Meldungen

Neue Untersuchung

AI-Traffic im Internet steigt deutlich schneller als menschlicher Datenverkehr

22. Juni 2026

|


Roter Schriftzug AI auf lila Hintergrund

Bild: © CANCOM

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von Fastly, über die unter anderem das Fachportal „IT Administrator“ berichtet hat. Demnach ist das Volumen der AI-Anfragen im Internet zwischen Januar und Mai 2026 um rund 30 Prozent gestiegen. Damit sei der AI-Traffic um etwa 6,5-mal schneller gewachsen als der klassische Web-Traffic.

Laut der Analyse sind AI-Crawler und sogenannte AI-Fetcher wesentliche Gründe für diese Entwicklung. Während AI-Crawler Web-Inhalte sammeln, um AI-Modelle zu trainieren oder zu aktualisieren, durchforsten AI-Fetcher das Internet in Echtzeit nach Informationen – damit etwa AI-Assistenten in der Lage sind, Nutzeranfragen auf Basis aktueller Websitedaten zu beantworten.

AI-Traffic und -Anfragen technisch deutlich anspruchsvoller

AI-Anfragen unterscheiden sich jedoch wesentlich von klassischen Nutzerzugriffen. Denn während menschliche Anfragen in der Regel über zwischengespeicherte Kopien (Cache) bedient werden und den eigentlichen Server kaum belasten, benötigen AI-Systeme häufig Zugriff auf Rohdaten oder strukturierte Informationen. Dadurch müssen ihre Anfragen deutlich häufiger bis zu den Ursprungssystemen, sprich Servern, hinter einer Website durchdringen – was die Backend-Infrastruktur erheblich stärker beansprucht.

Die Untersuchung von Fastly veranschaulicht dies mit konkreten Zahlen: Demnach erforderten im Mai 2026 mehr als die Hälfte aller AI-Anfragen einen direkten Zugriff auf die Ursprungssysteme hinter den Websites. Bei menschlichen Anfragen sei dies bei weniger als neun Prozent der Fall gewesen.

Laut der Analyse entwickelt sich AI-Traffic für IT-Verantwortliche damit zunehmend zu einem eigenen Planungs- und Steuerungsfaktor. Neben Fragen der Lastverteilung und Performance müssten sie auch festlegen, welche AI-Dienste überhaupt auf ihre Inhalte, Anwendungen und APIs zugreifen dürfen. Entsprechend gehe es vermehrt darum, automatisierte AI-Zugriffe gezielt zu überwachen und zu kontrollieren.

Neueste Meldungen

Aktuelle Studie

Immer mehr AI-Agenten und -Anwendungen werden in Firmen entwickelt. CIOs haben jedoch große Schwierigkeiten, die Kontrolle über den AI-Einsatz zu behalten.

Artikel lesen

Im September 2026 treten die ersten Anforderungen des Cyber Resilience Acts in Kraft. Unternehmen scheinen nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

Artikel lesen

AISI Deutschland

Das erste deutsche AI-Sicherheitsinstitut ist offiziell in Berlin gestartet. Das Ziel: die Resilienz Deutschlands im AI-Bereich langfristig stärken.

Artikel lesen

Aktuelle Bitkom-Studie

Ausländische Geheimdienste nehmen deutsche Unternehmen vermehrt ins Visier. Das hat eine aktuelle Bitkom-Studie ergeben.

Artikel lesen

Aktuelle Gartner-Studie

Laut dem Analystenhaus Gartner könnten sich die Inferenzkosten bis 2028 verfünffachen – trotz effizienterer AI-Modelle.

Artikel lesen

Neuer Report

Eine aktuelle Analyse von TrendAI zeigt: Insider werden zur begehrten Ressource im Cybercrime.

Artikel lesen