Komplexität von hybriden IT-Infrastrukturen und agilen Business-Anforderungen an die IT können HCI-Systeme ihre Stärken voll ausspielen. HCI bietet alle notwendigen Eigenschaften für eine moderne und zukunftsfähige IT-Plattform. Ermöglicht wird dies durch den grundlegenden Software Defined Architecture-Ansatz und dem komplett integrierten Lifecycle Management für alle Software- und Hardware-Bestandteile. So erhält man Hardware und Software, die perfekt aufeinander abgestimmt und vollständig miteinander verzahnt sind – sozusagen aus einem Guss. Das spiegelt sich wiederum in der Verwaltung von HCI-Systemen und im Lifecycle Management positiv wider.

CANCOM.info: HCI ist ja kein neuer Begriff in der IT. Wie haben sich HCI-Lösungen seit Marktantritt verändert?

Matthias Barre: Seitens der Hardware erlauben heutige HCI-Lösungen vielfältige Konfigurations- und Kombinationsmöglichkeiten. Damit können Unternehmen die Lösungen für jeden Anwendungsfall nutzen. Ein Beispiel sind die HCI-Nodes des Herstellers Dell Technologies: Diese sind für unterschiedlichste Szenarien anwendbar. Egal, ob Firmen besondere CPU und Memory-Konfigurationen für DevOps-Ansätze, GPU-Power für KI-Anwendungen oder große Speichermengen benötigen. Heutige HCI-Systeme sind sogar in der Lage, den bereitgestellen Speicherplatz außerhalb des Clusters nutzbar zu machen. Somit können Tier 3-Rechenzentren ergänzt und später reibungslos abgelöst werden.

Bei Markteintritt boten HCI-Lösungen diese Vielseitigkeit noch nicht. Damals waren die HCI-Systeme sehr restriktiv und nur bedingt variabel gestaltet.

CANCOM.info: Warum sollten Unternehmen jetzt auf eine HCI-Lösung umsteigen?

Matthias Barre: Ein Umstieg ist für Unternehmen besonders dann sinnvoll, wenn moderne Applikationen vor einer Infrastruktur-Erneuerung stehen – wie Kubernetes Cluster, SAP HANA oder VDI-Umgebungen. Mit HCI wird nicht nur die Hardware und Software auf den aktuellen Stand gebracht, sondern das komplette Betriebsmodell modernisiert. Damit erhalten IT-Fachabteilungen großen Freiraum, um eigene Services weiterzuentwickeln. Gleichzeitig müssen sie weniger Zeit mit der Pflege und Wartung der IT-Infrastruktur aufwenden.

Zusätzlich eignen sich HCI-Umgebungen nicht nur als Private Cloud-Plattform, sondern bieten auch nahtlose Konnektivität in Richtung verschiedener Public Cloud-Anbieter. An dieser Stelle haben VMware-basierende HCI-Lösungen, wie zum Beispiel Dell Technologies VxRail, klare Vorteile gegenüber proprietären Lösungen – also Software und Hardware, die auf herstellerspezifischen Standards beruhen. Beispielsweise liefert Dell Technologies VxRail in Verbindung mit VCF (VMware Cloud Foundation) einen der einfachsten Wege zur Hybrid Cloud. Diese Freiheit von VxRail nutzen viele unserer Kunden schon heute und auch VCF gewinnt deutlich an Zuspruch.

CANCOM.info: Wie können Unternehmen eine HCI-Lösung in die bestehende IT-Umgebung integrieren?

Matthias Barre: Wenn sich ein Kunde für die Einführung einer HCI-Plattform entscheidet, geschieht dies in der Regel mit dem Ziel, die IT-Infrastruktur zu vereinfachen und sich auf die eigene Weiterentwicklung vorhandener oder neuer IT-Services zu konzentrieren, beziehungsweise, Applikationen auf einer für sie optimierten Plattform bereitzustellen und zu betreiben.

Damit die Einführung gelingt, müssen Unternehmen das Thema ganzheitlich angehen. Von der Analyse der Workloads und Machbarkeitsprüfung, über das Design, die Implementierung bis zum Betrieb des HCI-Systems. Mit den CANCOM End-to-End-Services können wir Unternehmen bei all diesen Punkten unterstützen. Abgerundet wird unser Angebot durch intelligente Lösungen der CANCOM Financial Services, um zum Beispiel eine HCI-Lösung nach realer Nutzung, ähnlich einem Cloud Konsumption Modells, abzurechnen.

CANCOM.info: Sie haben die CANCOM End to End-Services angesprochen. Was zeichnet diese aus?

Matthias Barre: Das Angebot von CANCOM erlaubt es Unternehmen, ohne Risiko und sofort eine neue HCI-Plattform in Betrieb zu nehmen und ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Unternehmen aus unserem Kundenkreis möchten sich nicht mehr mit der Hardware- oder Software-Infrastruktur auseinandersetzen. Sie ist zwar die Basis, muss aber einfach funktionieren.

Ich vergleiche das gerne mit meinem eigenen „Client-Device“. Durch unseren CANCOM-eigenen Cloud Workplace AHP ist das Endgerät irrelevant und ich kann meine IT-Services einfach nur konsumieren. HCI und CANCOM End to End Services ermöglichen dies in eben dieser Art und Weise. Und bei Bedarf auch noch in einem attraktiven Konsumption-Modell.

CANCOM.info: Wie Sie vorhin erwähnt haben, bietet die HCI-Lösung Dell Technologies VxRail klare Vorteile gegenüber proprietären Systemen. Wieso sollten Unternehmen auf diese Lösung setzen?

Matthias Barre: Was ich an Dell Technologies VxRail spannend finde, ist die extrem gute Integration des Software Defined Stacks sowie des breiten und flexiblen Angebots an Hardware-Plattformen – das zudem mit dem ganzheitlichen Servicemodell gekoppelt ist. Ein weiterer Vorteil ist die nahtlose Implementierung in die bestehende IT-Umgebung – sofern Unternehmen auf VMware setzen, was die meisten unserer Kunden aktuell tun. Auch das Management ist für VMware erfahrene Administratoren kinderleicht.

Komplettiert wird die Lösung durch ein vollständiges Portfolio an Netzwerk-Komponenten. Diese ermöglichen ein durchgängiges Servicekonzept – welches das HCI-eigene Lifecycle Management zur Wartung und Aktualisierung von Firmware und Software ergänzt.

Hier können Sie sich zu HCI und weiteren Data Center-Lösungen beraten lassen.

Hintergrund zum Experten

Matthias Barre im Interview zum Thema Hyper Converged Infrastructure

Bild: © CANCOM

Als Senior Manager Solution Sales bei CANCOM beschäftigt sich Matthias Barre täglich mit Themen wie Data Center, Security oder Cloud Computing. Dabei gehört das technische Consulting für die Bereiche Server, Storage, Backup und Virtualisierung zu seinen zentralen Aufgaben.

Unter anderem berät er Unternehmen, wie sie eine Hyper Converged Infrastructure in ihre IT-Umgebung implementieren können.

Quelle Titelbild: © Gorodenkoff/stock.adobe.com

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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