Der Einsatz von Virtualisierung im Rechenzentrum ist in Unternehmen seit Jahren nicht mehr wegzudenken – auch im Mittelstand. Und das ist kein Wunder: Richtig umgesetzt, ist sie ein probates Mittel, um die IT zu modernisieren – und die Performance und Skalierbarkeit zu erhöhen sowie Kosten zu senken. Gerade heute spielt die Rechenzentrumsvirtualisierung eine wichtige Rolle. Denn sie ist häufig ein zentraler Baustein, um moderne AI-Workloads und -Anwendungen auszuführen. Wieso das der Fall ist und wie der Hersteller AMD zur erfolgreichen Virtualisierung beitragen möchte, erfahren Sie im Artikel.
12. Dezember 2025
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Lesedauer: ca. 5 Min.

Damit Unternehmen tatsächlich von den Vorteilen der Rechenzentrumsvirtualisierung profitieren können, ist moderne Hardware wie leistungsfähige Prozessoren essenziell (Bild: © Bilal Sevinç/stock.adobe.com).
Rechenzentrumsvirtualisierung ist bis heute hochrelevant – insbesondere für AI-Workloads. Sie ermöglicht dynamische Skalierung, Hochverfügbarkeit und senkt Hardware- sowie Energiekosten. Das zahlt sich vor allem im Mittelstand aus. Damit Unternehmen bestmöglich von der Virtualisierung im Rechenzentrum profitieren, benötigen sie moderne Hardware. Hier kommen die AMD EPYC™-Prozessoren ins Spiel: Diese sind für diverse Virtualisierungsplattformen validiert, steigern die Performance virtualisierter Umgebungen und reduzieren gleichzeitig Lizenz- und Betriebskosten. Für eine unverbindliche Beratung können Sie die Experten von CANCOM kontaktieren.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von AI erstellt und redaktionell überprüft.
Prinzipiell beschreibt die Rechenzentrumsvirtualisierung die Aufteilung der physischen Ressourcen eines Rechenzentrums (Server, Speicher, Netzwerk) in mehrere, voneinander getrennte virtuelle Umgebungen. Dies kann sowohl im lokalen Data Center als auch in Colocation-Rechenzentren, Cloud- oder sogar Edge-Rechenzentren umgesetzt werden.
Die virtualisierten Umgebungen verhalten sich anschließend wie eigenständige Systeme. Im Falle der Servervirtualisierung sind dies in Regel virtuelle Maschinen (VMs) sowie Container-Umgebungen.
An sich ist der Einsatz von Virtualisierungstechnologie im Rechenzentrum nichts neues. Schon eine Studie von Navostor im Jahr 2014, über die unter anderem das Fachportal „IT-Zoom“ berichtet hat, kommt zu dem Ergebnis, dass mittelständische Unternehmen in Deutschland zunehmend auf die Virtualisierung in ihrer IT-Landschaft setzen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Rechenzentrumsvirtualisierung an Bedeutung verloren hat.
Im Gegenteil: Die Rechenzentrumsvirtualisierung ist heute wichtiger denn je. Das geht aus einer im Dezember 2024 veröffentlichten IDC-Studie hervor, die sich unter anderem mit der Servervirtualisierung beschäftigt. Konkret haben die Marktforscher die weltweiten Ausgaben für die Serverinfrastruktur analysiert und für die Zukunft prognostiziert. Das Ergebnis: Die Ausgaben steigen kontinuierlich – was laut Studie hauptsächlich daran liegt, dass Serverlösungen für die Virtualisierung besonders gefragt sind.
Demnach nehmen Unternehmen am meisten Geld für Server, die mit VMs kompatibel sind, in die Hand. Hier würden die Ausgaben von 83,1 Milliarden US-Dollar in 2023 auf 170,4 Milliarden US-Dollar in 2028 ansteigen. Dies ergebe eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 15,5 Prozent.
Das höchste jährliche Wachstum würden Ausgaben für Server erzielen, die Container-Umgebungen unterstützen. Hier liege die Wachstumsrate bei 23,8 Prozent.
Laut den Studienautoren gibt es eine Reihe von Gründen, wieso Firmen überwiegend in Serverlösungen für die Virtualisierung investieren. Neben Bereichen wie Cloud und Datenmanagement sei insbesondere die steigende Anzahl von AI-Workloads eine wesentliche Ursache. Um diese Workloads performant und effizient auszuführen, bräuchten Firmen vor allem Server, die sich in Container-Umgebungen einsetzen lassen.
