Der Einsatz von AI hat sich in den verschiedensten Bereichen im Unternehmensumfeld etabliert. Der Bereich Digital Signage ist hier keine Ausnahme. Doch wie genau sieht die Nutzung von AI für Digital Signage aus? Das erklärt CANCOM-Experte Christian-Thomas Retinger im Gastbeitrag. Dabei geht er auf konkrete Einsatzszenarien ein – und zeigt auch Bedenken und Risiken auf.
20. Februar 2026
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Gerade der Einzelhandel kann vom Einsatz von AI im Digital Signage-Kontext profitieren (Bild: © Gorodenkoff/stock.adobe.com).
Der Bereich Digital Signage ist für die Nutzung von AI prädestiniert: So hat sich Digital Signage in den letzten Jahren vermehrt zu einer datengesteuerten Mehrwert-Plattform entwickelt. Und Daten sind genau das, was jede AI-Anwendung benötigt, um zu funktionieren. Wie CANCOM-Experte Christian-Thomas Retinger im Gastbeitrag hervorhebt, lässt sich der Einsatz von AI für Digital Signage in drei Phasen unterteilen: analytisch, generativ und agentisch. Diese Phasen bauen aufeinander auf und ermöglichen vielfältige Einsatzszenarien. Gerade Branchen wie der Einzelhandel können durch AI profitieren: Richtig eingesetzt, können Retail-Unternehmen damit ihrem Ziel näherkommen, ein personalisiertes Einkaufserlebnis für die Kunden zu schaffen. CANCOM unterstützt Unternehmen dabei, moderne Digital Signage-Systeme einzuführen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Themenseite.
Dieser Text wurde mithilfe von AI erstellt und redaktionell überprüft.
AI-Lösungen sind mittlerweile im privaten und beruflichen Kontext omnipräsent – und können bei der richtigen Nutzung wertvolle Unterstützung leisten. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Digital Signage-Bereich aus.
Tatsächlich ist Digital Signage für den Einsatz von AI prädestiniert. Denn Digital Signage hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einer datengesteuerten Mehrwert-Plattform entwickelt. Und Daten sind genau das, was jede AI-Anwendung benötigt, um zu funktionieren.
So analysieren AI-Anwendungen auf Basis dieser Daten automatisiert Muster, die der Mensch nicht oder nicht so schnell erkennen könnte. Je mehr Daten vorhanden sind und je höher deren Qualität, desto präziser fallen die Analysen aus.
Gerade bei sensiblen Daten muss jedoch im Vorfeld geklärt werden, welche Daten notwendig sind, wie sie gesammelt und gespeichert werden und was mit ihnen passiert. Erst dann kann der Einsatz von AI datenschutzkonform und verantwortungsvoll erfolgen.
Doch wie lässt sich AI nun konkret für Digital Signage nutzen? Prinzipiell lässt sich der Einsatz in drei Phasen unterteilen – wobei diese aufeinander aufbauen.
Hier werden AI-Lösungen primär eingesetzt, um die von den Digital Signage-Systemen generierten Daten auszuwerten. Dies ermöglicht:
Hier unterstützen AI-Lösungen dabei, Inhalte über Digital Signage-Systeme zu generieren und auszuspielen. Die in Phase 1 ausgewerteten Daten sind dafür die Basis. Konkret wird ermöglicht:
Hier übernehmen AI-Lösungen die Generierung und Ausspielung von Inhalten autonom – innerhalb eines vordefinierten Rahmens. Die agentische AI geht somit über die reine Unterstützungsfunktion von AI (Phase 2) hinaus. Konkret zeichnet diese aus:
Gerade im Einzelhandel – eine Branche, die enorm von Digital Signage profitieren kann – kann die Nutzung von AI zentrale Mehrwerte mit sich bringen. Vor allem die analytische AI lässt sich auf vielfältige Weise einsetzen – wir sprechen hier von Retail Analytics. So ist es beispielsweise durch den Einsatz von Sensorik, AI-Kameras und Echtzeitanalyse möglich, anonymisierte Kundendaten zu Alter und Geschlecht zu erheben und auszuwerten (Gender Ageing).
