Allianz Risk Barometer 2026
Welche Themen bereiten Unternehmen weltweit die größten Sorgen – und bergen die Gefahr, das Business erheblich zu schaden? Genau diesen Fragen ist die aktuelle Ausgabe des „Allianz Risk Barometer“ nachgegangen. Neben den klassischen Themen wie Cyberangriffe und Betriebsunterbrechungen hat die Studie dabei ein neues Thema identifiziert: AI.
20. Januar 2026
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Bild: © mbolina/stock.adobe.com (modifiziert von CANCOM)
Cybervorfälle und insbesondere Ransomware-Attacken verursachen weltweit in Unternehmen die meisten Kopfschmerzen. Zu diesem Schluss kommt das aktuelle Allianz Risk Barometer 2026. Über die Studie haben unter anderem die Computerwoche und das Fachportal „All About Security“ berichtet.
Demnach stufen 42 Prozent der befragten Unternehmen Cyberangriffe als größtes Geschäftsrisiko ein. Dies ist wenig überraschend: Wie die Studienautoren betonen, bewerten Firmen Cybervorfälle bereits zum fünften Mal in Folge als weltweit größtes Risiko.
Auch dass Betriebsunterbrechungen weit vorne (Platz 3) landen, war zu erwarten. Das geht aus der Studie hervor: So wurden Betriebsunterbrechungen im Vorjahr sogar als zweitgrößtes Geschäftsrisiko eingestuft – gleich nach Cybervorfällen.
In diesem Jahr ist dies jedoch anders – was gleichzeitig die größte Überraschung der Studie darstellt. Denn auf dem zweiten Platz steht dieses Mal ein Thema, das im Vorjahr noch abgeschlagen auf dem zehnten Platz lag: AI.
Konkret bewertet in der Studie fast jedes dritte Unternehmen weltweit (32 Prozent) AI als branchenübergreifendes, hohes Risiko. Gleichzeitig glaube fast die Hälfte, dass AI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel sei gegenteiliger Meinung.
All dies zeigt die Komplexität von AI auf – so die Studienautoren. AI werde einerseits als leistungsstarke strategische Chance, andererseits als Geschäftsrisiko in operativer und rechtlicher Hinsicht sowie als Gefahr für die Reputation wahrgenommen. Dass sich Unternehmen diesem Umstand und gerade den Risiken zunehmend bewusst sind, liege vor allem daran, dass sie generative AI-Systeme vermehrt in der Praxis einsetzen – und deshalb mit entsprechenden Herausforderungen konfrontiert werden. Laut den Studienautoren wird sich dieser Trend weiter fortsetzen und beschleunigen:
„2026 werden immer mehr Unternehmen versuchen, den Einsatz von KI auszuweiten. Sie werden sich vermehrt mit Problemen hinsichtlich der Systemzuverlässigkeit, Datenqualität, Integrationshürden und den Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert sehen“, wird Ludovic Subran, Chefökonom der Allianz, in der offiziellen Pressemitteilung zitiert. „Gleichzeitig entstehen neue Haftungsrisiken in Zusammenhang mit automatisierten Entscheidungsprozessen, voreingenommen oder diskriminierenden Modellen, dem Missbrauch geistigen Eigentums und der Ungewissheit darüber, wer haftet, wenn durch KI generierte Ergebnisse Schaden verursachen.“
Doch was können Firmen jetzt unternehmen, um die Risiken durch AI zu begrenzen? Neben Maßnahmen wie der Definition klarer Regeln, Verantwortlichkeiten und Schulungen müssen sie vor allem den Bereich AI-Sicherheit ins Auge fassen.
Wie Joren Afman, Teamlead im CANCOM RedTeam, im CANCOM.info-Interview betont, muss AI-Sicherheit bei jedem AI-Projekt vom Start weg berücksichtigt werden.
„Sicherheit darf keine Kür sein, sondern muss von Anfang an ein fester Bestandteil jeder AI-Initiative sein“, so der CANCOM-Experte. „Unternehmen müssen Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Governance entlang des gesamten AI-Lebenszyklus gewährleisten – von der Entwicklung bis zur Nutzung.“
Dafür sei es insbesondere nötig, den Zugriff auf AI-Systeme umfassend abzusichern, die AI-Modelle und dazugehörigen Daten vor Missbrauch und Manipulation zu schützen sowie alle Interaktionen mit AI-Modellen zu protokollieren und in Echtzeit zu überwachen.
Sie möchten Ihre IT-Infrastruktur vor Cyberangriffen oder Betriebsunterbrechungen schützen und das Risiko durch AI-Systeme auf ein Minimum reduzieren – um die Geschäftsrisiken für Ihr Unternehmen insgesamt zu senken? Dann wenden Sie sich gerne an die Experten von CANCOM. So bietet CANCOM umfangreiche Leistungen sowohl im Bereich Cybersecurity als auch AI. Weiterführende Informationen inklusive der Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie auf der Cybersecurity– oder AI-Themenseite von CANCOM.