9. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

CES: Endlich fahren wie Knight Rider

Deutsche Automarken wie Mercedes, Audi und BMW präsentieren auf der Elektronikmesse CES 2015 in Las Vegas ihre neusten Entwicklungen. Der Mercedes F015 sieht dabei nicht nur aus, als käme er aus der Zukunft. Futuristisch ist auch, was die IT hier leistet: Das Auto wird zum autonomen, umweltfreundlichen und smarten Roboter.

Unseren Neid weckte David Hasselhof in der Serie Knight Rider vor allem wegen K.I.T.T., seinem sprechenden, denkenden und selbst fahrenden Sportwagen. Heute sind die Special Effects Realität. CANCOM.info stellt Ihnen vor, mit welchen Innovationen die deutsche Fahrzeugindustrie auf der CES Anfang Januar 2015 in Las Vegas begeistert.

Hight-Tech Design

Bei Daimler klingt schon das Design nach High-Tech. „Smart Body Structure“ heißt das Konzept aus einer ultraleichten Carbon-Aluminum-Kombination. Trotzdem sind die Mitfahrer geschützt, denn in den hochgezogenen Fenstern der silbernen Silhouette verbirgt sich die Airbag-Technologie.

Quelle: Daimler.com

Wenn die Zeit für Privatsphäre immer knapper wird, bietet das Auto den Rückzugsort. Quelle: Daimler.com

Konferenzraum on-the-road

Die Türen öffnen sich im 90 Grad-Winkel, sehen aus wie Saloon-Doors, die Sitze sind Loungesesseln nachempfunden und bringen sich in Position, um den Passagieren den komfortablen Einstieg zu ermöglichen. Ist das Fahrzeug im Selbstfahrmodus, drehen sich die Sitze so, dass alle vier Mitfahrer sich gegenüber sitzen können. Die Reisezeit lässt sich in Zukunft also nicht mehr nur dazu nutzen, über die Freisprechanlage Telefongespräche zu führen. Vielmehr können Sie Ihre Meetings persönlich im Auto abhalten.

Autonomes Fahren

audi-mediaservices.com

Fahrerassistenzsysteme setzt beispielsweise der neue Audi Q7 ein. Quelle: audi-mediaservices.com

Nachdem selbstständiges Einparken kaum mehr Neuigkeitscharakter hat, hat auch von selbstfahrenden Fahrzeugen heute fast jeder schon einmal gehört – spätestens nachdem Google im Mai 2014 seinen Fahrzeugentwurf vorgestellt hat. CANCOM.info berichtete. Mit dem besagten Modell legt Daimler hier jetzt nach und zeigt seine Zukunftsfähigkeit.

Auch Audi ist mit von der Partie. Der Audi A7 stellt sein Können direkt unter Beweis und fährt mit seinem „piloted driving concept“ fahrerlos von Stanford im Silicon Valley nach Las Vegas. Die Sensoren‑Daten, die sein Fahrerassistenzsteuer während der Fahrt ermittelt, können online in die Cloud übertragen, dort aufbereitet und zurück ins Fahrzeug gesendet werden. Dadurch erweitert es sein Wissen und seine Fähigkeiten permanent – es wird zum intelligenten und lernenden Auto.

Vernetzte Fahrzeuge

Durch modere IT ist in den Dingen im alltäglichen Umfeld immer mehr Technik versteckt. Sind sie untereinander verbunden, spricht man vom „Internet of Everything“. „Digitalisierung und Vernetzung auf allen Feldern sind die Megatrends der Gegenwart“, sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung von Audi. „Das Auto wird zum „mobile device“ auf vier Rädern.“

Unter dem Begriff „Audi connect“ fasst die Marke alle Anwendungen und Entwicklungen zusammen, die ihre Autos mit dem Fahrer, dem Internet, der Infrastruktur und mit anderen Fahrzeugen verbinden. Internetverbindung mit LTE, WLAN-Hotspots für mobile Geräte und Zugriff auf Musikdienste wie Napster und Updates der Navigationskarte sind mit an Bord. Das Auto der Zukunft könnte damit auch zum mobilen Büro werden.

In der Zukunftsversion von Audi connect spielen auch die sogenannten „Car‑to‑X‑Technologien“ eine große Rolle. So können sich beispielsweise Audi-Modelle mit Ampeln in der Stadt vernetzen, um schneller und effizienter durch den Verkehr zu gelangen. Eine andere Lösung ermöglicht bargeldloses Bezahlen im Parkhaus beziehungsweise am Straßenrand, eine dritte das Erkennen von Tempolimits und Gefahrenstellen und die Weitergabe entsprechender Informationen an andere Autos.

Smartphones kommunizieren mit dem Auto

Als weitere Neuheit präsentiert Audi auf der CES den Audi mobile key. Dabei bilden das Smartphone oder die Smartwatch, die hier als Zugangsgerät zum Auto dienen, eine flexible Ergänzung zum herkömmlichen Schlüssel – auch wenn der Akku leer ist.

Auch die Türen des BMW i3 können über Smartwatch und Gestensteuerung entriegelt werden. Smartwatches und Smartphones erinnern außerdem an die passende Zeit zum Aufbruch, wenn die Geräte über die Cloud mit dem sogenannten BMW-Backend (einem Programm auf dem Server) synchronisiert sind.

BMW setzt auf Details

Während Daimler und Audi groß denken, hat sich BMW an die Details gemacht – und die sind nicht weniger nützlich. Touchscreens in der Bedienkonsole gibt es und neuerdings auch „Freiraumgestensteuerung“, sodass mit einfachen Bewegungen direkt bestimmte Funktionen angesteuert werden – das macht die Bedienung komfortabler.

Tanken ohne Kabel

Bei allen hier vorgestellten Modellen handelt es sich um umweltfreundliche Elektroautos. Für die heimische Garage hat BMW eine Technologie entwickelt, die das umständliche Anstöpseln mittels Kabel ablöst. Zwischen zwei Spulen, einer im Fahrzeugboden, einer auf dem Garagenboden, überträgt ein magnetisches Wechselfeld die Energie. Der i3 ist damit in zwei Stunden aufgeladen.

Frontscheinwerfer mit Matrix Laser-Licht

press.bmwgroup.com

Die neuen Scheinwerfer von BMW sind Tagfahrlicht, Abblendlicht und Laserlicht. Quelle: press.bmwgroup.com.

Auch die Scheinwerfer werden beim BMW smart. Oberhalb von 70 km/h wird das bis zu 600 Meter weit reichende Laserlicht automatisch zum LED-Fernlicht zugeschaltet. Neben der Reichweite sind auch zusätzliche Funktionen möglich, etwa die Anzeige der Fahrzeugbreite in Engstellen oder die Anleuchtung von Menschen beziehungsweise Tieren, die sich in 100 Meter Entfernung im Dunkeln befinden. Das Speziallicht M4 Concept Iconic Light basiert auf der OLED-Technik mit 1,4 Millimeter dünnen Elementen.

Noch vieles mehr ist möglich, wie die Hersteller auf der Messe zeigen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass vor allem die IT die Innovation auf dem Fahrzeugmarkt auch in den kommenden Jahren bestimmen wird.

Quelle Video: Youtube. Mercedes Benz-TV

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