Zentrales Container-Management: Wie IBM Fusion HCI den Einstieg in die App-Entwicklung und -Modernisierung erleichtern kann 

Container-Umgebungen spielen inzwischen eine enorme Bedeutung bei der Entwicklung und Modernisierung von Applikationen – auch im Hinblick auf AI-Technologien. Die Folge: Der Einsatz der Container-Technologie nimmt in Unternehmen stetig zu. Diese Entwicklung birgt jedoch auch Herausforderungen, insbesondere im Bereich des Container-Managements. Wieso das der Fall ist und wie IBM Fusion HCI hier Abhilfe schaffen kann, erfahren Sie im Artikel. Außerdem lesen Sie, wieso die IBM-Lösung sogar über das Container-Management hinausgeht.

19. Dezember 2025

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Lesedauer: ca. 5 Min.

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Für die Entwicklung und Ausführung moderner Anwendungen ist die Container-Technologie heute unabdingbar. Als vorkonfigurierte Hyper Converged Infrastructure enthält IBM Fusion HCI alle dafür nötigen Bausteine – inklusive zentrales Container-Management (Bild: © arthead/stock.adobe.com).

Positive Kundenerfahrungen schaffen und flexibel auf sich wandelnde Ansprüche reagieren – um diese Ziele zu erreichen, setzen Unternehmen in der Entwicklung und Modernisierung von Applikationen überwiegend auf Container-Technologie und Kubernetes. Tatsächlich ist dies inzwischen die primäre Wahl von Unternehmen, wenn es darum geht, Applikationen zu modernisieren – auch in Bezug auf AI-Technologie. Zu diesem Schluss kommen die Marktforscher von IDC.

Container-Management unverzichtbar – aber traditionell komplex

Der steigende Einsatz der Container-Technologie im Applikationsumfeld stellt Unternehmen allerdings vor eine wichtige Aufgabe: das Management. So ist eine zentrale Verwaltung der unterschiedlichen Container-Umgebungen entscheidend, um die Entwicklung und Modernisierung der containerisierten Anwendungen so effizient, skalierbar und sicher wie möglich zu gestalten. Unter anderem müssen Container-Images regelmäßig aktualisiert, Sicherheitslücken geschlossen und Compliance-Vorgaben eingehalten werden.

Die Umsetzung eines zentralen Container-Managements ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn dieses kann aus mehreren Gründen komplex ausfallen:

  • Einsatz in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen: Container werden heute neben dem lokalen Rechenzentrum auch in der (Multi-)Cloud ausgeführt. Traditionell bedeutet das, dass Unternehmen das Container-Management auf die jeweilige Umgebung zuschneiden müssen. Entsprechend benötigen sie beispielsweise für das lokale Rechenzentrum andere Tools für die Orchestrierung und das Monitoring der containerisierten Anwendungen als in der Cloud. Dies kann dazu führen, dass eine Vielzahl von Tools im Einsatz sind.
  • Vielfalt der Technologien: Diese Vielzahl an Tools, etwa für Orchestrierung und Monitoring, als auch von Container-Plattformen erhöht die Komplexität deutlich und kann dazu führen, dass Unternehmen schlicht den Überblick verlieren. Dies zu verhindern und alle Technologien unter einen Hut zu bringen, kann sehr aufwendig sein – zumal dafür in der Regel dediziertes Fachwissen und exakt abgestimmte Prozesse nötig sind.
  • Hohe Sicherheitsanforderungen: Jedoch können Unternehmen darauf nicht verzichten. Denn nur, wer alle Technologien unter einen Hut bringt und ein zentrales Container-Management umsetzt, kann die Anforderungen an Sicherheit und Compliance erfüllen. Dies liegt unter anderem daran, dass Container-Workloads sehr dynamisch sind. Somit müssen diese Workloads ständig überwacht werden, um etwa zu gewährleisten, dass Container-Images frei von Schwachstellen sind, Zugriffe kontrolliert und gesetzliche Vorgaben wie von der DSGVO eingehalten werden. Letzteres ist gerade hochrelevant, wenn bei Container-Workloads sensible, personenbezogene Daten im Spiel sind. Ein solches kontinuierliches Monitoring ist nur mit einem zentralen Container-Management möglich.
  • Hoher Verwaltungsaufwand: Mithilfe von Kubernetes ist es möglich, Container über viele Umgebungen hinweg zu verwalten und zu skalieren. Neben Load Balancing und automatisiertem Deployment sorgt Kubernetes zudem für eine hohe Verfügbarkeit der Container – damit diese möglichst fehlerfrei laufen. In der Praxis gibt es allerdings eine große Herausforderung: den Verwaltungsaufwand. Dieser kann beträchtlich ausfallen, wenn Unternehmen Kubernetes selbst hosten und sich um Updates, Security, Networking und Monitoring kümmern müssen. Gerade für kleinere Teams kann das zu einer großen Belastung werden.

