Wieso IT-Teams ihre Monitoring-Landschaft konsolidieren sollten – und wie es gelingen kann 

Dass ein kontinuierliches Monitoring der IT-Infrastruktur heute essenziell ist, ist kein Geheimnis: Nur dann lässt sich gewährleisten, dass IT-Systeme jederzeit verfügbar sind, performant arbeiten und vor Cyberbedrohungen geschützt sind. Die praktische Umsetzung des IT-Monitorings ist jedoch komplex und führt häufig dazu, dass Unternehmen eine Reihe von IT-Tools für das Monitoring einsetzen. Immer mehr Firmen möchten das nun ändern: Sie möchten die Anzahl an Tools reduzieren und ihre Monitoring-Landschaft konsolidieren. Doch woran liegt das? Und wie kann eine solche Konsolidierung gelingen?

5. Januar 2026

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Lesedauer: ca. 5 Min.

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Bild: © Andrey Popov/stock.adobe.com

Es hat sich zum Status quo entwickelt: die Nutzung von drei oder mehr Tools für das IT-Monitoring. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „SysAdmin Day: Consolidating IT Tools“ von Checkmk, über die unter anderem das Fachportal „IT-Daily.net“ berichtet hat.

Demnach nutzt mittlerweile jedes zweite Unternehmen zwischen drei und fünf verschiedene Tools allein für das IT-Monitoring. Eine große Mehrheit der IT-Professionals ist mit dieser Situation alles andere als glücklich: Laut Studie möchten 71 Prozent die Anzahl ihrer Tools reduzieren.   

Zu viele Monitoring-Tools bergen einige Schwierigkeiten

Das ist kaum überraschend, denn zu viele Monitoring-Tools können mehrere Probleme verursachen – auch wenn sie auf den ersten Blick eine gewisse Flexibilität versprechen. Diese sind vor allem:

  • Mehrere Lizenzmodelle und Supportverträge: Diese erhöhen den operativen Aufwand.
  • Fehlende oder unzureichende Integration: Häufig sind die unterschiedlichen Monitoring-Tools nur wenig oder im schlimmsten Fall gar nicht miteinander vernetzt. Diese Silos werden besonders dann zum Problem, wenn Fehler oder Störungen in der IT-Infrastruktur auftreten. Denn um die Ursache ganzheitlich zu ermitteln, müsste die Fehleranalyse ganzheitlich, also über alle Tools hinweg, durchgeführt werden. Aufgrund der Silos ist das aber nicht oder nur schwer umsetzbar.
  • Aufwendige Schulungen und längere Einarbeitungsphasen: Je mehr unterschiedliche Monitoring-Tools im Einsatz sind, desto langwieriger und aufwendiger fällt die Einarbeitung der Mitarbeiter aus. Diese ist aber unabdingbar, um die Tools sinnvoll in der Praxis einzusetzen.

All dies kostet Unternehmen mindestens wertvolle Zeit und Geld. Im schlimmsten Fall werden die Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Systeme gefährdet. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn nach einer potenziellen Cyberbedrohung die Ursachenanalyse zu lange dauert.

Diese Vorteile bietet eine Monitoring-Konsolidierung

Sofern richtig umgesetzt, verhindert eine Monitoring-Konsolidierung solche und weitere Probleme – zumal sie Unternehmensvorteile in drei wesentlichen Bereichen bietet.

1. Einsparung von Zeit und Geld 

Wer weniger IT-Monitoring-Tools nutzt, benötigt weniger Lizenzen, Supportverträge, operative Aufwände und Schulungszeiten. Dies kann zu deutlichen Einsparungen von Zeit und Geld führen.

Der IT-Monitoring-Hersteller Paessler etwa hat hierzu Beispielrechnungen aufgestellt – mit dem Hinweis, dass diese Zahlen je nach Unternehmensgröße variieren können. Die Grundtendenz sei jedoch immer gleich: Weniger Tools bedeuteten Einsparungen und mehr Effizienz.

Demnach können jährlich zehntausende Euro eingespart werden, wenn nur noch ein zentrales IT-Monitoring-Tool genutzt wird. Weiterhin ließe sich die Zeit für die Toolpflege in IT-Teams pro Quartal deutlich reduzieren. Paessler spricht in diesem Kontext von mehreren Personentagen.

2. Schnellere Reaktion in Echtzeit 

Bei einer Cyberbedrohung zählt vor allem eines: Geschwindigkeit. Das betont Walter Wirl (Senior Business Consultant bei CANCOM), der bei CANCOM als Krisenmanager tätig ist, im CANCOM.info-Interview. Nur so ließe sich der Schaden begrenzen und das Unternehmen handlungsfähig halten.

