Moderne OP-Managementsysteme

Der OP der Zukunft: Effizienz trifft Menschlichkeit

Viele Kliniken treiben die digitale Transformation heute voran. Doch gerade im Operationssaal gibt es noch Luft nach oben. So erfolgt die Dokumentation beispielsweise häufig noch per Hand auf Papier – anstatt digital. Dadurch besteht das Risiko, dass wichtige Informationen verloren gehen oder Prozesse zu lange dauern. Abhilfe schaffen moderne OP-Managementsysteme. Doch was genau zeichnet diese aus?

28. Juli 2025

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Lesedauer: ca. 3 Min.

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Bild: © Getinge

In vielen Kliniken ist der Wandel bereits spürbar: Digitale Technologien halten zunehmend Einzug in den OP-Bereich, Prozesse werden transparenter, die Zusammenarbeit effizienter. Doch trotz dieser Fortschritte bleibt viel Potenzial ungenutzt – insbesondere dort, wo Abläufe noch stark manuell und papierbasiert sind oder Systeme nicht miteinander kommunizieren.

Das zeigt auch der aktuelle DigitalRadar-Zwischenbericht des Bundesministeriums für Gesundheit: Nur 6 Prozent der deutschen Krankenhäuser erreichen derzeit einen hohen digitalen Reifegrad. Besonders große Defizite bestehen bei der Echtzeitdatenverfügbarkeit, der intersektoralen Vernetzung und der prozessübergreifenden IT-Integration – also genau dort, wo effizientes OP-Management ansetzen müsste.

Gerade im Operationssaal, dem Herzstück jeder Klinik, entscheidet die Qualität der Planung und Koordination über medizinischen Erfolg, wirtschaftliche Stabilität – und im Extremfall über Menschenleben.

„Wenn ganze OP-Säle wegen fehlendem Personal geschlossen werden müssen, steht nicht nur der Ablauf, sondern die Wirtschaftlichkeit einer Klinik und die Gesundheit von Menschen auf dem Spiel“, bringt es Gerhard Hacker, Senior Manager Healthcare bei CANCOM, auf den Punkt.

Vom Gerät zur vernetzten Prozesskette

Moderne OP-Managementsysteme bieten hier einen entscheidenden Hebel. Sie verknüpfen Patientendaten, Personalverfügbarkeiten, Materialbestände und Raumplanung in Echtzeit. So entstehen dynamische Ablaufpläne, die sich bei Notfällen oder Ressourcenengpässen flexibel anpassen lassen. Der Einsatz von AI-Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle: Laut dem Medizintechnikunternehmen Getinge, die ein eigenes OP-Managementsystem anbieten, basieren die Algorithmen auf über 20 Parametern – von Vorerkrankungen bis zur Erfahrung des OP-Teams – und ermöglichen eine präzisere Planung sowie eine optimierte Nutzung von Ressourcen.

Nähere Informationen zu den Lösungen von Getinge im Gesundheitswesen, darunter das eigene OP-Managementsystem, gibt Christian Cordes (Product Sales Manager Digital Health Solutions DACH bei Getinge Deutschland GmbH) im folgenden Video. Dabei geht er auch auf die Partnerschaft von Getinge und CANCOM ein – und wie Kliniken davon profitieren.

Video: © CANCOM

Ein Beispiel aus der Praxis: Am Klinikum Stuttgart konnte durch den Einsatz digitaler OP-Planung die Auslastung deutlich gesteigert, Verzögerungen reduziert und die Zufriedenheit des Personals verbessert werden. Pünktlich endende Eingriffe bedeuten nicht nur effizientere Abläufe, sondern auch mehr Planbarkeit für alle Beteiligten – vom Team bis zu den Angehörigen.  

Digitale Souveränität im Krankenhaus

Datenschutz und digitale Souveränität sind dabei essenziell – so CANCOM-Experte Gerhard Hacker. Deshalb setze CANCOM auf OP-Managementsysteme, die vollständig On-Premises betrieben werden könnten. Wie Gerhard Hacker betont, basieren die AI-gestützten Systeme auf klinikeigenem Wissen, bleiben innerhalb der Krankenhausinfrastruktur und erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Zugriff erfolge ausschließlich rollenbasiert und revisionssicher. Dies sei ein entscheidender Vorteil gegenüber cloudbasierten Standardlösungen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor: Integration statt Disruption. „OP-Managementsysteme wie die von CANCOM und unserem Partner Getinge sind modular aufgebaut und ergänzen bestehende IT-Strukturen“, so Gerhard Hacker. „Sie bieten Live-Ansichten, Echtzeitdaten und flexible Planung – Funktionen, die klassische Krankenhausinformationssysteme (KIS) oft nicht abdecken können. Ziel ist es, Datenflüsse zu vernetzen, nicht neue Insellösungen zu schaffen.“ 

Digitale Lösungen brauchen menschliche Akzeptanz

Doch Technologie allein reicht nicht. Entscheidend ist, dass digitale Tools wie OP-Managementsysteme von den Nutzern akzeptiert und richtig eingesetzt werden. Deshalb beginnt CANCOM jedes Projekt mit einer genauen Analyse der bestehenden Prozesse in der Klinik – und mit Schulungen. Judith Stalder, Clinical Software Consultant DHS bei Getinge, hebt hervor: „Nur wenn sich das OP-Team in der Lösung wiederfindet, entsteht echte Akzeptanz.“

Die Expertin weiter: „Was heute noch visionär klingt – etwa Remote-Konsultationen mit Experten oder AI-gestützte intraoperative Entscheidungen – ist vielerorts bereits Realität. Die Zukunft des OPs ist digital – aber sie bleibt menschlich. Denn am Ende geht es darum, dass Patienten optimal vorbereitet in den OP kommen und das Team genau weiß, was zu tun ist. Ohne Medienbrüche, ohne Zeitverlust, ohne Unsicherheit.“ 

Nähere Informationen über das OP-Managementsystem von Getinge und die Leistungen von CANCOM finden Sie hier

Sie wünschen eine unverbindliche Beratung? Dann wenden Sie sich gerne an die Experten von CANCOM: Über die exklusive Themenseite haben Sie die Möglichkeit, direkt Kontakt aufzunehmen.

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