Meldungen

Workday-Studie: „The Copy/Paste Economy”

AI nur in jedem fünften Betrieb tief in Kernprozesse integriert – Produktivität bleibt zurück

3. Juli 2026

|

img_ccinfo_ai

Bild: © CANCOM

Der wachsende Einsatz von AI-Tools stellt Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Insbesondere die Verknüpfung von AI mit zentralen Systemen für Personal, Finanzen und Planung erweist sich oft als Hürde. Das geht aus der aktuellen Studie „The Copy/Paste Economy“ von Harris Poll im Auftrag von Workday hervor. So geben lediglich 21 Prozent der deutschen Beschäftigten an, dass AI-Tools bereits tief in die zentralen Systeme integriert sind.

Diese mangelnde Verzahnung führt in der Praxis laut Studie vor allem dazu, dass die breite Nutzung von AI nicht automatisch zu messbar höherer Produktivität führt.

Die Studie liefert dazu konkrete Zahlen: Obwohl demnach 74 Prozent der deutschen Befragten AI-Tools als Erleichterung bei ihren täglichen Aufgaben empfinden (global: 83 Prozent), stellen nur gut die Hälfte eine Beschleunigung im Arbeitsalltag durch AI fest. So würden lediglich 49 Prozent (global: 61 Prozent) Aufgaben dadurch schneller erledigen.

Begrenzte Ressource Zeit: Wenn Systeme nicht zusammenspielen

Laut Studie ist dies auch kein Wunder: Wegen der unabgestimmten Systeme würde fast ein Viertel der Befragten in Deutschland wöchentlich mindestens sieben Stunden mit dem manuellen Übertragen und Formatieren von Daten zwischen verschiedenen Anwendungen verbringen (Copy-Paste-Aufwände). Dies koste wertvolle Zeit und Ressourcen – was neben dem Produktivitätsverlust zusätzlich das Vertrauen in AI-Ergebnisse schmälern könne. Wie die Studie betont, kann dies im Extremfall dazu führen, dass Empfehlungen aus AI-Systemen gar nicht mehr genutzt werden.

Handlungsbedarf: Wie Unternehmen sich rüsten können

Angesichts dieser Situation sieht die Studie erheblichen Handlungsbedarf – sowohl bei der Integration von AI in zentrale Unternehmenssysteme als auch beim Aufbau resilienter Datenarchitekturen sowie Sicherheits- und Compliance-Strukturen. Konkret nennt die Studie folgende Ansatzpunkte:

  • Frühes Erkennen von Systembrüchen durch Analyse von Copy-/Paste-Aufwände im Arbeitsalltag
  • Überprüfung und Anpassung bestehender AI-Strategien, etwa im Hinblick auf Integration, Datenqualität und Compliance
  • Direkte Einbettung von AI in Kernsysteme, um Medienbrüche zu vermeiden
  • Aufbau konsistenter Datenfundamente mit einheitlichen Governance-Strukturen
  • Absicherung geschäftskritischer AI-Anwendungen durch geeignete Sicherheit-, Datenschutz- und Compliance-Vorgaben

Wieso der Weg von der breiten AI-Nutzung zur echten Wertschöpfung so anspruchsvoll ist – und wie dieser gelingt – erfahren Sie im Gastbeitrag von CANCOM-Experte Daniel Kiehl.

Sie wünschen eine unverbindliche Beratung rund um die Themen AI-Integration und intelligente Automatisierung – oder möchten ein AI-Readiness-Assessment durchführen? Dann kontaktieren Sie gerne unsere Experten.

Neueste Meldungen

Workday-Studie: „The Copy/Paste Economy”

Laut aktueller Studie sind AI-Tools nur in jedem fünften Betrieb eng mit zentralen Systemen verzahnt. Dies wirkt sich negativ auf die Produktivität aus.

Artikel lesen

Neue Untersuchung

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse. Demnach wächst AI-Traffic um etwa 6,5-mal schneller als klassische Nutzerzugriffe.

Artikel lesen

Nationaler Sicherheitsrat beschließt neue AI-Einrichtung

Die Bundesregierung gründet ein AI-Sicherheitsinstitut zur Analyse und Bewertung moderner AI-Modelle. Mehr erfahren.

Artikel lesen

Zwischen Automatisierung und Kontrolle

„Human on the Loop“ bedeutet, dass Menschen AI-Systeme überwachend begleiten und nur bei Bedarf eingreifen.

Artikel lesen

Studie: AI-ready Data Platforms 2026

Wie „AI-ready“ sind Datenplattformen wirklich?

Artikel lesen

Studie warnt vor “Schmeichel-AI“

Viele AI-Modelle stimmen Nutzern überdurchschnittlich häufig zu – selbst bei Täuschungen oder illegalen Handlungen. Das hat eine aktuelle Studie ergeben.

Artikel lesen