8. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

„Gerade kleine Unternehmen müssen sich schützen!“

Die Gefahr durch Cyberangriffe wird immer präsenter. Doch nicht nur Großunternehmen oder Banken werden Opfer von Datenklau und Spionage. Warum gerade kleinere Unternehmen als Einfallstor genutzt werden und wie sich diese effektiv gegen Angriffe schützen können, erklärt Raimund Genes, CTO des IT-Sicherheitsanbieters Trend Micro, im 3 .Teil des großen Interviews.

Die Bedrohung durch Hacker oder Schadsoftware wird immer größer. Doch die Angreifer beschränken sich nicht auf Großunternehmen oder Banken, wie die meisten Medienberichte vermuten lassen. Gerne werden Umwege über Zulieferer und kleinere Unternehmen gewählt, um an die gewünschten Informationen zu kommen. „Gerade kleine Unternehmen sind sich nicht bewusst, was für schützenswerte Daten sie überhaupt haben“ so Raimund Genes.

Zudem haben diese Unternehmen oft keinen eigenen Sicherheitsbeauftragten. Hier rät Raimund Genes zu ausgelagerten Hosting-Modellen und Dienstleistern, die, wie Fachabteilungen in größeren Betrieben, die richtigen Werkzeuge haben, um Datensicherheit gewährleisten zu können. Denn jedes Unternehmen, egal welcher Größe, hat schützenswerte Informationen von Partnern und Kunden.

Zusätzlicher Schutz nötig – sonst droht Imageverlust

Dass Antivirensoftware alleine keinen 100%igen Schutz bietet, dessen ist Genes sich bewusst. Deshalb muss mit geeigneten zusätzlichen Lösungen aufgerüstet werden, damit Angriffe schneller erkannt und der entstehende Schaden in Grenzen gehalten werden kann. Doch viele Firmen belassen es bei einem Grundschutz anstatt die „Daten- Kronjuwelen“ gesondert abzuschirmen.

Wenn Unternehmen Opfer von Angriffen werden, können Vertrauensverlust und nachhaltiger Imageschaden die Folge sein, was durchaus existenzgefährdende Ausmaße annehmen kann. Dies hat zur Folge, dass Kunden und Partner das Vertrauen verlieren und das Image des Unternehmens erheblichen Schaden nimmt. Doch nicht nur sich selbst schaden diese Unternehmen mit der mangelnden Absicherung, sondern sie gefährden auch alle anderen beteiligten Betriebe einer Lieferkette. Aus diesem Grund gehen beispielsweise Automobilhersteller dazu über, Einfluss auf die Sicherheitsmaßnahmen ihrer Zulieferer zu nehmen und machen gegebenenfalls Vorgaben bezüglich der Datenverschlüsselung.

Erfahren Sie in den nächsten Teilen des Interviews, was auf Unternehmen im Jahr 2015 zukommt, wie diese sich gegen die Herausforderungen wappnen können und welche Vorbereitungen Unternehmen treffen müssen.