28. Februar 2020 | pArtikel drucken | kKommentieren

Reboot Work: Müssen wir Arbeit neu denken?

Sie finden keine guten Fachkräfte mehr – oder nur sehr schwierig? Spüren Sie den zunehmenden Wettbewerbsdruck und brauchen effizientere Prozesse und kreativere Ideen? Wollen oder müssen Sie CO² einsparen? Dann hat CANCOM.info hier vielleicht die Lösung für Sie.

„SAP hat so viel für die Mitarbeiterzufriedenheit in petto, dass HR-Chef Cawa Younosi seinen Bereich augenzwinkernd als ‚Eventagentur mit angeschlossener Personalabteilung‘ bezeichnet“, schrieb Ingo Rentz, Redakteur beim Marketing-Branchenmagazin Horizont, vor wenigen Tagen auf LinkedIn. Auf dem zugehörigen Bild ist ein Präsentations-Chart mit verschieden großen Kreisen zu sehen. Darunter klassische Benefits wie kostenloses Mittagessen, E-Bike Leasing und Firmenwagen-Flat, aber auch Kennzeichnungen mit Jobsharing, Pflegecoaching und Fellowships. Was man vergeblich sucht – und sich maximal hinter dem verhältnismäßig kleinen Kreis „MobiLife“ verbergen könnte – sind typische Elemente der viel beschworenen digitalen Arbeitsplätze, die die Grundlage für räumlich und zeitlich flexibles Arbeiten bilden.

Spielen diese sog. Digital Workspaces etwa doch keine so große Rolle für kreative, nachhaltige und effiziente Arbeitsprozesse, für die Zufriedenheit der Mitarbeiter und beim Kampf um die besten Fachkräfte? Das Gegenteil ist der Fall: Bei modernen und erfolgreichen Unternehmen wie SAP sind Digital Workspaces bereits Standard. Und genau das erhöht den Druck enorm, insbesondere auf mittelständische Unternehmen: Wie können auch sie in punkto Effizienz, Kreativität, Nachhaltigkeit und beim War for Talents mithalten und dabei gleichzeitig höchste IT-Sicherheitsstandards zu realistischen Kosten gewährleisten?

Wir brauchen ein Umdenken

Bevor diese Frage beantwortet wird, noch einmal einen Schritt zurück. Und zwar zu einem Thema, dem sich nicht nur einzelne Unternehmen, sondern gesamte Wirtschaftszweige, die Politik und sogar die ganze Gesellschaft stellen müssen: Wie reagieren wir im Kontext von Arbeit auf die Herausforderungen unserer Zeit –  also fortschreitende Digitalisierung, zunehmender Wettbewerbsdruck, bedrohlicher Klimawandel, demografische Entwicklung etc.? Die Digitalisierung führt zur Disruption von Geschäftsmodellen etablierter Unternehmen und teilweise ganzer Branchen.

Arbeitsplätze drohen – so scheint es zumindest – wegzufallen, aber ganz sicher werden einzelne Berufsprofile obsolet. Der Wettbewerb verschärft sich nicht nur durch neue Marktteilnehmer aus anderen Ländern, sondern auch durch neue Marktteilnehmer mit ganz neuen (technologischen) Ansätzen. Der Klimawandel zwingt uns zum Überdenken unseres Ressourceneinsatzes, unserer Produktionsketten und unseres Reiseverhaltens. Die demografische Entwicklung sorgt bereits heute in bestimmten Wirtschaftszweigen zu einem beängstigenden und teuren Fachkräftemangel. Auch wenn das jetzt alles sehr plakativ klingt, steht eines außer Frage: Wir brauchen ein Umdenken. Zum Beispiel, indem wir Arbeiten neu denken – sozusagen das System Arbeit mental rebooten.

Digitalisierung: Segen statt Fluch

Ein wichtiger Lösungsansatz scheint in einer der Herausforderungen selbst zu stecken: Digitalisierung. Schließlich haben nicht nur die Herausforderungen zugenommen, sondern auch die Möglichkeiten. Und bezogen auf die Digitalisierung können wir sogar von einem exponentiellen Wachstum der Möglichkeiten sprechen.

