30. September 2021 | pArtikel drucken | kKommentieren

Windows 11 – das Betriebssystem für die hybride Arbeitswelt

Am 5. Oktober kommt Windows 11 auf den Markt. Das Betriebssystem ist für die hybride Arbeitswelt konzipiert und bringt im Vergleich zum Vorgänger einige Verbesserungen mit. Windows 11 soll die Remote-Zusammenarbeit vereinfachen, die Produktivität steigern und vor allem die IT-Sicherheit erhöhen. 

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt gravierend verändert. Unternehmen weltweit mussten wegen des Lockdowns und Kontaktbeschränkungen in kürzester Zeit auf Remote-Arbeit umstellen. Mitarbeiter erledigten ihre Arbeit überwiegend von zuhause aus, die Zusammenarbeit erfolgte meist virtuell über Videokonferenzen.

Seitdem ist klar: Dem hybriden Arbeitsplatz mit einem Wechsel von Home Office und Präsenz im Büro gehört die Zukunft. Unternehmen stellt diese Entwicklung vor neue Herausforderungen. Sie müssen Geräte remote bereitstellen und verwalten sowie die unternehmenseigenen Daten umfassend absichern, damit Mitarbeiter ihren Job produktiv erledigen können – ganz gleich, ob am Arbeitsplatz, zuhause oder unterwegs. Das neue Windows 11 soll Firmen dabei unterstützen.

Windows 11 – ausgerichtet auf die hybride Arbeitswelt

Microsoft hat das neue Betriebssystem für die Nutzung in der hybriden Arbeitswelt konzipiert. Kernpunkte sind eine übersichtliche, eingängige Bedienoberfläche für zielgerichtetes Arbeiten sowie eine höhere Produktivität, App-Kompatibilität und Sicherheit. Zudem sollen diverse Verwaltungs-Tools die Einführung von Windows 11 deutlich vereinfachen.

Produktivität und bessere Zusammenarbeit

Die optimierte und intuitive Bedienoberfläche von Windows 11 fördert das zielgerichtete Arbeiten, steigert die Produktivität der Mitarbeiter und vereinfacht die Zusammenarbeit – so Microsoft.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Neue Optik: Das Startmenü befindet sich in der Mitte der Taskleiste und zeigt die zuletzt geöffneten Dateien an, es gibt neue Hintergründe und die Fenster erhalten ein neues Design.
  • Ordnung: Mit der Funktion „Snap“ lassen sich mehrere Fenster übersichtlich neben- und untereinander platzieren. Windows 11 merkt sich diese Anordnung, auch beim Einsatz von zwei Bildschirmen.
  • Optimierte Touch-, Pen- und Sprachbedienung
  • Wie Microsoft hervorhebt, ermöglichen Widgets dank KI und Microsoft Edge den schnellen Zugriff auf Informationen und Nachrichten, Wetterdaten etc. Demnach lassen sich diese kleinen Infoschnipsel per Mausklick auf dem Desktop einblenden.
  • Microsoft Teams ist in Windows 11 direkt in die Taskleiste integriert. Dies soll den Start von Teams-Meetings beschleunigen. Auch Funktionen wie Stummschalten oder Teilen des Bildschirms sind künftig direkt über die Taskleiste erreichbar.
  • Microsoft Store: Der neue Store ist auf Übersichtlichkeit und einfache Bedienung ausgerichtet. Zudem bietet der Store erstmals auch Apps für Android an – was die Auswahl an möglichen Apps deutlich erhöht. Dank kuratierter Sammlungen soll die Suche nach Inhalten vereinfacht werden. Zudem öffnet Microsoft den Store für das Entwickler-Ökosystem weiter.

Verwaltungs-Tools für die einfache Bereitstellung

Windows 11 lässt sich mit den vertrauten Verwaltungstools einrichten, die Firmenkunden von Windows 10 kennen. Laut Microsoft zahlen sich damit bereits getätigte Investitionen aus.

