Im Tourismus und in der Gastronomie können Digital Signage-Lösungen den entscheidenden Unterschied machen. Doch wieso ist das der Fall? Was zeichnet Digital Signage in diesen Branchen aus? Und wie kann CANCOM bei der Implementierung unterstützen? All diese Fragen beantwortet CANCOM-Experte Christian-Thomas Retinger im Gastbeitrag.
21. August 2025
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Lesedauer: ca. 5 Min.

Mit Digital Signage-Lösungen lassen sich beispielsweise Wartezeiten an Skiliften für die Gäste gefühlt verkürzen (Bild: © CANCOM).
Digital Signage kann in Tourismus und Gastronomie ein entscheidender Erfolgsfaktor sein: Wie CANCOM-Experte Christian-Thomas Retinger im Gastbeitrag betont, lässt sich damit etwas schaffen, was Gäste heute erwarten: Erlebnisse, die über die reine Information hinausgehen. Digital Signage-Lösungen ermöglichen Cross- und Upselling, steigern die Markenbekanntheit, verkürzen gefühlte Wartezeiten und entlasten Mitarbeiter. Um von den Lösungen nachhaltig zu profitieren, müssen Faktoren wie Format, Monitorgröße, intuitive Bedienung und abwechslungsreicher Content beachtet werden. CANCOM unterstützt Unternehmen mit Beratung, Implementierung und Betrieb von Digital Signage-Lösungen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Themenseite.
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Gerade der Tourismus und die Gastronomie sind inzwischen stark von Erlebnisfaktoren abhängig. Ähnlich wie im Einzelhandel wird auch hier das Erlebnis zum primären Produkt- und Differenzierungsfaktor. Und genau dafür ist Digital Signage das richtige Medium – um über digitale Inhalte mit Gästen zu interagieren und solche Erlebnisse zu schaffen.
Touristen erwarten heute jederzeit und überall aktuelle Informationen, Unterhaltung und inspirierende Vorschläge, wie sie ihren Aufenthalt noch erlebnis- und abwechslungsreicher gestalten können. Genau solcher Content lässt sich über Digital Signage-Lösungen kommunizieren. Tatsächlich hat sich Digital Signage im Tourismussektor zu einem unverzichtbaren Instrument entwickelt, um das touristische Angebot attraktiv zu präsentieren.
Zu den wichtigsten Mehrwerten, die Digital Signage im Tourismus bietet, zählen
Die Gastronomie kann Digital Signage in vielfältiger Hinsicht einsetzen:

Dank Digital Signage lassen sich Produkte und Preise in kurzer Zeit anpassen (Bild: © CANCOM).
Zu den wichtigsten Mehrwerten, die Digital Signage der Gastronomie bieten kann, zählen
Damit der Tourismussektor und die Gastronomie von Digital Signage-Lösungen von all diesen und weiteren Mehrwerten profitieren, müssen sie jedoch einige Punkte beachten. Dazu zählen vor allem:
Hoch- oder doch lieber Querformat? Wie sollen die Monitore ausgerichtet sein, um einen maximalen Nutzen der über Digital Signage kommunizierten Inhalte zu erzielen? Dies ist immer abhängig vom Einsatzort und -zweck.
Grundsätzlich ist in Wartesituationen eine querformatige und am Point of Sale (z.B. Automaten in Hotels, Bestellterminals in Restaurants) eine hochformatige Installation zu empfehlen. Das hat unter anderem auch webepsychologische Gründe. Seit frühester Kindheit verbinden wir das Landscape-Format (TV-Format) mit Unterhaltung und Bespaßung. Der Portrait-Modus ist ein klassisches Plakatformat und wird mit Informationsvermittlung assoziiert.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen. So sind Menüboards zum Beispiel in Fastfood-Restaurants querformatig, dienen aber (fast) ausschließlich der Informationsvermittlung.
Eine Digital Signage-Installation kann nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn einige Punkte in Bezug auf die Montage und die Monitorgröße beachtet werden.
Die maximale Höhe für die Montage von Monitoren beträgt 2,2 Meter. Alles, was höher hängt – mit Ausnahme von Überkopfanzeigen (zum Beispiel digitale Schilder an Autobahnen oder Bahnhöfen) – liegt außerhalb unseres natürlichen Wahrnehmungsbereichs. Weiterhin sollten die Monitore (gerade im Falle digitaler Kundenstopper vor einem Restaurant oder Hotel) so platziert werden, dass sie von Passanten und potenziellen Gästen im „Vorbeigehen“ gesehen werden. Um das zu erreichen, muss insbesondere der Blickwinkel während des Gehvorgangs berücksichtigt werden – der in der Regel bei ca. 15 Grad in Richtung Boden liegt.