Deshalb soll zunächst ein kurzer Blick darauf geworfen werden, wie uns die Digitalisierung und ein damit verbundenes neues Verständnis von Arbeit bei der Bewältigung dieser großen Herausforderungen helfen kann. Und anschließend sollen Antworten auf die Eingangsfrage gefunden werden, was mittelständische Unternehmen tun können und sollten, um ihren Erfolg auch langfristig zu sichern.

Digitalisierung: Mehr Segen als Fluch

Bild: © Nmedia/stock.adobe.com

Zunehmende Digitalisierung

Lösen wir uns zunächst vor der Angst vor der Digitalisierung und den Schreckensbildern von insolventen Traditionsunternehmen und drohender Massenarbeitslosigkeit. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) haben die Wirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Jahr 2018 untersucht. Dabei sind sie zu folgendem Ergebnis gekommen: Vergleichen wir eine im Jahr 2035 vollständig digitalisierte Arbeitswelt mit einer Welt, in der sich der technische Fortschritt bis zum Jahr 2035 am bisherigen Entwicklungspfad orientiert, sehen wir, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Gesamtniveau der Beschäftigung sehr gering ausfallen.

Das bestätigt auch Martin Müller, Volkswirt der KfW Bankengruppe in einer im März 2019 veröffentlichten Studie: „Obwohl die Digitalisierung in den letzten drei Jahrzehnten weit vorangeschritten ist, steigt die Erwerbstätigkeit von Rekord zu Rekord. Studien von renommierten Forschungsinstituten schätzen, dass zwar mehr als ein Zehntel der heutigen Arbeitsplätze in den nächsten 20 Jahren durch Automatisierung wegfallen könnte, jedoch könnten noch mehr neue geschaffen werden.“ Unternehmen sind also nicht per se zum Scheitern verurteilt, bedroht werden sie beispielsweise durch schlechte Managemententscheidungen. Polen wir unsere Köpfe um und sehen Digitalisierung doch mal unvoreingenommen als unternehmerische Chance, statt als Bedrohung.

Steigender Wettbewerbsdruck

Um in einer globalisierten Welt und im Vergleich zu den erstarkenden Volkswirtschaften der Schwellenländer konkurrenzfähig und erfolgreich zu bleiben, müssen deutsche Unternehmen an ihrer Effizienz und gleichzeitig an ihrer eigenen kreativen Schaffenskraft arbeiten. Investitionen in moderne Hard- und Software und gleichzeitig in die Schulung der Mitarbeiter sind dafür nötig. In gewisser Weise auch ein Unternehmenskulturwandel hin zu offenerem Wissenstransfer, weniger Silo-Denken und mehr abteilungs- und hierarchieübergreifender Kollaboration.

Bedrohlicher Klimawandel

Kein Thema hat die Menschen in den letzten Jahren so sehr beschäftigt wie die Sorge über die Auswirkungen des Klimawandels. Insofern überrascht es wenig, als Nachhaltigkeit mittlerweile in vielen Branchen als wichtiger Erfolgsfaktor gesehen wird. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Gesellschaft, der Finanzwirtschaft, der Kunden und der (potentiellen) Mitarbeiter an die Unternehmen, ihr Handeln auf allen Ebenen an diese Bedrohung anzupassen. Nun kann man nicht jedes Geschäftsmodell so einfach von heute auf morgen verändern. Aber dieDigitalisierung bietet heute schon Lösungsansätze, die zum Beispiel weniger Geschäftsreisen nötig machen.

Demografische Entwicklung

Laut Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sahen sich 2019 bereits 352 von 801 Berufsgattungen mit Fachkräfteengpässen konfrontiert. „Viele Unternehmen sind bereits akut von dem Mangel an Fachkräften betroffen: Mehr als 50 Prozent der Unternehmen sehen darin die größte Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung. Der Fachkräftemangel als Entwicklungshemmnis ist aus Sicht der Unternehmen merklich angestiegen – 2010 waren es noch 16 Prozent, die den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko einstuften“, heißt es in dem zugehörigen Dossier des Ministeriums. Gleichzeitig erwarten die Nachwuchsfachkräfte flexible Arbeitszeiten und -orte und ein vernetztes Arbeiten – so wie sie es aus ihrem Privatleben kennen.

