24. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Mobile IT: BOS hat Geräte-Vielfalt im Griff

Beim Automobilzulieferer BOS hat die Mobile IT Tradition. Vor allem für die sehr kundennahen Abteilungen und Mitarbeiter heißt es: „Mobile First“. Die benutzten Endgeräte sind dabei sehr vielfältig, sodass deren zentrale und sichere Verwaltung wesentlich für die Geschäftsabläufe ist.

Als internationale Unternehmensgruppe mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien entwickelt, fertigt und vertreibt das über 100-jährige Familienunternehmen BOS mit Hauptsitz in Ostfildern bei Stuttgart innovative Systeme und Komponenten für die Automobilindustrie – von Armlehnen bis zu komplexen Sonnenschutzsystemen.

Innovativ ist BOS auch in Sachen Mobile IT. Mobile Geräte werden bei dem Automobilindustrie-Zulieferer schon seit Jahren eingesetzt und zentral verwaltet. Der Einsatzschwerpunkt liegt dabei bei Führungskräften und Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt, wie zum Beispiel Vertrieb, Projektmanagement sowie Schlüsselpersonen in den unterstützenden Bereichen.

Die Vorteile der „Mobilisierung“

Mittlerweile verwaltet man mit der Mobile-IT-Plattform von MobileIron unterschiedliche mobile Endgeräte-Modelle, die unter den verschiedensten Betriebssystemen laufen. Das Spektrum an Geräte-Modellen und Betriebssystemen, die derzeit unterstützt werden, umfasst unter anderem iOS, Windows Phone, Android und Symbian.

Mit der MobileIron-Plattform hat BOS die Gerätevielfalt im Griff. Die Multi-OS-Sicherheits- und Management-Fähigkeiten ermöglichen BOS-Mitarbeitern, das mobile Endgerät ihrer Wahl einzusetzen und somit produktiver zu arbeiten.

Horn

Svend Horn, Projektleiter bei BOS.

MobileIron löste bei BOS ein Mitbewerberprodukt ab, das den Anforderungen des Automobilzulieferers in puncto Mobile IT nicht mehr gerecht werden konnte. „Bei der MobileIron-Lösung können wir zuverlässig erkennen, welche mobilen Endgeräte sich mit unserer Groupware-Lösung Exchange verbinden und wer die Anwender sind“, sagt Svend Horn, Projektleiter bei BOS.

Die Abweisung von nicht registrierten Geräten am Exchange-Server und die Möglichkeit eines sicheren Löschens von firmeneigenen Daten auf einem Mobilgerät, das verloren gegangen ist oder gestohlen wurde, sei eine wesentliche Anforderung gewesen, als es um die Auswahl der MDM/MEM-Plattform ging.

Zusammen mit dem Implementierungspartner TÜV Rheinland i-sec GmbH habe man die MobileIron-Plattform aber auch deshalb gewählt, weil man damit eine Lösung erhalte, die immer die neuesten Gerätegenerationen abdecke. Das zeigt sich unter anderem auch an der schnellen Unterstützung von Samsung-Knox- Geräten durch MobileIron.

Bei BOS denke man über den Kauf von einigen dieser Geräte nach, weil sie schon hardwareseitig für einen besonders sicheren und strikt getrennten Betrieb von privaten und geschäftlichen Anwendungen und Daten ausgelegt sind.

Die wichtigsten Nutzeffekte:
• Management einer Vielzahl an Mobilgeräten einschließlich Android, iOS, Windows Phone und Symbian,
• Sperren des Netzwerk-Zugriffs für nicht-registrierte Mobilgeräte
• Entfernen (remote wipe) von Unternehmensinformationen auf gestohlenen oder verloren gegangenen Mobilgeräten
• Management von Samsung Knox-Geräten
• Verwendung von Zertifikaten für die Geräte- und Benutzer-Authentifizierung

Die Vorteile der MobileIron-Plattform sind schon im jetzigen Stadium der „Mobilisierung“ bei BOS sind deutlich zu benennen: möglich ist eine sichere Mail-Kommunikation der mobilen Endgeräte mit dem Exchange-Server, die einheitliche Konfiguration der Endgeräte und gleichzeitig die Vereinfachung der Administration der Geräte.

Doch die Plattform bietet noch mehr. Neben dem Zusammenspiel mit Active Directory und Exchange ActiveSync ist beispielsweise das Management mobiler Clientzertifikate eine der großen Stärken von MobileIron. Solche mobilen Zertifikate sind für die Authentifizierung, die Datenverschlüsslung auf dem Gerät und beim Transport sowie für den Aufbau von sicheren Datenübertragungskanälen (VPN) im Mobilbereich besonders wichtig.

Bei BOS ist ein solches Zertifikatemanagement in naher Zukunft geplant, man wird dabei auf die schon existierende CA im Unternehmen zurückgreifen und die dort erzeugten Zertifikate dann in die MobileIron-Plattform integrieren.

Auch die Nutzung der MobileIron-Features bei der sicheren Verwaltung mobiler Apps will BOS in den nächsten Schritten verstärkt angehen. „Wir werden dazu die bisherige Betriebsvereinbarung für den Einsatz der mobilen Geräte entsprechend erweitern“, sagt Horn.

Zügiger Rollout durch Einbeziehung aller Beteiligten

Bei dem weltweit operierenden Automobil-Zulieferer geht es also Schritt für Schritt in Sachen Enterprise Mobility voran. Auf Basis der vorhandenen Mobile-IT-Strategie nahm sich das Unternehmenman drei Monate Zeit, um sich Anbieter von Mobile-IT-Plattformen sowie Implementierungs-Dienstleister anzusehen, bevor man sich für MobileIron und i-sec TÜV entschied.

Einen Monat lang untersuchte man die technologisch-organisatorische Umsetzbarkeit des Konzepts (Proof of concept). Danach wurden die geschäftlichen Details ausgehandelt, es gab weitere Tests im Echtsystem und schließlich den Rollout.

Die erfolgreiche Implementierung eines MDM/MEM-Systems setzt ein ganzes Bündel an technologischen und organisatorischen Vorarbeiten voraus. Deshalb hat sich BOS genügend Zeit genommen, um die Technologie und Dienstleistungsanbieter zu evaluieren, vor allem aber auch, um die verschiedenen Protagonisten – Geschäftsführung, Personalabteilung und Betriebsrat – an einen Tisch und auf einen einheitlichen Informationsstand zu bringen.

Dazu bedarf es zwar einiges an Diskussion und an Interessensabgleich, letztlich führe diese Art der Vorbereitung aber zu einem zügigen und konfliktlosen Rollout.

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