20. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Handel: online und offline am besten verzahnt

Fahrten ins Stadtzentrum werden aufgrund von Online-Bestellungen bei jedem Dritten seltener. Aber: Der stationäre Handel kann auch vom Internet profitieren. Verzahnung der Kanäle wird zur Kernaufgabe, so die Ergebnisse einer Umfrage des IFH Köln. Das gilt auch für den ITK-Handel, wie dieses Videointerview zeigt.

Vor allem der inhabergeführte mittelständische Einzelhandel muss sich laut IFH behaupten. Hier sei der Online-Handel zur größten Konkurrenz geworden. Laut der Umfrage reduzierte rund jeder dritte Verbraucher die Anzahl der Fahrten ins Stadtzentrum zugunsten des Online-Handels.

40,5 Prozent der Frauen – Kernzielgruppe vieler Händler – verzichten der Untersuchung zufolge zunehmend darauf, in die Innenstadt zu fahren und shoppen stattdessen von zu Hause aus.
Auch stationäre Händler in den Randgebieten seien von der weiteren Verbreitung des Online-Shoppings betroffen.

Rund ein Viertel der knapp 1.000 befragten Konsumenten gaben an, aufgrund des Online-Handels weniger in Möbelhäusern, Baumärkten oder sonstigen Fachmärkten zu kaufen.

Online-Käufe sind häufig Zusatzkäufe

Auf der anderen Seite kann der Online-Handel laut Umfrage aber stationären Händlern auch zu Zusatzumsätzen verhelfen, die ohne den Online-Kanal nicht realisiert worden wären. So gibt rund jeder fünfte Befragte an, trotz Online-Shopping nicht seltener in die Stadt zu fahren.

Bei den Randgebieten treffe dies sogar auf knapp jeden Vierten zu. Der Online-Kanal übernehme also auch Showroom-Funktionen für den stationären Handel: So werden – laut einer Studie des ECC Köln – rund 50 Prozent des stationären Umsatzes durch Online-Recherchen vorbereitet.

Es zeige sich einmal mehr, wie wichtig die Verknüpfung der einzelnen Vertriebskanäle ist. Vor diesem Hintergrund seien auch die Städte gefragt Rahmenbedingungen für den Handel zu schaffen und sich attraktiv zu präsentieren.

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