14. Juli 2020 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

Drei Gründe für die Hybrid Cloud

Wer die Chancen der Digitalisierung wahrnehmen und gleichzeitig die Kosten seiner IT-Infrastruktur senken will, setzt auf Cloud Computing. Dabei sind gerade hybride Cloud-Lösungen bei Unternehmen beliebt.

Cloud Computing ist in der heutigen IT nicht mehr wegzudenken: Laut aktuellem Cloud-Monitor 2020 von Bitkom und KPMG nutzen immer mehr Firmen Cloud-Technologie in ihrem Betrieb (CANCOM.info berichtete).

Dabei müssen sich Unternehmen als erstes fragen, welches Cloud-Modell ihren Anforderungen am ehesten entspricht: Public oder Private? Das Problem: In den meisten Fällen lassen sich die bestehenden Erfordernisse nicht erfüllen, wenn nur auf eines der beiden Modelle gesetzt wird. Die Lösung lautet Hybrid Cloud.

Was ist die Hybrid Cloud?

Normalerweise besteht eine Hybrid Cloud aus einer Private Cloud, die um eine Public Cloud ergänzt wird. Mittlerweile ist der Begriff heute weiter gefasst, sodass in der Hybrid Cloud unterschiedliche Cloud-Technologien mit Services von diversen Dienstleistern und unternehmensinterner IT kombiniert werden. Und die Bedeutung der Hybrid Cloud im Unternehmensumfeld nimmt stetig zu.

So hat die Studie „Enterprise Index Cloud Index 2019“ von Nutanix ergeben, dass 85 Prozent der Unternehmen die Hybrid Cloud als ideales IT-Betriebsmodell bezeichnen – unter anderem wegen den Faktoren Sicherheit und Flexibilität. Entsprechend würden Firmen ihre Investitionen stark in Richtung Hybrid Cloud-Architekturen verschieben. Mehr als jeder zweite Betrieb gibt in der Studie an, die Hybrid Cloud in den nächsten 3 bis 5 Jahren einführen oder betreiben zu wollen.

Tatsächlich können Unternehmen mit hybriden Coud-Lösungen vielfältige Anforderungen erfüllen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Dazu zählen eine höhere Agilität und Effizienz sowie die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Richtlinien.

Konkret bieten Hybrid Cloud-Lösungen folgende Vorteile:

1. Hybrid Clouds sind flexibel und skalierbar

Reine Private Clouds sind nicht besonders flexibel, wenn es um das Aufstocken der Rechenleistung geht. Steigt der Bedarf nach Ressourcen, braucht es zusätzliche Hardware. Public Cloud-Dienste von Anbietern wie Google, Microsoft, Amazon Web Services (AWS) oder Alibaba – die kürzlich das Ziel verkündet haben, bis 2023 der weltweit führende Cloud-Service-Anbieter zu werden – sind dagegen deutlich schneller skalierbar. Wie aus einer aktuellen Studie von Canalys hervorgeht, sind gerade diese vier Anbieter bei Public Cloud Services führend: So wurden demnach im vierten Quartal 2019 über 60 Prozent aller weltweit in diesem Bereich getätigten Investitionen in die Google Cloud, Microsoft Azure, AWS und die Alibaba Cloud getätigt.

Ein wesentlicher Vorteil der Hybrid Cloud besteht in der Möglichkeit, die Rechenleistung der hauseigenen IT immer dann mit der Public Cloud zu erweitern, wenn Bedarf besteht und die Kapazitäten im Cloud-Speicher nicht mehr ausreichen. So können Lastspitzen im System abgefangen und flexibel gehandhabt werden.

2. Optimal geeignet für On-Premises-Lösungen mit kostenintensiven Anforderungen

Die Firmen-IT ist bei vielen Unternehmen häufig zu langsam, um schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren und einen Kurswechsel vorzunehmen. Häufig ist das auch mit hohen Kosten verbunden.

Im hybriden Modell lässt sich die Public Cloud optimal mit dem lokalen Data Center verknüpfen. Beispielsweise werden sensible Daten im heimischen Rechenzentrum gespeichert, während Transaktionen mit großen, unkritischen Datenmengen (Big Data) über eine Public Cloud-Anbindung vorgenommen werden.

3. Hybrid Cloud vereint Vorteile der Private und Public Cloud

In einer Private Cloud sind die Ressourcen und Netze von anderen Nutzern komplett abgetrennt und in der Regel durch eine Firewall geschützt. Somit ist eine größere Sicherheit und eine bessere Kontrolle der Daten im Cloud-Speicher gewährleistet. Eine Public Cloud kann IT-Dienste nach Bedarf bereitstellen, ohne dass man stark in Hardware und Infrastruktur investieren muss. Außerdem können die Cloud-Ressourcen auf mehrere Rechenzentren verteilt werden, um einem möglichen Datenverlust vorzubeugen.

Entscheiden sich Unternehmen also für die Implementierung einer Hybrid Cloud, profitieren sie von den Vorteilen aus beiden IT-Welten.

Fazit

Die Hybrid Cloud bietet viele Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen. Sie zielt darauf ab, unternehmenseigene IT-Ressourcen mit Services externer Dienstleister zu verbinden. Gerade bei KMUs reicht die vorhandene IT-Infrastruktur oft nicht aus, um komplexere Anforderungen zu erfüllen. Deshalb bietet CANCOM als sogenannter „Leading Digital Transformation Partner“ neben den Cloud-Lösungen auch die zugehörigen Dienstleistungen an. Die Leistungen von CANCOM reichen dabei von der Beratung und Implementierung der Cloud-Technologie bis zur Unterstützung im fortlaufenden Betrieb.

Beispiele für CANCOM Services in diesem Umfeld sind Backup as a Service sowie Storage as a Service. Beide Services tragen maßgeblich dazu bei, dass Unternehmen in Zeiten von Remote Work ihre Geschäftstätigkeit bewahren können. Während Backup as a Service die businesskritischen Daten entweder in der Public Cloud oder im lokalen Data Center sichert, liefert Storage as a Service flexibel die nötigen Storage-Ressourcen, um Projekte sofort umsetzen zu können. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Quelle Titelbild: ©LinkedIn Sales Navigator/unsplash.com

Hier schreibt Patrick Füngerlings für Sie

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