Die Basis von New Work

Wie sieht nun ein empfehlenswerter Ansatz für mittelständische Unternehmen aus, um schnell und wirkungsvoll auf diese Herausforderungen zu reagieren beziehungsweise in punkto Effizienz, Kreativität, Nachhaltigkeit und Fachkräfteattraktivität mit den großen Konzernen mitzuhalten? Eine mögliche Antwort: Investments in die eigene Digitalisierung und zwar insbesondere in die Realisierung des digitalen Arbeitsplatzes und damit moderner Arbeitskonzepte, die auch unter den Schlagworten New Work oder Arbeit 4.0 zusammengefasst werden.

„Die Digitalisierung ist der Treiber von New Work. Digitale Technologien ermöglichen mobiles und selbstbestimmtes Arbeiten, ohne an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein“, bestätigt der Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Digitalverband hatte im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Herbst 2019 herausgefunden, dass sich jeder zweite Berufstätige Vertrauensarbeitszeit und ein Recht auf Homeoffice wünscht.

Digitale Arbeitsplätze als Lösungsansatz

Digital Workspaces sind jedoch mehr als nur das Stellen eines Laptops oder Smartphones und die Erlaubnis, mal einen Tag im Homeoffice zu verbringen. Richtig umgesetzt, ermöglicht ein digitaler Arbeitsplatz Mitarbeitern den sicheren Zugriff auf alle relevanten Unternehmensapplikationen und -daten – egal, wo diese sich gerade aufhalten oder welche Devices sie dafür nutzen. Das bedeutet mehr Arbeitsflexibilität in Ort und Zeit – genau das, was sich gute Fachkräfte wünschen.

Verschiedene Untersuchungen belegen zudem, dass die Einführung digitaler Arbeitsplätze zu teils erheblichen Produktivitätssteigerungen führen kann. Digital Workspaces sind außerdem die Grundvoraussetzung, um zum Beispiel ortsunabhängig kollaborieren und so das Potenzial des hierarchie-, abteilungs- und standortübergreifenden Arbeitens heben zu können. Zu guter Letzt können digitale Arbeitsplätze signifikant zur Verbesserung der CO²-Bilanz des Unternehmens beitragen, da weniger Geschäftsreisen nötig sind oder für Mitarbeiter im Homeoffice die Fahrt zur Arbeit entfällt.

Wenn guter Rat nicht teuer ist

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Umso wichtiger erscheint zunächst eine gute Strategie. Bei der Wahl des richtigen Partners, lohnt der Blick auf die jüngste Anbieter-Studie ISG Provider Lens Germany 2019/2020: Digital Workplace of the Future des Marktforschungsinstituts ISG Research. Diese zeichnet den IT-Konzern CANCOM als Leader aus und empfiehlt ihn als Digital Workplace Consulting Services Dienstleister speziell für mittelständische Unternehmen (CANCOM.info berichtete).

CANCOM biete umfassenden Support, um Arbeitsplatzstrategien sowie eine ganzheitliche IT-Architektur zu konzeptionieren, heißt es unter anderem in der Begründung. Aber nicht nur das. Die ISG Analysten vergaben CANCOM auch den Leader-Status für den Bereich Managed Services, also zum Beispiel die Architekturintegration für virtuelle Desktops und Sicherheits- oder Mobilitätslösungen.

Unternehmen können also die moderne Gestaltung der Arbeitsplätze und deren komplettes Handling in die Hände des IT-Konzerns legen: von der Analyse, über die Strategieentwicklung bis hin zur Installation der cloudbasierten Arbeitsplätze, dem Customer Support und der Instandhaltung. Das sorgt für transparente und planbare Kosten. Hard- und Software werden regelmäßig aktualisiert und sind immer auf dem aktuellen Stand. Und während die CANCOM Spezialisten im Rechenzentrum für die Sicherheit von personenbezogenen und unternehmenskritischen Daten sorgen, können die Mitarbeiter des Unternehmens alle Vorzüge der digitalen Arbeitsplätze genießen.

Den digitalen Arbeitsplatz live erleben

Unternehmen, die sich Vorzeigekonzerne wie SAP zum Vorbild nehmen und innerhalb ihrer Branche einen Leaderstatus beanspruchen, sollten sich mit dem Thema Digital Workspaces dringend näher auseinandersetzen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 18. und 19. März 2020 im Rahmen der INSPERIENCE Expo & Conference in München. Auf dem Pre-Event-Tag am 18. März 2020 ist der digitale Arbeitsplatz ein Fokusthema.

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Quelle Titelbild: © Kaspars Grinvalds/stock.adobe.com

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