23. Oktober 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

So behalten Unternehmen die Datenkontrolle

Der Speicherbedarf in Unternehmen wächst – getrieben durch Digitalisierung und Big Data. Und IT-Verantwortliche stehen unter Stress: Sie müssen Herr der Daten werden, sie managen, speichern und verwalten und das teilweise in mehr und mehr Cloud-Silos! Hybride Storage-Lösungen lenken die Datenmassen wieder in geordnete Bahnen und verhindern den Kontrollverlust.

Im Video sehen Sie unter anderem Antworten auf die Frage nach der optimalen Datenkontrolle bei  gleichzeitiger Datenfreiheit. Horst Thieme, Manager Cloud Business Development EMEA bei NetApp spricht hier im Interview mit Alexander Roth.

Ganz oben auf den To-do-Listen von IT-Verantwortlichen stehen die Optimierung aller Speichersysteme, eine Performancesteigerung sowie die Effiziensteigerungen bei Backup und Recovery. Eine Studie von techconsult im Auftrag von Microsoft ergab, dass etwa zwei von drei Unternehmen mit ständig steigenden Kosten für Speicherlösungen und Datenmanagement konfrontiert sind. Das durchschnittliche Wachstum der Speicherkosten beträgt der Analyse zufolge über alle Branchen und Größenklassen hinweg sieben Prozent jährlich.

Dabei verfügt fast jedes zweite Unternehmen über einen Großteil an unstrukturierten Daten, die nur selten genutzt werden. Im Durchschnitt blockieren sie dauerhaft fast ein Drittel der gesamten Speicherkapazitäten. Etwa ein Viertel des Speicherbedarfs nimmt das Backup ein, sodass den Unternehmen ca. 40 Prozent Speicherkapazität für das Tagesgeschäft bleiben.

Private Storage Cloud for Cloud: Das Mittel gegen Kontrollverlust

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Quelle: Techconsult/Microsoft

Ein weiteres Problem: Viele Unternehmen arbeiten mit mehr und mehr Cloud Services zusammen und wissen teilweise gar nicht mehr, wo ihre Daten gespeichert sind. Ergebnis: Neue Datensilos entstehen bei den unterschiedlichsten Cloud-Anbietern! Kritisch wird diese Unkenntnis vor allem dann, wenn es sich um vertrauliche Daten handelt. Für über die Hälfte ihrer sensiblen, in der Cloud gespeicherten Daten können IT-Verantwortliche das Sicherheitsrisiko nicht einschätzen, so eine Analyse des Ponemon Institute. Das gleiche gelte für 28 Prozent der unternehmenskritischen Daten, die on-premise verarbeitet werden.

Die Lösung: NetApp Private Storage. Die Daten bleiben dank der Speicherarchitektur in einem „Private Storage“ – und damit unter voller Kontrolle des Kunden. Zur Verarbeitung wird indes die flexible Rechenpower der Public-Cloud-Anbieter Amazon AWS, IBM Softlayer und Microsoft Azure genutzt.

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Horst Thieme, Manager Cloud Business Development EMEA bei NetApp. Quelle: NetApp

Dazu Horst Thieme, Manager Cloud Business Development EMEA beim CANCOM-Partner NetApp: „NetApp Private Storage verbindet zwei Welten! In einer hybriden Architektur werden alle Vorteile einer Enterprise Storage-Lösung mit der vollen Flexibilität der Rechenpower von Cloud Service Providern kombiniert! “ Er nennt Beispiele: „Beispielsweise können Online-Shops im Weihnachtsgeschäft oder HR-Abteilungen bei Gehaltsabrechnungen damit kostengünstig Spitzenlasten in der Cloud abfangen, ohne die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren oder erst eine langwierige Datenmigration für kurzfristige Herausforderungen starten zu müssen.“ Die Compute-Power lässt sich schließlich problemlos nach oben und unten skalieren, wenn die Geschäftsanforderungen sich ändern.

Wie funktioniert NPS for Cloud?

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Das Enterprise Cloud-Storage-Szenario am Beispiel von Amazon Web Services. Quelle Crisp Research

„NPS for Cloud ist eine sogenannte Near-Cloud Lösung“, so Thieme. „Datenkontrolle, Datensicherung, Datenmanagement und Datenaustausch bleiben on premise beim Anwenderunternehmen und nur die Applikation läuft in der Cloud.“

Das Konzept wird damit einer wesentlichen Anforderung in Unternehmen gerecht: Der Kontrolle. „Denn Public Clouds sind zwar flexibel und optimal skalierbar, allerdings geben die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten in externe Hände“, erklärt der Experte. Nicht so bei NPS for Cloud: Hier bleiben die Unternehmensdaten in einem kundeneigenen NetApp Storage-System in einem Colocation-Rechenzentrum.

Optional können Anwender auch gleichzeitig Cloud-Infrastrukturen von verschiedenen Anbietern nutzen – alle Daten bleiben zentral an einem Ort.

„Mit den hybriden Lösungen erhalten Anwender die Performance, Agilität und einfache Bedienbarkeit, die sie von Enterprise Storage gewohnt sind – kombiniert mit allen Vorteilen der Cloud“, sagt der Experte Thieme.

Datensilos werden verhindert

Thieme nennt einen weiteren Vorteil: „Bisherige Speichertechnologien führen oft zu Datensilos in verschiedenen Stellen im Unternehmen. Diese Daten sind nicht integriert, werden kaum genutzt, geschweige denn analysiert. Mit NPS für die Cloud lassen sie sich einheitlich managen – bei voller Transparenz. Denn die IT-Verantwortlichen wissen immer, wo, wer, wann und auf welche Daten zugegriffen wird.“

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Einsatzbereich ist laut Thieme auch das Segment Entwicklung und Test. „Mit den Cloning-Technologien von NetApp können die Daten sehr effizient für Development- und Test-Szenarien verwendet werden. Mit unseren Lösungen ermöglichen wir ein dynamisches Datenmanagement über alle Ressourcen hinweg, inklusive der Cloud“, erklärt Thieme.

Für IT-Verantwortliche bedeutet dies: „Sie behalten die volle Datenkontrolle, da sich die Unternehmensdaten weiterhin auf NetApp Storage-Systemen befinden, die allerdings sehr nahe an der Public Cloud sind. Somit lassen sich die enormen Ressourcen beispielsweise von Amazon Web Services nutzen und gleichzeitig landesspezifische Compliance- und Governance-Richtlinien einhalten.“

Die Vorteile auf einen Blick

  Unternehmen erhalten eine flexible hybride Cloud-Infrastruktur, in der interne Datacenter-Ressourcen und Cloud-Ressourcen ausgewogen verteilt und skalierbar sind.

  Dabei werden die Unternehmensdaten in sicheren Rechenzentren der Dienstleister unter Einhaltung strenger Compliance-Richtlinien gespeichert.

  Der Speicherstandort Deutschland mit seinen strengen Datenschutzrichtlinien gewährleistet höchste Sicherheit für unternehmenskritische Daten.

Quelle Video: CANCOM.info via Youtube.