Unternehmen können das Upgrade auf Windows 11 genau wie ein Windows 10-Update planen, vorbereiten und bereitstellen. Bekannte Tools wie Microsoft Endpoint Manager für die Verwaltung aller Windows-Geräte über die Cloud, Cloud Konfiguration für das schnellere Deployment, Windows Update for Business und Autopilot stehen weiterhin zur Verfügung. Die Software App Assure sorgt für die Abwärts-Kompatibilität von Apps – und soll auf diese Weise gewährleisten, dass aktuelle Windows-10-Anwendungen auch unter Windows 11 reibungslos laufen.

Umfassende Sicherheit

Laut Microsoft ist Windows 11 dank umfangreicher Sicherheitsfunktionen und hardwarebasierter Sicherheit das bisher sicherste Windows. Als Zero-Trust-fähiges Betriebssystem würden Daten und Zugriff über alle Geräte hinweg geschützt werden. Dies liege besonders an folgenden Punkten:

  • Secured-Core-PCs: Diese sind mit Windows 11 kompatibel und kombinieren Funktionen von Hardware, Firmware und Betriebssystem zum Schutz von sensiblen Daten.
  • Hardwarebasierte Sicherheit: Das Trusted Platform Module (TPM) 2.0 ist entweder in die Hauptplatine des PCs integriert oder separat in der CPU verbaut. Der Chip fungiert als sicherer Speicher für vertrauliche kryptografische Schlüssel, Anmeldeinformationen und andere sensible Daten. TPM 2.0 prüft beim Hochfahren des Rechners, ob ein berechtigter Zugriff vorliegt, und ist ein wichtiger Baustein für den Schutz der Identitäten und Daten der Kunden über Windows Hello und BitLocker.
  • Windows Hello for Business ermöglicht die Umsetzung von Sicherheitslösungen, die ohne Passwörter auskommen
  • Begrenzter Zugriff: Über das Tool Cloud Konfiguration lassen sich Windows 11-Geräte so konfigurieren, dass nur ausgewählte Apps genutzt werden können und nur bestimmte Nutzer Zugriff erhalten.
  • Virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) schützt vor Angriffen, die Schwachstellen im Betriebssystem ausnutzen wollen.
  • Compliance über Microsoft Azure Attestation (MAA): Da Windows 11 MAA unterstützt, können Unternehmen damit Zero-Trust-Compliance-Richtlinien beim Zugriff auf sensible Ressourcen in lokalen Umgebungen und der Cloud umsetzen. Diese validieren sowohl die Identität als auch die Plattform.

Rollout in mehreren Phasen

Windows 11 wird jährlich aktualisiert – mit 24 Monaten Support für die Home- oder Pro-Editionen und 36 Monaten Support für die Enterprise- und Education-Editionen. Der Rollout von Windows 11 beginnt am 5. Oktober 2021. Das Betriebssystem wird auf neuen PCs verfügbar sein – hier wird es eine breite Auswahl an Geräten geben – und als kostenloses Upgrade schrittweise auf berechtigte Windows 10-PCs ausgerollt.

Neue, berechtigte Geräte erhalten das Upgrade zuerst. Im Anschluss wird der Rollout nach und nach auf bereits im Markt erhältliche Devices ausgeweitet. Nutzer, deren Windows 10-Devices für das Upgrade geeignet sind, werden über Windows Update benachrichtigt, sobald es für sie verfügbar ist.

Über Einstellungen > Windows Update > Nach Updates suchen können Anwender auch manuell prüfen, ob Windows 11 für ihr Device bereitsteht.

Wichtig: Alle Geräte, auf denen Windows 11 Pro installiert ist, lassen sich jederzeit auf Windows 10 Pro downgraden, indem das Gerät per Re-Imaging neu eingerichtet wird.

Weitere Informationen rund um Windows 11 finden Sie hier.

Quelle Titelbild: © Windows/Unsplash.com

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