Die Monitorgröße sollte abhängig von der Distanz der potenziellen Betrachter gewählt werden. Als grobe Faustregel (für Full HD-Displays) lässt sich sagen: Die optimale Blickdistanz entspricht dem Dreifachen der Bildschirmdiagonale. Wenn also zum Beispiel davon ausgegangen wird, dass das Display tendenziell aus einer Entfernung von vier Metern betrachtet wird, ist ein Monitor mit einer Bildschirmdiagonale von ca. 52 bis 55 Zoll ideal (ein Zoll entspricht 2,54 cm). Natürlich darf dabei nicht vergessen werden, dass die Wahl der Monitorgröße auch situationsabhängig ist.
Der Spieltrieb ist uns angeboren! Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass viele Menschen davor zurückschrecken, unbekannte interaktive Systeme einfach mal auszuprobieren. Das können zum Beispiel interaktive Self-Service Kiosks sein, an denen Touristen eigenständig Tickets buchen oder individuelle Reisepläne erstellen können.
Daher ist es sehr wichtig, dass interaktive Digital Signage-Systeme über eine entsprechende Niederschwelligkeit verfügen – insbesondere, wenn vermeintlich attraktive, neue Bedienungsformen wie Spracheingabe oder Gestensteuerung eingesetzt werden.
Um das zu erreichen, sollten grafische Bedienoberflächen so einfach, übersichtlich und intuitiv wie möglich gestaltet werden – inklusive visueller Handlungsaufforderungen, die zum Bedienen animieren. In diesem Kontext bietet sich vor allem der Einsatz von Gamification-Lösungen an – zum Beispiel Touch-Tables oder Lift-and-Learn-Systeme.
Zudem sollten die Systeme im Vorfeld, also vor ihrem praktischen Einsatz, ausgiebig getestet und bewertet werden. Hierfür ist es am besten, Testpersonen auszuwählen, die der jeweiligen Zielgruppe möglichst ähnlich sind.
Nichts ist langweiliger, als den Gästen in einer Wartesituation permanent die gleichen Inhalte über Digital Signage-Systeme zu zeigen. Denn dies führt dazu, dass die eigentliche Intention – die gefühlte Wartezeit zu reduzieren – ins Gegenteil verkehrt wird. Gleichzeitig sollte jedoch beachtet werden, dass jedes Thema mindestens zweimal ausgespielt wird. Daher empfehle ich, jeden Ausspielungsraum in Bezug auf die durchschnittliche Wartedauer genau zu analysieren – um so zu bestimmen, wie viele unterschiedliche Themen angezeigt werden sollen und mit welcher Dauer.
Dabei gilt es stets zu beachten: Wartezonen sind klassische Infotainment-Bereiche. Entsprechend sollten Gäste nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden. Dafür bietet es sich an, neben klassischer Werbung auch Eyecatcher zu integrieren – also Inhalte, die die Gäste nicht erwarten und ihre spontane Aufmerksamkeit erregen.
Das können beispielsweise zur Situation passende Funfacts („Haben Sie gewusst, dass…) oder Quiz-Spiele sein, die ähnlich wie „Wer wird Millionär?“ aufgebaut sind.
Wie oft die Themen geändert werden sollen, ist branchen- und situationsabhängig (Customer Touchpoint), hier gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien. Ich empfehle jedoch, die Inhalte zumindest einmal pro Woche anzupassen. Man sollte sich stets fragen, wie oft die Gäste zum jeweiligen Ausspielpunkt kommen.
Die Nutzung von Digital Signage-Lösungen kann für die Tourismus- und Gastronomiebranche von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg sein.Mit den Lösungen können sie etwas schaffen, das ihr Business nachhaltig voranbringt: ein Erlebnis für die Gäste.
Dies gelingt jedoch nur, wenn die Digital Signage-Systeme richtig eingesetzt werden. Bei dieser Aufgabe können wir als CANCOM End-to-End unterstützen. Neben der initialen Beratung kümmern wir uns um die praktische Implementierung sowie den anschließenden Betrieb der Digital Signage-Lösungen. Dabei passen wir die Lösungen stets an die individuellen Anforderungen an.
Dies ist der dritte Teil einer Artikelserie zum Thema Digital Signage, in der CANCOM-Experte und Gastautor Christian-Thomas Retinger zahlreiche Facetten rund um das Thema Digital Signage beleuchtet. Den Auftakt der Artikelserie – Digital Signage in der internen Kommunikation – finden Sie hier. Den zweiten Teil – Digital Signage im Einzelhandel – können Sie hier nachlesen.
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