31. Oktober 2022 | pArtikel drucken | kKommentieren

Schneller und skalierbarer Speicher auch für große Datenmengen: Das bieten Objektspeicher

Angesichts rasant steigender Datenmengen wird es für Unternehmen immer wichtiger, große Datenbestände sicher abzuspeichern. Zudem müssen Firmen bei Bedarf die Möglichkeit haben, schnell auf die Daten zuzugreifen. All dies ermöglichen sogenannte Objektspeicher. Was Objektspeicher konkret auszeichnet, erfahren Sie im Beitrag. 

Als Objektspeicher bzw. Object Storage wird eine Speicherinfrastruktur bezeichnet, bei der die jeweiligen Datenbestände komprimiert, in einzelne Objekte unterteilt und abgespeichert werden. Jedes Objekt lässt sich durch inhaltsbezogene Metadaten sowie spezifischer Kennzeichnung eindeutig identifizieren.

Dies gewährleistet nicht nur die schnelle Wiederauffindbarkeit der Daten, sondern erlaubt auch einen sofortigen, standortübergreifenden Zugriff – der beispielsweise eine wichtige Rolle spielt, um hybride Arbeitsmodelle umzusetzen.

Ein weiterer Vorteil von Objektspeichern ist die Komprimierung. Indem die Datenbestände in komprimierter Form abgespeichert werden, verringert sich ihr Datenvolumen signifikant. Entsprechend unkompliziert lassen sich mit Objektspeichern auch große Datenmengen sichern – zumal Object Storage-Lösungen skalierbar angelegt sind.

Die Fähigkeit, große Datenmengen abspeichern zu können, ist für Unternehmen allein wegen des rasanten Datenwachstums unabdingbar: Wie etwa die Funkschau mit Verweis auf die Analysten von IDC berichtet hat, verzeichnet jedes dritte Unternehmen in Deutschland heute ein jährliches Datenwachstum zwischen 31 und 60 Prozent.

Hinzu kommt, dass moderne Anwendungsfälle wie Big Data-Analysen oder Machine Learning-Prozesse nur mit dem Einsatz großer Datenspeicher – wie sie Object Storage-Lösungen zur Verfügung stellen – durchführbar sind. So benötigen solche Analysen und Prozesse eine hohe Anzahl an Daten.

IT-Security mit hoher Bedeutung

Damit Unternehmen nicht nur von einem großen, sondern auch sicheren Datenspeicher profitieren, wenn sie auf Objektspeicher setzen, verfügen Object Storage-Lösungen über mehrere Security-Funktionen. Dazu zählt insbesondere die Verschlüsselung der gespeicherten Daten. So verwenden die Lösungen in der Regel den Verschlüsselungsstandard AES-256. Dieser wird bevorzugt angewandt, um Dokumente und Daten mit hoher Geheimhaltungsstufe vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Weiterhin sind moderne Object Storage-Lösungen in der Lage, die gespeicherten Daten kontinuierlich zu überwachen, Anomalien zu erkennen und die betroffenen Daten bei Bedarf automatisiert wiederherzustellen.

Object Storage-Lösungen von Scality und HPE: Auf cloud-native Anwendungen zugeschnitten

Ein Hersteller, der Object Storage-Lösungen im Portfolio hat, ist der Software-Anbieter Scality. Unter der Bezeichnung „Artesca“ hat dieser, in Zusammenarbeit mit HPE, eine Reihe von Object Storage-Lösungen auf Basis der Container-Technologie entwickelt. Diese sollen Unternehmen dabei unterstützen, die Speicher- und Verwaltungsprobleme in den Griff zu bekommen, die sich aus dem kontinuierlichen Datenwachstum ergeben.

Damit das gelingt, stellt Artesca Unternehmen einen unveränderbaren, skalierbaren, schnellen und sicheren Objektspeicher zur Verfügung – so der Hersteller. Mit diesem Speicher könnten Firmen unterschiedliche Use Cases abdecken – wie Big Data-Analysen oder Machine Learning-Prozesse. Wie Randy Kerns, Analyst bei der Evaluator Group, in einem Artikel des Fachportals „Storage Insider“ betont, eignet sich Artesca vor allem im Bereich der Cloud-nativen Anwendungen.

„Scality hat einen Weg gefunden, die richtigen Attribute für Cloud-native Anwendungen in Artesca zu berücksichtigen: leichtgewichtiger, aber schneller Objektspeicher mit Enterprise-Fähigkeiten“, so der Analyst. „Das Container-basierte Design versetzt Artesca in die Lage, sich in moderne Kubernetes-Ökosysteme einzufügen – das ist eine Anforderung für heutige Cloud-native Anwendungen.“

Außerdem legt Artesca einen besonderen Stellenwert auf die Themen Datenverfügbarkeit und IT-Security. Das heben Dirk Hannemann, Principal Solution Architect bei HPE und Christian Hansmann, Solution Sales Architect bei CANCOM, im Experten-Podcast des Fachportals „Storage Consortium“ hervor.

Neben Funktionen wie Kurzzeit- und Langzeit-Backups (für die kurzfristige bzw. langfristige Datensicherung, Anm. d. Red.) verfügten die Object Storage-Lösungen über dedizierte Sicherheitsfunktionen wie einen Ransomware-Schutz. In diesem Kontext würden auch Partnertechnologien wie von HPE zum Einsatz kommen. Hinzu komme, dass Unternehmen auch On Premise schnell auf die Daten zugreifen könnten, die auf Artesca liegen. Dies erhöhe die Datenverfügbarkeit zusätzlich. Denn auf diese Weise seien Firmen nicht von der Qualität ihrer WAN-Anbindung abhängig.

Sie möchten ausführliche Informationen rund um die Themen Objektspeicher und Artesca erhalten? Hier finden Sie die vollständige Version des Experten-Podcasts. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, direkt mit CANCOM-Experte Christian Hansmann in Kontakt zu treten – und sich unverbindlich beraten zu lassen.

Quelle Titelbild: © Shuo/stock.adobe.com

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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