Quantencomputing – belastbare Ergebnisse statt Visionen

Unternehmen bewerten Quantencomputing zunehmend nach praktischen Ergebnissen statt nach Versprechen. Eine aktuelle QuEra-Studie zeigt, dass der Fokus sich hin zu konkreten Anwendungen, nachweisbarem Nutzen und realistischen Investitionsstrategien verschiebt.

18. Februar 2026

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Lesedauer: ca. 2 Min.

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Bild: © Vishal Bansal/unsplash.com

Unternehmen lösen sich zunehmend von bloßen Zukunftsversprechen und verlangen im Bereich Quantencomputing konkrete Ergebnisse, bevor sie Budgets freigeben oder strategische Partnerschaften eingehen. Gemeint sind einerseits Anwendungsfälle und belastbare Pilotprojekte und andererseits klar belegbare Wettbewerbsvorteile. Somit stehen konkrete Business Cases und ein klarer ROI vermehrt an erster Stelle. Dieses Bild zeichnet ein aktueller Report von QuEra Computing.

Für die Studie wurden 291 Personen aus mehr als 25 Ländern, darunter 82 aus dem EU-Raum, befragt. Das zentrale Ergebnis: Obwohl der langfristige Nutzen von Quantencomputing kaum infrage gestellt wird, erfolgen Investitionen selektiver und stärker nutzenorientiert.

Klassische IT stößt an ihre Grenzen

62 Prozent der Befragten geben an, mit traditionellen IT-Systemen zunehmend an Leistungsgrenzen zu stoßen. Genau hier entsteht laut Studie der Bedarf an Quantencomputing, insbesondere bei hochkomplexen Rechen- und Optimierungsaufgaben, die sich mit klassischen Architekturen nur mit enormem Aufwand oder gar nicht mehr effizient lösen lassen. Quantenverfahren könnten unter der Voraussetzung, dass sie reproduzierbare und wirtschaftlich relevante Ergebnisse liefern, perspektivisch echte Wettbewerbsvorteile schaffen.

Fachkräftemangel bremst Umsetzung

Doch trotz der wachsenden strategischen Bedeutung bleibt der praktische Einsatz herausfordernd. Das geht klar aus der Studie hervor: 37 Prozent der Befragten nennen fehlende Fachkräfte als eines der größten Hindernisse für die Implementierung von Lösungen auf Basis von Quantencomputing. Der Aufbau entsprechender Expertise – sowohl auf technologischer als auch auf strategischer Ebene – entwickle sich somit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.

Wie die Studienautoren betonen, zeigen sich international teils deutliche Unterschiede: Die USA zeigten die größte Zuversicht hinsichtlich ihrer nationalen Positionierung und Führungsrolle im Bereich Quantencomputing, während die Antworten aus der EU zurückhaltender ausfielen. Der internationale Wettbewerb um Know-how, Infrastrukturen und Innovationsführerschaft ziehe damit weiter an.

Quantencomputing längst keine Zukunftsmusik mehr

Doch wann genau wird Quantencomputing sein Potenzial in Unternehmen entfalten? Laut Report erwarten 43 Prozent bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Überlegenheit gegenüber klassischen IT-Systemen, weitere 37 Prozent innerhalb von sechs bis zehn Jahren. Nur eine kleine Minderheit rechne mit Zeiträumen von über zehn Jahren oder halte diesen Schritt für unrealistisch.

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