8. April 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Die neue Rolle der IT

Die Cloud verändert Unternehmen, erklärt Viktor Hagen, Cloud Evangelist bei Cisco in diesem Videointerview. Sie ermöglicht es einzelnen Geschäftsbereichen und Mitarbeitern, viele IT-Belange ohne die Unterstützung des IT-Teams selbst in die Hand zu nehmen. Das birgt Risiken – aber auch enorme Chancen.

Vorausschauende IT-Abteilungen müssen sich durch die Cloud nicht eingeschüchtert fühlen, sondern nutzen sie als Plattform, über die sich der Wandel vom taktischen Systemadministrator hin zum strategischen Service-Broker vollzieht.

Bislang hatten IT-Abteilungen klar definierte Aufgabenbereiche, einschließlich Systemadministration und -pflege, Einhaltung von Richtlinien und behördlichen Auflagen sowie Kostensenkung und  -kontrolle.

Viele IT-Abteilungen verfolgten dabei eine größtenteils reaktive Strategie. Erst nach Eingang eines Servicetickets wurden Probleme bearbeitet. Erst nach der Auswahl einer Serviceleistung oder Anwendung durch den entsprechenden Geschäftsbereich wurden diese konfiguriert, gesichert und verwaltet. Und auch neue Patches und Systemaktualisierungen wurden relativ spät implementiert.

Heute besteht eine andere Erwartungshaltung an die IT. Zu ihren Aufgaben gehören die Unterstützung des Unternehmenswachstums, die Steigerung von Einnahmen, Förderung von Innovationen und Optimierung der Kundenerlebnisse. Der Bring-Your-Own-Device-Trend (BYOD), Social Media und Big Data sollen zum Vorteil des Unternehmens eingesetzt werden. Geschäftsprozesse müssen optimiert und bessere Geschäftsergebnisse erzielt werden

Die Cloud löst viele Probleme

Cloud Computing ist für die meisten Unternehmen die Lösung für eine Vielzahl von Problemen. Die IT-Mitarbeiter übernehmen neue Aufgaben und sind effektiver, und die Beziehung zu den anderen Abteilungen wird neu definiert.

Denn durch die Einführung der Cloud vollzieht sich ein Wandel vom taktischen Systemadministrator hin zum Service-Broker. Die IT erstellt eine flexible Infrastruktur und ein entsprechendes Cloud-Angebot, aus dem gewählt werden kann. So lassen sich Partner, Lösungen, Modelle und Richtlinien orchestrieren und empfehlen.

Darüber hinaus treffen IT-Verantwortliche technologische Entscheidungen – und verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz sowie ein zweckorientiertes Framework und Governance-Modell. So handeln sie weniger reaktiv und taktisch, dafür mehr proaktiv und strategisch.

Kein Befehlsempfänger, sondern Partner

Die IT-Abteilung wird damit zum wichtigen Berater und einflussreichen Entscheidungsträger, sie ist kein Befehlsempfänger und reiner Problemlöser mehr. Sie kann geschäftliche Anforderungen besser vorher sagen, dadurch proaktive Empfehlungen geben und Anfragen schnell und effizient bearbeitet werden.

Damit verbessert sich auch die partnerschaftliche Beziehung zu und der Wert der IT für die Geschäftsbereiche. Dazu eine Zahl: Laut IDC werden Geschäftsbereichsleiter die IT-Budgets in einem bisher unerreichten Maße erhöhen. Zwischen 2014 und 2017 sollen sich die IT-Ausgaben von Geschäftsbereichen außerhalb der IT-Abteilung um 6 Pozent pro Jahr erhöhen.

Das entspricht einer 2,5 Mal höheren Steigerung als in den IT-Abteilungen selbst. Besonders hoch seien die Ausgaben in den Bereichen Marketing, Kundenservice und Vertrieb.

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info