Vereinfachung des Container-Managements mit IBM Fusion HCI

IBM Spectrum Fusion RF testing chamber

Bild: © IBM

Um diese traditionelle Komplexität der Container-Verwaltung zu adressieren, hat IBM die Lösung IBM Fusion HCI entwickelt. Konkret handelt es sich um eine vorkonfigurierte, einheitlich verwaltbare Hyper Converged Infrastructure, die mit Speicher-, Compute- und Netzwerk-Komponenten alle nötigen Hardware-Elemente einer IT-Infrastruktur abdeckt und zusätzlich einen fest integrierten Softwarestack beinhaltet. Dieser kombiniert Container-Management über Red Hat OpenShift mit weiteren Software Defined Storage (SDS)-Funktionalitäten wie Data Protection, Persistent Storage, Content Aware Storage und Disaster Recovery. 

Wie IBM betont, profitieren Unternehmen enorm von der engen Integration von Red Hat OpenShift in IBM Fusion HCI: Dadurch könnten sie Red Hat OpenShift-Cluster in kurzer Zeit in Betrieb nehmen und somit containerisierte (AI-)Anwendungen entwickeln, modernisieren, skalieren, verwalten und überwachen. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Container-Workloads On Premise, in der Cloud oder auch am Edge laufen.

Laut IBM reduziert dies die Komplexität des Container-Managements enorm. Denn dadurch sinke die Notwendigkeit erheblich, für jede Umgebung (z.B. lokal oder in der Cloud) spezialisierte Tools für die Orchestrierung und das Monitoring der containerisierten Anwendungen bereitzustellen. Dank der engen Integration von Red Hat OpenShift könnten Unternehmen mit IBM Fusion HCI schließlich eine einheitliche, umgebungsübergreifende Container-Verwaltung umsetzen. Hinzu komme, dass die Lösung verschiedene Software-Funktionen, die für die Erfüllung von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen notwendig sind, bereits inkludiert habe. Dazu zählten beispielsweise Datensicherung und Disaster Recovery. Dies senke die Komplexität des Container-Managements zusätzlich. 

Schnell einsatzbereit und für AI gerüstet

Das zeigt: Mit IBM Fusion HCI bietet IBM ein Komplettpaket aus Hardware und Software an, das Unternehmen insbesondere die Entwicklung, Modernisierung und Verwaltung von containerisierten Anwendungen deutlich erleichtern soll. Die Inbetriebnahme von IBM Fusion HCI erfolgt dabei schnell und unkompliziert. Das hebt Ralf Colbus, Principal Storage Technical Specialist bei IBM, in einem auf Heise Online veröffentlichten Advertorial von IBM hervor. Demnach werden für diese Aufgabe nur sechs Stunden benötigt.

Zudem betont IBM, dass die Lösung neben dem Container-Management auch optimal für AI-Anwendungen und -Technologien gerüstet ist. Nach offiziellen Herstellerangaben lassen sich 4 GPU Nodes pro Rack mit je bis zu 8 GPUs von NVIDIA und AMD integrieren. Zudem bestehe die Möglichkeit, die IBM-eigene Lösung IBM watsonx direkt auf IBM Fusion HCI-Systemen bereitzustellen. Letzteres bewirke, dass Fusion HCI die nötigen Hard- und Software-Ressourcen für IBM watsonx liefert, um moderne (generative) AI-Funktionen zu nutzen und AI-Workloads performant und sicher auszuführen. 

CANCOM unterstützt ganzheitlich bei der Einführung

Wer IBM Fusion HCI nun im Betrieb einführen möchte, kann sich an professionelle IT-Dienstleister wie CANCOM wenden. So bietet CANCOM ganzheitliche Unterstützung an – von der initialen Beratung bis hin zur praktischen Implementierung.

Für CANCOM-Experte Patrik Groß (Solution Design Architect, CANCOM) steht dabei fest: Die Einführung von IBM Fusion HCI lohnt sich für viele Unternehmen. Denn: „Mit IBM Fusion HCI können Unternehmen die Inbetriebnahme von hochverfügbaren, sicheren und skalierbaren Red Hat OpenShift-Clustern enorm beschleunigen – und so innerhalb kurzer Zeit containerisierte Applikationen erstellen und modernisieren. Tatsächlich ist die Inbetriebnahme in weniger als einem Tag möglich.“

Dies sei ein deutlicher Vorteil gegenüber dem manuellen Aufsetzen von OpenShift-Clustern – das in der Regel mehrere Wochen oder sogar Monate bei komplexen Umgebungen dauern würde. Außerdem vereinfacht IBM Fusion durch die zentrale Verwaltbarkeit sogenannte Day 2-Operations. Das hebt Patrik Groß hervor. Unter Day 2-Operations versteht man die fortlaufende Verwaltung, Überwachung, Wartung und Optimierung von Anwendungen oder auch Infrastrukturen.

Nicht zuletzt ließen sich auch Workloads auf VMs auf IBM Fusion HCI umziehen und zentralisiert verwalten. „So können andere, mitunter kostspielige Virtualisierungsplattformen Schritt für Schritt abgelöst werden“, so der CANCOM-Experte.

Sie möchten mehr über die Technologien Container-Management, IBM Fusion HCI oder die Leistungen von CANCOM erfahren? Dann kontaktieren Sie gerne die Experten von CANCOM.

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