Digitale Souveränität im Unternehmen – Chancen und Wege 

Geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen stellen IT-Entscheider vor neue Herausforderungen. Digitale Souveränität bietet einen Weg, um technologische Abhängigkeiten zu reduzieren und die eigene Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern. Wie CANCOM dabei unterstützt, zeigt dieser Beitrag. 

23. Mai 2025

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Lesedauer: ca. 3 Min.

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Bild: AI-generiert von CANCOM mit Adobe Firefly

Vor dem Hintergrund internationaler Spannungen, unsicherer Handelsbedingungen und wachsender Forderungen nach technologischem Selbstbestimmungsrecht in Europa stehen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Strukturen widerstandsfähiger und unabhängiger zu gestalten – insbesondere im IT-Bereich. In diesem Kontext gewinnt das Thema digitale Souveränität, nämlich die eigenständige Kontrolle und Absicherung von IT-Infrastrukturen und Daten, vermehrt an Bedeutung. 

Dennoch zeigt eine aktuelle Bitkom-Studie: 96 Prozent der Unternehmen importieren digitale Technologien und Services, nur ein Viertel tritt selbst als Anbieter auf. Besonders groß ist die externe Abhängigkeit bei Halbleitern, Quantencomputing und 5G-Komponenten. Gleichzeitig wächst das Misstrauen gegenüber internationalen Zulieferern – die Dringlichkeit zur Stärkung digitaler Souveränität ist offensichtlich. 

Was bedeutet digitale Souveränität für Unternehmen?

Der Begriff beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, ihre IT-Infrastruktur, Daten und Schlüsseltechnologien unabhängig, sicher und selbstbestimmt zu betreiben. Ziel ist es, strategische Kontrolle über alle digitalen Prozesse zu behalten – statt sich auf die Vorgaben externer Anbieter oder proprietärer Plattformen verlassen zu müssen. 

Die zentralen Fragen lauten:  

  • Wer hat Zugriff auf kritische Informationen?  
  • Wo liegen die Unternehmensdaten gespeichert und verarbeitet?  
  • Wie groß ist die Abhängigkeit von bestimmten Technologien oder Dienstleistern? 

Digitale Souveränität ermöglicht es Unternehmen: 

  • technologische Abhängigkeiten gezielt zu reduzieren, 
  • die volle Kontrolle über sensible Daten zu behalten, 
  • Compliance-Vorgaben zuverlässig zu erfüllen, 
  • und IT-Architekturen resilient gegenüber politischen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Veränderungen zu gestalten. 

Kurz gesagt: Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck – sondern eine Voraussetzung für zukunftssichere, handlungsfähige und regelkonforme Organisationen. 

Wie unterstützt CANCOM den Aufbau digitaler Souveränität?

CANCOM unterstützt Unternehmen dabei, digitale Souveränität systematisch zu erreichen. Der Ansatz kombiniert strategische Beratung mit konkreten Technologielösungen und Betriebsmodellen, die auf europäische Standards – wie die NIS2-Richtlinien – und größtmögliche Unabhängigkeit ausgerichtet sind. 

CANCOM bietet: 

  • Strategische IT-Beratung: Analyse bestehender Abhängigkeiten (etwa zu externen Anbietern) und Entwicklung sogenannter souveräner Zielarchitekturen – also IT-Strukturen, bei denen Unternehmen die volle Kontrolle über Systeme, Daten und Prozesse behalten. 
  • Souveräne Cloud-Modelle: Unterstützung beim Aufbau souveräner Cloud-Infrastrukturen – z.B. durch den CANCOM AHP Digital Workplace oder hybride Multi-Cloud-Ansätze. 
  • Zero-Trust-Ansätze für mehr IT-Sicherheit: Zugriff auf IT-Ressourcen und Daten nur nach klar definierten Regeln – unabhängig vom Endgerät oder Standort. 
  • Managed Services mit Governance-Fokus: CANCOM übernimmt den Betrieb der IT-Infrastruktur, während Unternehmen die vollständige Kontrolle behalten. 
  • Partnerschaften mit souveränen Technologieanbietern: Offene, standardisierte Lösungen statt abgeschotteter Systeme. 

Ziel ist eine IT-Landschaft, die flexibel, kontrollierbar und langfristig tragfähig bleibt – unabhängig von Herkunft, Plattform oder geopolitischen Unsicherheiten. 

Darüber hinaus ist digitale Souveränität eine zentrale Voraussetzung für digitale Resilienz – also die Fähigkeit, auf Störungen, Angriffe oder Ausfälle souverän zu reagieren. Nur wer seine Systeme versteht, kontrolliert und unabhängig betreiben kann, bleibt im Ernstfall handlungsfähig. Eine souverän aufgestellte IT-Architektur schafft damit die Basis für schnelle Reaktionen, Business Continuity und Sicherheitskonzepte nach aktuellen Standards. Mehr dazu erfahren Sie hier 

Fazit: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Digitale Souveränität ist kein abstraktes Zukunftsthema – sondern eine konkrete Antwort auf reale Abhängigkeiten und Risiken. Unternehmen, die heute strategisch vorsorgen, schaffen eine stabile Grundlage für Innovation, Sicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit. 

Weitere Informationen rund um IT-Sicherheit und digitale Resilienz finden Sie auf der Themenseite von CANCOM 

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