27. Februar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Ein Robo-Teddy als Altenpfleger

Einen annähernd mannshohen Roboter-Bären für die Altenpflege entwickelte das japanische Forschungsinstitut Riken in Zusammenarbeit mit einem Industriepartner. Der „Robear“ kann Menschen mit starken Bewegungseinschränkungen vom Bett in einen Rollstuhl heben oder Patienten mit unsicherem Stand stützen.

Der Robo-Teddy soll dabei helfen, den auch in Japan drohenden Pflegenotstand in den Griff zu bekommen. „Wir hoffen, dass dieser Roboter Fortschritte in der Pflege bringt und die heutige Belastung von Pflegern reduziert“, betont Toshiharu Mukai, Leiter des Riken Robot Sensor Systems Research Team.

Der Roboter ist speziell darauf ausgelegt, menschlichen Pflegern beim Heben von Patienten beizustehen. Denn im Schnitt müssen Pflegekräfte laut Riken 40 Mal pro Tag einen Betreuten vom Bett in den Rollstuhl heben, was zu massiven Rückenproblemen führen kann.

Der Robo-Teddy wiegt „nur“ 140 Kilogramm

Um das Heben der Patienten möglichst sanft und effizient zu bewerkstelligen, reagieren die Stellmotoren schnell auf das Feedback der verbauten Sensoren, zu denen auch Berührungssensoren aus einem intelligenten Gummi zählen. Das stelle relativ weiche Bewegungen sicher und sorge dafür, dass der Robo-Teddy auch beim eigentlich sehr kraftaufwändigen Heben den Patienten nicht gefährdet.

Robear ist bereits die dritte Entwicklungs-Generation eines Pflegeroboters, nach dem 2009 vorgestellten „Riba“ und dem 2011 entwickelten „Riba-II“. Die Vorgänger haben allerdings nie den Sprung in den praktischen Einsatz geschafft. Ob das dem neuen Robo-Teddy, der mit nur 140 Kilogramm um fast 40 Prozent leichter ist als sein direkter Vorgänger, gelingt, bleibt abzuwarten.

Quelle Header-Bild: Riken

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