Die Konsolidierung von IT-Monitoring-Tools kann entscheidend dazu beitragen, diese Geschwindigkeit zu erreichen. Denn damit haben IT-Teams die Möglichkeit, die IT-Infrastruktur und ihre Komponenten wie Netzwerk, Server, Anwendungen und Umgebungsdaten ganzheitlich zu überwachen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass potenzielle Cyberbedrohungen schnell identifiziert, analysiert und behoben werden können.

3. Höhere Energieeffizienz und Nachhaltigkeit 

Die Anzahl der IT-Monitoring-Tools zu reduzieren, bedeutet auch, den Energieverbrauch in Unternehmen zu senken. Schließlich benötigt jedes einzelne Tool entsprechende Rechenressourcen und -kapazitäten, um ordnungsgemäß zu funktionieren.

Zudem fällt es IT-Teams so deutlich leichter, Infrastruktur-, Auslastungs- und Energiedaten zentral einzusehen – und daraus entsprechende Optimierungen in den Bereichen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für die IT-Infrastruktur abzuleiten. Dies können zum Beispiel die Offenlegung stillgelegter bzw. wenig ausgelasteter Server oder die Auswertung von Kühlzonen und Hotspots sein.

Diese Schritte sind für eine Monitoring-Konsolidierung nötig

Um die Konsolidierung der IT-Monitoring-Tools nun erfolgreich zu realisieren – um von den genannten Vorteilen zu profitieren – müssen Unternehmen die Konsolidierung schrittweise angehen. Die konkreten Schritte sind:

  1. Ist-Aufnahme: Welche IT-Monitoring-Tools existieren? Welche Funktionen werden wirklich benötigt? Wo gibt es Überschneidungen?
  2. Definition der individuellen Anforderungen 
  3. Durchführung eines Pilotprojekts: Es wird getestet, wie sich die Monitoring- Konsolidierung in einem kleinen Rahmen auswirkt. Diese Tests dauern in der Regel 4 bis 6 Wochen.
  4. Schrittweise Ausweitung der Konsolidierung 
  5. Erfolgsmessung: Erfolgskriterien sind zum Beispiel ein Vergleich der Kosten und des Energieverbrauchs – vor und nach der Konsolidierung. 

Umsetzung der Monitoring-Konsolidierung mit Paessler und CANCOM

Bei der praktischen Umsetzung der Monitoring-Konsolidierung können Unternehmen auf die professionelle Unterstützung von Paessler und CANCOM zurückgreifen. So bietet Paessler mit Paessler PRTG eine vielseitige Plattform für modernes IT-Monitoring an – von Netzwerkgeräten über Server und Virtualisierung bis hin zu Cloud-Diensten. Wie der Hersteller betont, macht Paessler PRTG dadurch eine Vielzahl von Monitoring-Tools überflüssig. Außerdem hätten Firmen die Möglichkeit, bestehende Tools in Paessler PRTG zu integrieren. Das Ergebnis sei ein zentralisiertes Monitoring über die gesamte IT-Infrastruktur hinweg.

CANCOM wiederum kümmert sich um die Beratung, Planung und Integration von Paessler PRTG in die bestehenden Unternehmensprozesse. Gerade die maßgeschneiderte Anpassung auf die individuellen Unternehmensanforderungen ist entscheidend, damit die Lösung ihr volles Potenzial entfalten kann. Das heben Paessler und CANCOM hervor.

Zu den konkreten Leistungen von CANCOM zählen:

  • Ganzheitliche Beratung zur Monitoring-Strategie (Ist-Aufnahme, Definition der Anforderungen)
  • Konzeption und Architektur der zentralen Monitoring-Landschaft
  • Testeinsatz von Paessler PRTG (im Rahmen eines Pilotprojekts)
  • Schrittweise Implementierung von Paessler PRTG – inklusive Schnittstellen und Dashboards
  • Integration von Paessler PRTG in bestehende IT-Umgebungen
  • Umfangreicher Service und Support durch CANCOM-Experten – vor und nach der Integration

Fazit

Eine Konsolidierung der bestehenden IT-Monitoring-Tools – hin zu einem zentralisierten IT-Monitoring – ist für Unternehmen aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Richtig umgesetzt, können sie dadurch Zeit und Geld einsparen, die Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer IT-Infrastruktur erhöhen sowie energieeffizienter und nachhaltiger wirtschaften.

Die Partnerschaft von Paessler und CANCOM zielt darauf ab, Unternehmen genau diese Monitoring-Konsolidierung zu ermöglichen. Denn während Paessler mit Paessler PRTG die passende Lösung anbietet, unterstützt CANCOM die Firmen dabei, alle nötigen Schritte durchzuführen, um die Lösung maßgeschneidert im Betrieb einzuführen. Das Ziel: ein zentrales IT-Monitoring über die gesamte IT-Infrastruktur hinweg.

Sie möchten sich weiter zu Paessler PRTG und den Leistungen von CANCOM informieren – oder wünschen eine unverbindliche Beratung? Dann besuchen Sie gerne die exklusive Themenseite.

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