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Auf den ersten Blick wirken die Ergebnisse widersprüchlich: Laut TrendAI Cyber Risk Report 2026 sank der globale Cyber Risk Index (kurz: CRI) von 38,5 im Jahr 2024 auf 35,8 Punkte im Jahr 2025. Der CRI misst also: Unternehmen haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verbessert. Dennoch steigt laut Report die Zahl der erfolgreichen Ransomware-Angriffe um fast 240 Prozent auf über 5.000 geschädigte Unternehmen weltweit an.
Der Grund: Angreifer haben sich parallel ebenfalls professionalisiert. So nutzen Cyberkriminelle mittlerweile automatisierte Werkzeuge, intelligente Angriffsketten und zunehmend AI-gestützte Methoden, was ihnen das Umgehen bestehender Sicherheitsmaßnahmen und den gezielten Angriff besonders wertvoller Systeme vermehrt ermöglicht.
Wie aus der Studie hervorgeht, kommt hinzu, dass Cyberkriminelle heute gezielter vorgehen als noch vor wenigen Jahren. Statt wahlloser Massenangriffe stünden zunehmend lukrative Ziele und komplexe Angriffsstrategien im Fokus. Bereits einzelne erfolgreiche Angriffe könnten dadurch erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben.
Identitäten werden zum neuen Angriffsziel
Viele erfolgreiche Angriffspfade beginnen jedoch nicht mit komplexen Sicherheitslücken – so die Studie weiter. Eher stehen kompromittierte Benutzerkonten und Identitäten im Mittelpunkt.
Besonders kritisch sind laut Report:
- Fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung
- Veraltete oder ungenutzte Benutzerkonten
- Schwache Passwort-Richtlinien
- Unzureichend kontrollierte Cloud-Zugriffe
Erstmals flossen in den Report auch Daten zur Vorhersage von Angriffspfaden ein. Die TrendAI Auswertungen zeigen, dass ungepatchte Schwachstellen mit mehr als 2,3 Millionen identifizierten Angriffspfaden weiterhin die häufigste Ausgangsbasis für erfolgreiche Angriffe darstellen.
Dahinter folgen Password-Spraying- und Password-Guessing-Angriffe – mit zusammen über zwei Millionen registrierten Angriffspfaden. Ziel dieser Angriffsketten sind laut Report vor allem Benutzerkonten, von denen täglich rund 33.000 im Fokus möglicher Angriffe stehen.
Digitale Resilienz wird zum entscheidenden Faktor
Der TrendAI Cyber Risk Report 2026 sendet eine klare Botschaft: Die Sicherheitslage verbessert sich zwar punktuell, was der gesunkene CRI veranschaulicht. Dennoch nimmt die Bedrohung durch Ransomware und AI-gestützte Angriffe weiter zu.
Folglich reicht es für Unternehmen nicht mehr aus, ausschließlich auf Prävention zu setzen – gefragt ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Sicherheit, Überwachung und schnelle Wiederherstellung miteinander verbindet.
Das betont auch der aktuelle CANCOM Cyber Security Report 2026. Auch dieser zeigt, dass Unternehmen Cybersicherheit nicht isoliert betrachten dürfen. Entscheidend sei vielmehr die Fähigkeit, Angriffe auch mithilfe von AI frühzeitig zu erkennen, zu verhindern und den Geschäftsbetrieb selbst im Ernstfall aufrechtzuerhalten. Nur so könnten Unternehmen eine hohe digitale Resilienz erreichen – die heute mehr denn je gefordert sei.
Die CANCOM-Experten unterstützen Sie mit ganzheitlichen Security-Strategien, modernen Cyber-Defense-Konzepten und 24/7-Monitoring dabei, die digitale Resilienz Ihres Unternehmens zu stärken. Einen Überblick über die Cybersecurity-Leistungen von CANCOM finden Sie hier.


