Bitkom-Studie

Deutsche Unternehmen schlecht auf hybride Angriffe vorbereitet

Die deutsche Wirtschaft ist nur unzureichend gegen hybride Angriffe gewappnet. Das besagt eine aktuelle Studie von Bitkom. Die Folgen können weitreichend sein. 

24. Februar 2026

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Lesedauer: ca. 2 Min.

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Bild: © Sora Shimazaki/pexels.com

Zum Beispiel könnten Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb nach einem Internetausfall nur 20 Stunden aufrechterhalten. Jedes fünfte müsse die Arbeit sogar sofort einstellen. Umgekehrt geben nur 8 Prozent der Unternehmen an, dass sie länger als 48 Stunden weiterarbeiten könnten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Bitkom-Studie, für die 604 Firmen ab 10 Beschäftigten in Deutschland befragt wurden.

Drei Viertel der Unternehmen sehen Deutschland im internationalen Vergleich als unzureichend auf hybride Angriffe vorbereitet. Darunter versteht man den koordinierten Einsatz verschiedener Mittel – wie physische Sabotage oder Cyberangriffe – um kritische Infrastrukturen und gesellschaftliche Stabilität zu beeinträchtigen. Wie die Studienautoren betonen, ist das ein großes Problem.

„Hybride Angriffe auf Deutschland, die sich in einer Grauzone zwischen Krieg und Frieden abspielen, sind kein potenzielles Risiko, sie sind Realität. Deshalb müssen wir die Resilienz von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft massiv hochfahren“, so Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Besonders gefährdet seien Sektoren wie die Energieversorgung, Banken und Versicherungen, das Gesundheitswesen sowie Telekommunikation und IT.

Bewusstsein vorhanden, Umsetzung mangelhaft

Dass hybride Angriffe eine reale Gefahr sind, gegen die man sich schützen muss, ist Unternehmen sehr bewusst. Laut Studie hält es eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) für wahrscheinlich, selbst Ziel hybrider Angriffe zu werden. Bei 61 Prozent sei der Schutz vor diesen Angriffen Chefsache.

Trotz dieses großen Bewusstseins hakt es gewaltig bei der Umsetzung. Das zeigt die Studie klar auf: Demnach fühlen sich 40 Prozent gar nicht auf hybride Angriffe vorbereitet. 38 Prozent sehen sich als eher schlecht vorbereitet. Nur 12 Prozent geben an, eher gut gerüstet zu sein. Als sehr gut vorbereitet stufe sich kein Unternehmen ein.

Das Grundproblem laut Studie: Es fehlt ein flächendeckender und umfassender Schutz. Zudem führe nur jedes zehnte Unternehmen regelmäßige Krisenübungen durch. Dies müsse sich schleunigst ändern.

Entsprechend kommentiert Dr. Ralf Wintergerst: „Wir müssen die Lücke zwischen Gefahrenbewusstsein und Schutzniveau schnellstmöglich schließen.“

IT-Dienstleister können helfen

IT-Dienstleister wie CANCOM können Unternehmen bei dieser Aufgabe unterstützen. Unter anderem hilft CANCOM Firmen dabei, sich ganzheitlich vor Cyberattacken abzusichern und die digitale Resilienz zu stärken – also entscheidende Bausteine zum Schutz vor hybriden Angriffen umzusetzen.

Nähere Informationen zu den Leistungen von CANCOM im Cybersecurity-Bereich finden Sie hier.

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