Meldungen

Herausforderung Cyber Resilience Act: Unternehmen sind unvorbereitet auf Anforderungen

10. September 2026

|

rotes Icon Schloss auf lila Hintergrund

Bild © CANCOM

Am 11. September 2026 treten die ersten Meldepflichten in Kraft, am 11. Dezember 2027 müssen die Vorgaben vollständig umgesetzt werden: Spätestens jetzt ist der Cyber Resilience Act (CRA) im Unternehmensumfeld angekommen. Damit legt die EU einen zentralen Baustein der europäischen Cybersicherheitsstrategie.

Doch Unternehmen scheinen nicht ausreichend auf die bevorstehenden Anforderungen des CRA vorbereitet zu sein: Der IoT & OT Cybersecurity Report 2026 von Onekey bestätigt, dass fast die Hälfte der befragten Firmen kaum oder gar nicht mit den Änderungen vertraut sind.

Der Cyber Resilience Act fördert und fordert

Doch wie sehen die Vorgaben des CRA konkret aus? Zu den wesentlichen Anforderungen zählen:

  • Sicherheitskonzepte ab Produktentwicklungsbeginn
  • Durchgängiges Lebenszyklus-Management
  • Dokumentationen von Risikobewertungen
  • Formaler Konformitätsnachweis des EU-Vertriebs
  • Verpflichtende externe Prüfungen bei besonders kritischen Produkten

Entscheidend dabei: Der CRA gilt nicht nur für neu entwickelte Produkte, sondern auch für solche, die bereits am Markt sind. Und es verlangt mehr als reine Dokumentation: Unternehmen müssen dauerhaft funktionierende Prozesse etablieren – vom systematischen Umgang mit Schwachstellen über kontinuierliches Risikomanagement bis hin zu regelmäßigen Sicherheitsupdates.

Organisatorische Defizite auf Unternehmensseite

In der Onekey-Befragung nennen 62 Prozent der befragten Unternehmen die laut CRA ab September gültige Meldepflicht von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden als Herausforderung. 30 Prozent stufen diese sogar als „ernsthafte Hürde“ ein. Haupthürde sei für 30 Prozent die Erstellung von Software-Stücklisten, genauso die generelle Konformitätsbewertung. Ein ungelöstes Problem ist laut Onekey ebenfalls das Vulnerability Management, also das Erkennen und Beheben von Schwachstellen. 25 Prozent hielten sich beim Risikomanagement für sehr gut vorbereitet – gleichzeitig ist dem Report zufolge etwa ein Drittel bei internen Prozessen, Risikomanagement und Sicherheitsupdate-Management im Rückstand bei der Umsetzung.

13 Prozent der Firmen rechnen aufgrund dessen damit, die Frist 2027 zu verfehlen. Ein Drittel strebt hingegen die vollständige CRA-Compliance bis dahin an, ein Viertel möchte diese laut Studie sogar bis Ende 2026 erzielt haben.

Neueste Meldungen

Im September 2026 treten die ersten Anforderungen des Cyber Resilience Acts in Kraft. Unternehmen scheinen nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

Artikel lesen

AISI Deutschland

Das erste deutsche AI-Sicherheitsinstitut ist offiziell in Berlin gestartet. Das Ziel: die Resilienz Deutschlands im AI-Bereich langfristig stärken.

Artikel lesen

Aktuelle Bitkom-Studie

Ausländische Geheimdienste nehmen deutsche Unternehmen vermehrt ins Visier. Das hat eine aktuelle Bitkom-Studie ergeben.

Artikel lesen

Aktuelle Gartner-Studie

Laut dem Analystenhaus Gartner könnten sich die Inferenzkosten bis 2028 verfünffachen – trotz effizienterer AI-Modelle.

Artikel lesen

Neuer Report

Eine aktuelle Analyse von TrendAI zeigt: Insider werden zur begehrten Ressource im Cybercrime.

Artikel lesen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat erstmalig einen Entwurf für einen Prüfkatalog für AI-Systeme veröffentlicht.

Artikel lesen