Doch wieso ist die Virtualisierung im Rechenzentrum – und gerade im Serverbereich – so bedeutend, um moderne AI-Workloads und -Anwendungen auszuführen? Dafür lassen sich mehrere Gründe nennen:
Durch die Virtualisierung ist es möglich, Server-, Speicher- und Netzwerkressourcen je nach Bedarf flexibel zuzuweisen oder abzubauen. Auf diese Weise können Unternehmen AI-Anwendungen, die als Container oder auch VMs laufen, bei Bedarf mehr Ressourcen zuweisen oder bei geringerer Auslastung wieder entziehen. Dadurch können Firmen nicht nur die verfügbaren Ressourcen optimal einsetzen, eine hohe Performance sicherstellen und flexibel auf wechselnde Geschäftsanforderungen reagieren. Sie können auch Investitionskosten einsparen – was besonders für den Mittelstand hochrelevant ist. Denn nicht selten muss dieser mit eher knappen Budgets auskommen.
Virtualisierte Rechenzentrumsumgebungen verfügen über Standardfunktionen wie Hochverfügbarkeit und Live-Migration. AI-Anwendungen, die über Container-Umgebungen oder VMs laufen, profitieren entsprechend von diesen Funktionen. Das Ergebnis: Auch bei Hardwareausfällen oder Wartungsarbeiten können die AI-Anwendungen zuverlässig weiterlaufen. Für Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ist das entscheidend. So können IT-Ausfälle gravierende Auswirkungen auf den Betrieb haben.
Mit der Rechenzentrumsvirtualisierung lässt sich gewährleisten, dass die verfügbaren physischen Server-, Speicher- und Netzwerkressourcen bestmöglich genutzt und ausgelastet werden. Dies erhöht die Effizienz und senkt den Bedarf an physischer Hardware und Energie. Letzteres ist im Kontext von AI entscheidend. Laut einer Studie von McKinsey wird der Energiebedarf für AI-Lösungen allein in europäischen Rechenzentren bis 2030 um das Dreifache steigen. Positiver Nebeneffekt: Unternehmen können sowohl ihre Anschaffungs- als auch Betriebskosten senken.
All dies zeigt: Mit Ausnahme besonders rechenintensiver und latenzkritischer AI-Workloads, in denen Bare-Metal-Cluster eingesetzt werden (also Cluster, die nicht virtualisiert wurden, Anm. d. Red.) ist der Einsatz von Virtualisierung im AI-Kontext unabdingbar. Dies gilt auch und gerade für mittelständische Unternehmen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, moderne (AI-)Anwendungen effizient, zuverlässig und verhältnismäßig kostengünstig zu nutzen.
In der Praxis müssen Unternehmen jedoch beachten: Um tatsächlich von den Vorteilen der Rechenzentrumsvirtualisierung wie dynamischer Skalierbarkeit, hoher Performance und Energieeffizienz zu profitieren, ist moderne Hardware unverzichtbar. So sind VMs oder Container, auf denen beispielsweise AI-Anwendungen laufen, nur so leistungsfähig wie die zugrunde liegenden, virtualisierten Hardware-Ressourcen. Sind diese veraltet, werden Skalierbarkeit oder Performance erheblich beeinträchtigt.
Hersteller wie AMD sind sich dessen bewusst und werben damit, dass ihre Hardware speziell auf virtualisierte Rechenzentrumsumgebungen zugeschnitten ist – sodass Unternehmen maximal von der Virtualisierung profitieren können.
Laut AMD trifft dies besonders auf die modernen AMD EPYC™-Prozessoren zu: Diese seien speziell für virtualisierte Rechenzentrumsumgebungen konzipiert. Entsprechend seien die CPUs für eine Reihe von Virtualisierungsplattformen validiert und für verschiedene Virtualisierungsszenarien optimiert – von kleinen Umgebungen mit weniger als 20 Servern bis hin zu großen Installationen mit über 50 Servern.
Wie der Hersteller betont, bieten die AMD EPYC™-Prozessoren eine Reihe von Vorteilen:
Als Beispiel für den praktischen Einsatz von AMD EPYC™-Prozessoren nennt AMD die Emirates ND Group. Nach offiziellen Angaben konnte die Bankengruppe durch die CPUs die Performance ihrer virtualisierten IT-Umgebung um 42 Prozent steigern – und gleichzeitig die Softwarelizenzkosten um 20 Prozent reduzieren.
Diese Performancesteigerung wirkt sich laut Ali Rey, Senior Vice President Technology Platforms bei der Emirates ND Group, direkt positiv auf das Business aus. Denn: „Unsere Protokolle werden jetzt nahezu sofort erstellt. Zuvor musste man 30 Sekunden oder auch Minuten warten. Das ist eine enorme Verbesserung, indem man einfach auf die neuen AMD CPUs umstellt. Wir erhalten dadurch einen enormen Nutzen. Wir erhalten Echtzeitprotokolle, was großartig ist.“
Sie möchten sich selbst ein Bild von den AMD EPYC™-Prozessoren machen – und wie Sie damit die Performance Ihrer virtualisierten Rechenzentrumsumgebung steigern und gleichzeitig Kosten senken können? Dann wenden Sie sich für eine unverbindliche Beratung gerne an die Experten von CANCOM.