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Software Freedom Day: Open Source wird zum strategischen Erfolgsfaktor

Open Source ist längst mehr als eine Alternative zu proprietärer Software. Rund um den Software Freedom Day am 19. September zeigt sich, dass offene Technologien für Unternehmen zunehmend zu einem strategischen Instrument werden – für Innovation, digitale Souveränität und den Einsatz von AI.

23. September 2026

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Bild: © Daniil Komov/pexels.com

Im Zuge des Software Freedom Day richtet sich der Blick auf eine Technologie, die längst fester Bestandteil moderner IT-Strategien geworden ist: Open Source. Wie bedeutend offene Software heute für Innovation, Resilienz und digitale Souveränität ist, hat zuletzt das Bitkom Forum Open Source 2026 in Erfurt gezeigt. Unter dem Motto „Open Source – Open Values“ diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung darüber, wie offene Technologien zu mehr Innovationskraft, Sicherheit und digitaler Unabhängigkeit beitragen können. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie digitale Souveränität, sichere Software-Lieferketten, Governance und Compliance sowie die Rollen von Open Source im AI-Zeitalter.

Der Tenor der Veranstaltung: Open Source ist heute weit mehr als ein Entwicklungsmodell. Vielmehr fördern offene Ökosysteme Innovation über Organisations- und Ländergrenzen hinweg, stärken Interoperabilität und helfen Unternehmen dabei, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Dass das Thema längst in der Breite der Wirtschaft angekommen ist, verdeutlicht auch der Open Source Monitor, den Bitkom alle zwei Jahre veröffentlicht. Laut der aktuellen Ausgabe 2025 setzen 73 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland entsprechende Software ein.

Zwischen Innovation und Unabhängigkeit

Wie es weiter heißt, betrachten Organisationen Open Source längst nicht mehr ausschließlich unter finanziellen Aspekten. Zwar nennen 26 Prozent der befragten Unternehmen mögliche Kosteneinsparungen als großen Vorteil. Für 19 Prozent stehe jedoch der Zugriff auf den Quellcode an erster Stelle. Dieser ermöglicht es Unternehmen unter anderem, Software individuell anzupassen und selbst auf mögliche Sicherheitslücken zu prüfen.  

Auch im Hinblick auf digitale Souveränität misst die Studie quelloffener Software eine wichtige Rolle bei: Fast 75 Prozent der Unternehmen halten sie für ein geeignetes Mittel, um die digitale Souveränität zu stärken. 60 Prozent sprechen sich angesichts der geopolitischen Lage zudem für höhere staatliche Investitionen in Open Source aus.

Über die Themen digitale Souveränität und Open Source – und wie sie miteinander zusammenhängen – haben wir uns kürzlich auch in der CANCOM.info-Redaktion ausgetauscht. Dabei haben wir unter anderem darüber gesprochen:

  • Wieso Open Source-Software für die digitale Souveränität eine zentrale Rolle spielt,
  • weshalb Open Source trotzdem nicht automatisch sicher ist,
  • welche Risiken drohen, wenn Unternehmen die digitale Souveränität ignorieren.

Hier können Sie unser Gespräch in voller Länge ansehen:

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Video: © CANCOM/vimeo.com

Herausforderungen bleiben bestehen

Neben den Chancen benennt der Open Source Monitor von Bitkom auch konkrete Hürden beim Einsatz von Open Source-Software. Diese sind demnach vor allem fehlende Fachkräfte, eine unklare Gewährleistungssituation und rechtliche Unsicherheiten bei Lizensierungsverpflichtungen.  

Dass Governance und Compliance für die professionelle Nutzung eine wichtige Rolle spielen, spiegelte sich auch im Programm des Bitkom Forum Open Source 2026 wider. Eigene Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit Software-Compliance, sicheren Lieferketten, Software Bills of Materials und der Konformität mit dem Cyber Resilience Act. Darüber hinaus wurden praktische Erfahrungen mit Governance-Strukturen für Open Source-Software vorgestellt.  

Offenheit braucht Strategie

Open Source ist in deutschen Unternehmen zunehmend strategisch verankert. Das wird im Open Source Monitor betont: Demnach verfügen 37 Prozent der befragten Unternehmen mittlerweile über eine eigene Open Source-Strategie. Im Jahr 2023 habe der Anteil noch bei 32 Prozent gelegen. Zudem erwarten 42 Prozent, dass die Bedeutung quelloffener Software im eigenen Unternehmen künftig steigen wird. 

Gleiches stellte das Bitkom Forum in den Mittelpunkt. Diskutiert wurde, wie sich Offenheit in konkreten Strategien übersetzen lässt – dabei wurde Open Source nicht nur als Entwicklungsmodell eingeordnet, sondern als verbindender Treiber hinsichtlich Offenheit, Transparenz, Partizipation und gemeinschaftlicher Wertschöpfung.  

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