15. Juli 2021 | pArtikel drucken | kKommentieren

Datenverarbeitung in Hochgeschwindigkeit mit High Performance Computing

Dass Daten für den künftigen Geschäftserfolg eine wesentliche Rolle spielen, ist allgemein bekannt. Dennoch haben viele Unternehmen bis heute Probleme, den Wert ihrer Daten auszuschöpfen. Inwiefern High Performance Computing hier unterstützen kann, erfahren Sie im Beitrag. 

Die Datenmengen wachsen stetig  – und sie wachsen in einem Ausmaß, dass Unternehmen langsam den Überblick verlieren. Dieses Bild zeichnet die aktuelle IDC-Studie „Data Driven Intelligence“ (CANCOM.info berichtete). Konkret würde die Datenmenge bei jedem dritten Unternehmen pro Jahr zwischen 31 und 60 Prozent steigen. Angesichts dieser Situation seien Firmen mit der Aufgabe größtenteils überfordert, den größten Mehrwert aus ihren Daten zu ziehen.

Für die künftige Wettbewerbsfähigkeit ist das gefährlich. Wie die Studienautoren betonen, müssen Unternehmen das enorme geschäftliche Potenzial ihrer Daten nutzen, um nicht abgehängt zu werden. Und dafür sei es nötig, die Daten betriebsübergreifend zu integrieren, zu verwalten und zu analysieren.

Verarbeitung riesiger Datenmengen mit High Performance Computing

Genau hier kommt das sogenannte High Performance Computing (HPC) ins Spiel: Darunter versteht man Technologien und Verfahren, die eine deutlich höhere Performance wie herkömmliche Desktop- oder Server-Lösungen aufweisen – sodass sie auch komplexe und anspruchsvolle Aufgaben wie die Analyse großer Datenmengen in kürzester Zeit erledigen können. Dafür werden die Rechenleistung mehrerer Systeme aggregiert sowie die Bearbeitung der Daten parallelisiert. Alle HPC-Lösungen bestehen aus drei Hauptkomponenten: Server, Storage und Netzwerk.

Zu den bekanntesten Vertretern von HPC-Lösungen zählen Supercomputer. Einige davon schaffen über 1 Billiarde Berechnungen pro Sekunde. Zwingend nötig sind Supercomputer für High Performance Computing jedoch nicht – selbst wenn sie die mit Abstand höchste Performance erzielen. So ist es beispielsweise auch möglich, mehrere „klassische“ Rechner in einem Cluster zu vereinen: Diese fungieren fortan als „ein System“ und kombinieren ihre Rechenpower, um etwa die Datenverarbeitung gemeinsam anzugehen. Die Bereitstellung eines solchen Clusters ist sowohl On Premise als auch in der Cloud möglich.

Wie ein Artikel der Computerwoche beschreibt, war High Performance Computing ursprünglich darauf ausgerichtet, Wissenschaftlern bei komplexen mathematischen Berechnungen zu unterstützen. Inzwischen sei der Einsatz von HPC deutlich breitgefächerter. Denn angesichts der enormen Datenmengen würden immer mehr Firmen jeder Größenordnung und Branche das Thema High Performance Computing für sich entdecken.

Markt für High Performance Computing wächst

Dieser Trend spiegelt sich in den aktuellen Markzahlen wider. Laut dem Marktforschungsinstitut „MarketsandMarkets“ wird der globale HPC-Markt von 37,8 Milliarden US-Dollar in 2020 auf 49,4 Milliarden US-Dollar in 2025 ansteigen. Dabei liege das durchschnittliche jährliche Wachstum bei über 5 Prozent.

Als wesentliche Treiber für diese Entwicklung bewerten die Analysten unter anderem den steigenden Bedarf einer zuverlässigen und schnellen Datenverarbeitung sowie die Möglichkeit, HPC-Lösungen über die Cloud auszuführen. Gerade Cloud Computing berge enorme Chancen für das künftige Wachstum des HPC-Markts: Indem Cloud Service Provider dazu übergingen, schlüsselfertige HPC-Lösungen anzubieten, werde der Bereich High Performance Computing auch für mittelständische Unternehmen hochrelevant. So würde der Einsatz von Cloud-Technologie die Kosten erheblich reduzieren, die für die Implementierung und Nutzung solcher Lösungen anfallen.

Das bietet AMD für den HPC-Bereich

Damit Firmen HPC-Lösungen praktisch einführen können, steuern verschiedene Hersteller entsprechende Komponenten bei. Ein solcher Hersteller ist unter anderem AMD: So hat der IT-Konzern sowohl für den CPU- als auch GPU-Bereich Lösungen im Portfolio, die speziell auf High Performance Computing zugeschnitten sind.

  • CPU: Wie AMD betont, zeichnen sich gerade die neuen AMD EPYC™ 7003-Serie Prozessoren durch eine enorme Rechenleistung aus – bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Dadurch könnten Unternehmen HPC-Workloads schnell ausführen. Zudem würden die Prozessoren effizient arbeiten und so verhältnismäßig wenig Energie verbrauchen. Wer noch mehr Performance benötige, könne die Prozessoren indes von 8 auf bis zu 64 Kerne hochskalieren. Verbaut sind AMD EPYC™ Prozessoren unter anderem in Server-Lösungen von Fujitsu, Lenovo, Dell oder HPE.
  • GPU: Die AMD Instinct™ MI100 GPU ist laut Hersteller eine der schnellsten Grafikprozessoren für High Performance Computing. Die GPU ermögliche vor allem in Bereichen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning eine hervorragende Performance. Konkrete Anwendungsbereiche im HPC-Umfeld seien etwa Forschung, Simulationstechnik und aufwendige Grafikberechnungen.

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Quelle Titelbild: © Gorodenkoff/stock.adobe.com 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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