Cloud-Kosten in Zeiten von OPEX und AI
Traditionell bedeuteten IT-Investitionen, dass Unternehmen hohe einmalige Ausgaben tätigten, um IT-Komponenten oder Lösungen zu kaufen (CAPEX-Modell). Dies hat sich fundamental geändert. Inzwischen dominieren operative Kostenmodelle (OPEX), bei denen Unternehmen die IT-Lösungen nicht mehr erwerben, sondern „nur“ noch konsumieren – überwiegend über die Cloud. Bezahlt wird fortlaufend nach der tatsächlichen Nutzung. Wie eine aktuelle Studie von Sopra Steria Next aufzeigt, bietet das OPEX-Modell einige Vorteile. Gerade im AI-Zeitalter bestehen jedoch auch Risiken. Welche das sind und wieso Firmen künftig ein FinOps-Framework benötigen, lesen Sie im Beitrag.
27. März 2026
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Lesedauer: ca. 2 Min.

In Zeiten von OPEX und AI müssen Unternehmen ihre (Cloud-)Kosten mittels FinOps genau im Blick behalten und steuern – so eine aktuelle Studie (Bild: © Jakub Żerdzicki/unsplash.com).
Laut der Studie, über die unter anderem das Fachportal „CloudComputing Insider“ und die WirtschaftsWoche berichtet haben, ist das OPEX-Modell heute der Standard, wenn es um IT-Ausgaben geht. Demnach werden bis Ende 2026 mehr als 75 Prozent der IT-Ausgaben als OPEX verbucht werden. Die Studienautoren beziehen sich dabei auf Prognosen von Gartner.
Das OPEX-Modell sei auch grundsätzlich sinnvoll. Dadurch profitieren Unternehmen von einer hohen Agilität und Flexibilität, die in der digitalen Ökonomie entscheidend sind – so die Studienautoren weiter.
Gerade in Zeiten von AI birgt das OPEX-Modell für Unternehmen jedoch auch ein großes Risiko: zu hohe (Cloud-)Kosten. Denn mit dem verstärkten Einsatz von AI steige die Gefahr wachsender laufender IT-Betriebskosten – etwa durch GPU-Kosten für Rechenleistung oder Token-Gebühren für die Datenverarbeitung. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Kostenüberschreitungen.
Dass dies keine theoretische Gefahr ist, zeige die Praxis: So geben in der Studie durchschnittlich 23 Prozent der Unternehmen an, den Budgetrahmen bei Cloud-Rechnungen bereits heute überschritten zu haben. Dieses Phänomen ist auch als „Bill Shock“ bekannt. Eine notfalls harte Kostenbremse durchzuführen, ist für Unternehmen indes keine wirkliche Option. Denn damit setzen sie unter anderem die Betriebsbereitschaft aufs Spiel – beispielsweise, wenn ein Kundensupport-Bot nicht mehr funktioniert, weil er nicht mehr auf die erforderlichen Cloud-Ressourcen zugreifen kann.
Laut Studie wird es für Unternehmen deshalb immer wichtiger, die Transparenz und Steuerung ihrer (Cloud-)Kosten mittels FinOps anzupassen bzw. zu optimieren. Damit ließen sich die Cloud-Ausgaben nicht nur kontrollieren und im Rahmen halten, sondern auch signifikant senken: Es bestehe ein Einsparpotenzial von bis zu 27 Prozent.
Konkret zielt das FinOps-Framework darauf ab, die im Betrieb anfallenden Cloud-Kosten transparent einzusehen, zu kontrollieren, zu steuern und zu optimieren. Dazu zählen beispielsweise Echtzeitkennzahlen sowie die Auflistung und Analyse der Kosten pro Transaktion oder AI-Prompt. Wie die Studienautoren betonen, wird die praktische Anwendung von FinOps für Unternehmen künftig unverzichtbar sein.
Bei der Umsetzung von FinOps können Firmen auf professionelle IT-Dienstleister wie CANCOM zugehen. So unterstützt CANCOM Unternehmen ganzheitlich dabei, das FinOps-Framework zu realisieren. Zu den Leistungen zählen unter anderem die Durchführung eines FinOps-Assessments, die Einführung entsprechender FinOps-Tools und -Services sowie ein kontinuierliches Cloud-Kostenmanagement.