7. Juni 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

US-Firma entwickelt In-Ear-Kopfhörer, die live übersetzen

Eine Welt ohne Sprachbarrieren? Dieser Herausforderung stellte sich der Gründer Andrew Ochoa des US-Unternehmens Waverly Labs. Das Ergebnis: In-Ear-Kopfhörer, die direkt vor Ort verschiedene Sprachen übersetzen können.

Egal ob der Urlaub oder ein Geschäftstermin im Ausland, wer keine Fremdsprachen beherrscht, stößt schnell auf Hindernisse. Ganz anders wäre das mit In-Ear-Kopfhörern, die live übersetzen würden.

Bisher kennt man Live-Übersetzungen durch Kopfhörer nur von internationalen Konferenzen mit großer  Bedeutung wie in der Politik. Oftmals müssen für Meetings auch Dolmetscher eingeflogen werden, um Sprachbarrieren zu überbrücken. Doch als Andrew Ochoa, der Gründer von Waverly Labs, bei einer Unterhaltung in Frankreich an seine Grenzen kam, machte er es sich zur Aufgabe, etwas gegen dieses Problem zu tun. Er sprach von einem Leben ohne Sprachbarrieren, als er seine In-Ear-Kopfhörer vorstellte. Ochoa plant eine Produktion seiner Kopfhörer für den Otto Normalverbraucher, sollte die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich sein.

Bessere Zusammenarbeit in internationalen Unternehmen

Solche Kopfhörer wären nicht nur privat im Urlaub von großem Vorteil, sondern auch in beruflicher Hinsicht. Der asiatische und der russische Markt werden immer bedeutender und oftmals reicht das erlernte Business-English nicht mehr aus. Hinzu kommt, dass man in Verhandlungs- und Verkaufsgesprächen überzeugender argumentieren kann, wenn man sich sicher in seiner Sprache fühlt, also in seiner Muttersprache spricht. Mit den smarten Kopfhörern könnten nicht nur Unternehmen verschiedener Länder problemlos miteinander kommunizieren, sondern auch Kollegen von verschiedenen Standorten eines internationalen Unternehmens.

Zu Beginn sollen die In-Ear-Kopfhörer erstmal die germanischen und romanischen Sprachen übersetzen können. Das soll sich aber in naher Zukunft ändern. Ochoa plant auch asiatische, sowie semitische, slavische und andere Sprachen in das Programm mit aufzunehmen. Das Wichtigste bei dieser Idee ist jedoch eine funktionierende Software mit einer stetig wachsenden Datenbank.

Videos von CANCOM.info

Quelle Titelbild: Andrew Ochoa/YouTube: Can You Hear Me in French?