Interview mit CANCOM-Experte Walter Wirl zum CANCOM Rapid Response Service

„Unsere Priorität ist immer: Schaden begrenzen und das Unternehmen handlungsfähig halten“

Der Schutz vor Cyberangriffen ist für Unternehmen heute von essenzieller Bedeutung. Dennoch ist es inzwischen unmöglich, Cyberattacken gänzlich zu verhindern. Im Gegenteil: Die Frage für Unternehmen ist nicht mehr, ob, sondern wann sie Opfer eines Cyberangriffs werden. Tritt der Ernstfall ein, zählt vor allem eines: eine schnelle Reaktion (Incident Response). Mit dem Rapid Response Service unterstützt CANCOM in dieser schwierigen Situation. Doch wie sieht diese Unterstützung konkret aus? Das verrät Krisenmanager und CANCOM-Experte Walter Wirl (Senior Business Consultant bei CANCOM) im Interview.

1. August 2025

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Lesedauer: ca. 7 Min.

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Im Ernstfall ist CANCOM über eine Hotline 24/7 erreichbar – um betroffenen Unternehmen schnellstmöglich zu helfen (Bild: © Vadym/stock.adobe.com).

CANCOM.info: Sie haben gesagt, dass der CANCOM Rapid Response Service neben reaktiven auch proaktive Leistungen umfasst. Könnten Sie das genauer ausführen?

Walter Wirl: Mit unseren proaktiven Leistungen zielen wir auf Prävention ab. Damit bereiten wir unsere Kunden bestmöglich auf potenzielle Cybersicherheitsvorfälle vor. Tatsächlich ist dies ein fundamentaler Bestandteil unserer Philosophie: Auch wenn eine durchdachte Prävention Cyberangriffe nicht gänzlich verhindern kann, kann sie die Auswirkungen eines Angriffs erheblich reduzieren. Hier bieten wir eine breite Palette an Services an.

CANCOM.info: Zum Beispiel?

Walter Wirl: Zum Beispiel Notfallpläne und Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter. Ein Notfallplan ist maßgeschneidert für das jeweilige Unternehmen und legt detailliert fest, wer im Ernstfall welche Verantwortung trägt und welche Kommunikationswege und Sofortmaßnahmen ergriffen werden müssen. Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter sind wichtig, weil der Mensch oft ein entscheidendes Glied in der Angriffskette ist. Umso bedeutender ist es, die Mitarbeiter zu sensibilisieren – damit sie potenzielle Cyberbedrohungen als solche erkennen und darauf angemessen reagieren. Nicht zuletzt beraten wir unsere Kunden bei der Optimierung ihrer technischen Security-Architektur und führen gemeinsam Cyber-Krisenübungen durch.

CANCOM.info: Die Bedrohungslage ist ja dynamisch und ändert sich fortlaufend – was sich unter anderem am vermehrten Einsatz von AI-Lösungen zeigt. Wie stellen Sie und Ihr Team sicher, dass Sie immer am Puls der Zeit bleiben?

Walter Wirl: Wir schulen und zertifizieren unsere Mitarbeiter regelmäßig: Wir halten uns stets über neue Angriffstechniken und rechtliche Vorgaben auf dem Laufenden. Außerdem statten wir unsere Teams mit modernen Tools für Forensik, Netzwerkanalyse und Incident Management aus. Hinzu kommt, dass wir großen Wert auf Wissensmanagement und den internen Erfahrungsaustausch legen – insbesondere durch detaillierte „Lessons Learned“-Sessions nach größeren Cybersicherheitsvorfällen. So lernen wir aus jedem Einsatz neu dazu – und wissen im Ernstfall alle genau, was zu tun ist. Selbst wenn der Druck hoch, die Zeit knapp und die Informationslage unvollständig ist.

CANCOM.info: Wenn Sie ein Fazit ziehen müssten: Wieso sollten Unternehmen auf CANCOM Rapid Response Service setzen?

Walter Wirl: Unsere Priorität ist immer: Schaden begrenzen und das Unternehmen handlungsfähig halten. Genau das ist der Kern unseres CANCOM Rapid Response Service. Wenn der Ernstfall eintritt, zählt jede Minute. Wir sind 24/7 über eine Hotline erreichbar, bewerten die Lage sofort und leiten umgehend die passenden Gegenmaßnahmen ein: von der Eindämmung des Cyberangriffs über die forensische Analyse bis zur sicheren Wiederherstellung der Daten und Systeme. Dabei geht es nicht nur um technische Lösungen, sondern auch um rechtliche Pflichten. Neben diesen reaktiven Maßnahmen bieten wir auch proaktive Vorsorgeleistungen an – wie Notfallpläne oder Darknet-Monitoring. Damit stärken wir die Cyber-Resilienz der Unternehmen. Dass wir dabei höchste Standards erfüllen, hat uns das BSI bestätigt. Und wir entwickeln uns stetig weiter – durch Schulungen, moderne Tools und „Lessons Learned“-Sessions.

Detaillierte Informationen über den CANCOM Rapid Response Service erfahren Sie hier.

Hintergrund zum Experten

Walter Wirl

Senior Business Consultant, CANCOM

Walter Wirl arbeitet als Senior Business Consultant bei CANCOM. In seiner Position ist er als Krisenmanager tätig: Tritt in einem Unternehmen der Ernstfall ein, koordiniert er die entsprechenden Gegenmaßnahmen – um den durch den Cyberangriff verursachten Schaden zu begrenzen und die Betriebsfähigkeit des betroffenen Unternehmens zu gewährleisten.

Dieser Artikel ist der erste Teil einer Interviewreihe mit Walter Wirl rund um das Thema Incident Response. Im zweiten Teil lesen Sie, welche Facetten der Job des Krisenmanagers konkret umfasst – und wie es Walter Wirl gelingt, auch in stressigen Situationen die Ruhe zu bewahren und sein Team zu motivieren.

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