23. Juli 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Cloud mit Zentrifugalkraft

Die rasant steigende Nachfrage der Anwender nach moderner und flexibler Softwarenutzung über das Internet stellt für die etablierten Anbieter traditioneller Softwarelösungen eine echte Bedrohung dar.

Zu dieser Erkenntnis kommt die neue Studie „Platform-as-a-Service – Zukunft der deutschen Software-Industrie?“, die Crisp Research im Auftrag der CANCOM-Tochter Pironet erstellt hat. „Die Cloud wirkt derzeit wie eine Zentrifugalkraft, die für Gewinner und Verlierer in der deutschen Software-Landschaft sorgt“, so Steve Janata, Senior Analyst bei Crisp Research und Autor der Studie.

Das Gros der deutschen Softwarehersteller und ISVs (Independent Software Vendor) habe es allerdings bislang versäumt, die eigene Strategie dem kommenden Cloud-Zeitalter anzupassen.

„Für die Softwarehersteller besteht die Kunst jetzt darin, Cloud Computing und die notwendigen Ressourcen sukzessive neben dem bestehenden Angebot aufzubauen, um langfristig eine Co-Existenz von klassischem Softwarelizenzgeschäft sowie einer eigenen Cloud-Sparte zu etablieren“, sagt Janata.

Laut der Studie erwarten mehr als die Hälfte der ISVs einen Cloud-Anteil am Neugeschäft von 60 Prozent für die kommenden Jahre.

Deutsche Softwarehersteller meiden US-Entwicklungsumgebungen

Zwar existieren laut den Analysten die notwendigen Technologien zum Aufbau einer Cloud-Anwendungslandschaft bereits seit einigen Jahren. Tatsächlich genutzt hätten deutsche Softwarehersteller und ISVs diese PaaS (Platform-as-a-Service)-Lösungen aus Public-Cloud-Umgebungen jedoch nur in den wenigsten Fällen.

Gründe hierfür seien vorwiegend Datenschutzbedenken, da die meisten Umgebungen in den Rechenzentren US-amerikanischer Cloud-Anbieter betrieben werden. „Seitdem Technologien wie OpenShift oder das Microsoft Azure Pack auch im Hosted-Modell von einem hiesigen Provider genutzt werden können, werden diese nun auch für deutsche ISVs interessant“, so Janata.

Unterstützung auf dem Weg in die Cloud

Khaled Chaar

Khaled Chaar, Managing Director Business Strategy und Cloud Enabling bei Pironet.

„Die jüngsten Marktentwicklungen zeigen deutlich, dass Softwarehersteller, die an ihrem althergebrachten Softwarelizenzgeschäft festhalten und den Paradigmenwechsel hin zur Nutzung von Anwendungen aus der Cloud ignorieren, nicht zukunftsfähig sind“, weiß Khaled Chaar, Managing Director Business Strategy und Cloud Enabling bei Pironet NDH.

„Aktuell verspüren wir daher eine sehr hohe Nachfrage nach PaaS-Lösungen aus unseren deutschen Rechenzentren. Zudem haben die Softwareanbieter großen Bedarf an Beratung und Unterstützung beim Schwenk ihres Geschäftsmodells in Richtung Cloud.“

Der Cloud-Anbieter hält daher neben seiner PaaS-Entwicklungsplattform für webbasierte Applikationen, die sämtliche gängigen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen unterstützt, auch ein sogenanntes Go-to-Market Program für ISVs bereit. Dieses unterstützt Softwarehersteller bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsaktivitäten für die Wolke und reicht von der gemeinsamen Entwicklung von Business-Plänen, Service Level Agreements

Die gesamte Studie ist hier kostenlos erhältlich.

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