Aus diesen gewonnen Daten lassen sich dann passende, zielgruppenspezifische Inhalte über Digital Signage-Systeme, zum Beispiel über Monitore im Geschäft, generieren und ausspielen. Die Generierung und Ausspielung kann entweder mit Unterstützung von AI-Lösungen erfolgen (Generative AI) oder vollständig automatisiert (Agentische AI).
Neben Gender Ageing ist auch die Erstellung sogenannter Heatmaps umsetzbar. In diesem Fall zeichnen optische Sensoren die typischen Bewegungsmuster der Kunden anonym und DSGVO-konform im Geschäft auf. Auf Basis dieser Daten werden ihre Laufwege AI-gestützt analysiert – was wiederum die Grundlage schafft, um herauszufinden
Diese Beispiele zeigen: Der Einsatz von AI-Technologie kann im Einzelhandel wesentlich dazu beitragen, dass der Zielgruppe relevante Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort ausgespielt werden. Damit können Retail-Unternehmen ihrem Ziel ein gutes Stück näherkommen: die Schaffung eines personalisierten, „emotional“ ansprechenden Einkaufserlebnisses.
Der Einsatz von AI für Digital Signage wird natürlich nicht nur für den Einzelhandel immer wichtiger. Auch in anderen Branchen, wie im Gesundheitswesen oder Tourismus, sind AI-gestützte Digital Signage-Lösungen die Zukunft.

Ein weiteres, zentrales Einsatzszenario von AI im Digital Signage-Kontext ist das Audience Measurement. Hier wird systematisch in Echtzeit und anonymisiert das Verhalten der Kunden vor digitalen Bildschirmen analysiert. Ein Kriterium sind dabei die Emotionen des jeweiligen Kunden (wie im Bild zu sehen). Für die technische Umsetzung spielt die Nutzung von AI-Kameras eine wesentliche Rolle (Bild: © CANCOM).
Dies liegt auch daran, dass Unternehmen eine Reihe von Optionen haben, AI (analytisch, generativ und agentisch) für Digital Signage-Systeme zu nutzen. Neben den genannten Beispielen Gender Ageing und Heatmaps sind folgende, weitere Einsatzszenarien möglich:
Egal, ob es um Gender Ageing, Heatmaps oder Audience Measurement geht: All diese Szenarien lassen sich nur umsetzen, wenn Unternehmen AI-Kameras nutzen. Dies verursacht verständlicherweise Unbehagen: Man fühlt sich unwillkürlich überwacht und ausspioniert.
Doch das ist weder das Interesse von Digital Signage noch technisch gewollt. Kamerabasierte, AI-gestützte Digital Signage-Lösungen interessieren sich für Muster, nicht für persönliche Daten. Es geht darum, Personengruppen unter anderem nach Alter und Geschlecht zu differenzieren, um relevante Informationen für die Betrachter ausgeben zu können. Personenbezogene Daten spielen hier keine Rolle. Das bedeutet: Es werden nur anonyme und keine personenbezogenen Daten gesammelt.
Das heißt natürlich nicht, dass AI-Technologien im Kontext von Digital Signage grundsätzlich keine Gefahr für personenbezogene Daten darstellen können. Wie oben erwähnt, muss gerade bei sensiblen Daten unbedingt im Vorfeld geklärt werden, welche Daten für den Einsatz von AI tatsächlich notwendig sind – und wie sie gesammelt, gespeichert und verwertet werden. Andernfalls besteht durchaus die Gefahr des Datenmissbrauchs und der -manipulation.
Wer Digital Signage künftig gewinnbringend in der Unternehmenspraxis einsetzen möchte, kommt jedoch nicht umhin, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Denn eines steht fest: Firmen kommen um den Einsatz von AI nicht mehr herum. Denn dieser markiert keine Evolution, sondern eine Revolution.
Wir als CANCOM unterstützen Ihr Unternehmen ganzheitlich dabei, Digital Signage-Lösungen (inklusive AI-Technologie) erfolgreich einzuführen und auf Wunsch zu betreiben. Nähere Informationen zu unseren Leistungen finden Sie auf unserer Themenseite. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, unsere Experten zu kontaktieren.