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Nach dem Beschluss des Sicherheitsrats der Bundesregierung im Juni (CANCOM.info berichtete) ist es nun soweit: Das erste deutsche AI-Sicherheitsinstitut „AISI Deutschland“ (Kürzel für „AI Safety and Security Institute“, Anm. d. Red.) wurde offiziell in Berlin eingerichtet – und nimmt ab sofort seine Arbeit auf. Das berichten das Bundesdigitalministerium und das Bundesinnenministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Zentrales Ziel ist es demnach, die Chancen und Risiken zu evaluieren, die sich durch fortschrittliche AI-Modelle ergeben. Damit soll die Resilienz Deutschlands im Bereich Künstlicher Intelligenz langfristig gestärkt werden.
„Deutschland braucht ein leistungsfähiges KI-Sicherheitsinstitut, das mit der enormen technologischen Entwicklungsgeschwindigkeit Schritt hält. Wir müssen Risiken und Leistungsfähigkeit moderner KI-Systeme technisch fundiert und schnell bewerten können. Deshalb freue ich mich, dass wir nur kurze Zeit nach der politischen Entscheidung den Aufbau des AISI Deutschland auf den Weg bringen“, wird Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger in der Pressemitteilung zitiert.
Zudem betont Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, dass AI-Technologie beherrschbar bleiben müsse: „Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Staat. Klar ist aber auch: KI muss kontrollierbar bleiben und wir müssen an ihrer rapiden Entwicklung teilhaben.“
So ist das AI-Sicherheitsinstitut aufgebaut
Im Kern besteht das AISI Deutschland zunächst aus dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Bundesnetzagentur (BNetzA). Dabei soll das AI-Sicherheitsinstitut schrittweise auf- und ausgebaut werden:
- In der ersten Phase ist geplant, Aufgaben zwischen BSI und BNetzA klar zu verteilen. Während sich das BSI um Themen rund um die Cybersicherheit (Security) kümmern soll, soll die BNetzA die Betriebssicherheit (Safety) in den Fokus rücken. Mit anderen Worten: Das BSI wird künftig dafür zuständig sein, AI-Systeme vor Cyberangriffen zu schützen. Die BNetzA wiederum soll technische Fehlfunktionen von AI untersuchen und verhindern.
- In der zweiten Phase ist vorgesehen, das AISI Deutschland thematisch und kapazitär weiter auszubauen. Zudem soll das AI-Sicherheitsinstitut die Bundesregierung künftig zu grundlegenden Fragen rund um die technische Evaluierung, Entwicklung und mögliche Maßnahmen im AI-Bereich beraten.
Wie die Pressemitteilung betont, ist das Institut von Beginn an international anschlussfähig – und wird eng mit vergleichbaren Einrichtungen anderer Staaten sowie multilateralen Organisationen zusammenarbeiten.