Moderne Netzwerke für AI-Anwendungen: Zentrales Netzwerkmanagement als Schlüssel zum Erfolg

Netzwerkumgebungen sind heute entscheidend, um Innovationen wie moderne AI-Anwendungen effizient auszuführen. Unternehmen müssen deshalb gewährleisten, dass ihre Netzwerke performant und sicher funktionieren. Weshalb ein zentrales Netzwerkmanagement dafür unerlässlich ist und was dieses auszeichnet, erfahren Sie im Beitrag.

25. November 2025

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Lesedauer: ca. 5 Min.

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Moderne Netzwerke sind hochkomplex – schon allein aufgrund der enormen Datenmengen, die sie transportieren. Um hier den Überblick zu behalten, benötigen Unternehmen ein modernes Netzwerkmanagement (Bild: © issaronow/stock.adobe.com).

Eine aktuelle Studie von NTT DATA und Cisco lässt keinen Zweifel zu: Moderne Netzwerke sind für Unternehmen mehr denn je unverzichtbar. Davon hänge unter anderem ab, ob AI-Lösungen zum Erfolg führen oder nicht. Konkret sind laut der Studie, über die unter anderem das Fachmagazin „Manage IT“ berichtet hat, heute Netzwerke erforderlich, die hochskalierbare AI-Workloads sicher bewältigen und gleichzeitig komplexe Trainings-, Inferenz- und Speichercluster effizient unterstützen können.

Um all das zu gewährleisten, müssen die Netzwerke jederzeit performant und sicher funktionieren. Dies setzt wiederum voraus, dass Firmen ihre Netzwerke zentral verwalten können.

Welche Funktionen bietet ein zentrales Netzwerkmanagement konkret?

Eine zentrale Netzwerkverwaltung bietet Unternehmen eine Reihe von Funktionen, mit denen sie die Sicherheit und Performance ihrer Netzwerkinfrastruktur sicherstellen können. Diese sind vor allem:

  • Einheitliche Verwaltung und Transparenz: Über ein einheitliches Dashboard können Unternehmen sämtliche Komponenten ihrer Netzwerkinfrastruktur steuern und überwachen. Dadurch wird eine vollständige Transparenz über Netzwerkzustand, -ressourcen und -traffic geschaffen – und das in Echtzeit. Gerade für AI-Workloads ist diese Transparenz entscheidend. Denn so können Firmen beispielsweise jederzeit überprüfen, ob die vorhandenen Netzwerkressourcen ausreichen, um die (AI-)Workloads zu adressieren – und bei Bedarf reagieren.

  • Flexible Anpassung von Netzwerkkapazitäten: Diese Reaktion besteht in der Regel aus der dynamischen und bedarfsgerechten Zuweisung von Netzwerkressourcen und -kapazitäten – wie sie ein zentrales Netzwerkmanagement ermöglicht. Dadurch können Firmen eine hohe Performance ihrer Netzwerkumgebung sicherstellen.

  • Automatisierung: Ein modernes, zentrales Netzwerkmanagement verfügt über eine Reihe von Funktionen, die automatisiert ablaufen – also ohne, dass die IT manuell eingreifen muss. Dazu gehören unter anderem Routineaufgaben wie das Einrichten neuer Geräte, die Ausführung von Updates oder die Priorisierung des Netzwerktraffics.

  • Umfangreiche Security-Funktionen: Darunter fallen beispielsweise die durchgängige Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien, Anomalieerkennung sowie die schnelle Reaktion auf Cyberbedrohungen. Ein zentrales Netzwerkmanagement trägt somit wesentlich zu einer hohen Netzwerksicherheit bei. Insbesondere bei AI-Workloads, die sensible Daten verarbeiten, ist dieses hohe Security-Niveau unverzichtbar: Nur dann lassen sich Datenintegrität und Compliance gewährleisten.

  • AI-gestützte Analysen: Moderne Lösungen für die Netzwerkverwaltung verfügen zunehmend selbst über AI-Funktionen. Diese können entscheidend zu einer hohen Sicherheit und Performance des Netzwerks beitragen. Denn sie ermöglichen etwa detaillierte Echtzeit-Analysen des Netzwerkstatus – inklusive proaktiver Erkennung potenzieller Probleme und Cyberbedrohungen.

New Central: Das bietet die Netzwerkmanagement-Lösung von HPE Aruba Networking

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Über das einheitliche Dashboard von New Central haben Unternehmen jederzeit den vollständigen Überblick über ihre Netzwerkumgebung (Bild: © HPE Aruba Networking).

Eine Lösung, die all diese und weitere Funktionen eines zentralen Netzwerkmanagements umfasst, bietet HPE Aruba Networking mit „New Central“ an: von der flexiblen Zuweisung von Netzwerkressourcen über umfangreiche Security-Funktionen bis hin zu AI-gestützten Analysen. HPE bezeichnet New Central als Cloud-native Lösung für Netzwerkmanagement, die AIOps, Sicherheit und flexible Bereitstellungsoptionen miteinander verbindet – und damit noch leistungsfähiger und anpassungsfähiger geworden ist.

Mit der Lösung kann die IT selbst komplexe, hybride Netzwerkinfrastrukturen einheitlich verwalten und die Performance und Sicherheit ihrer Netzwerke gewährleisten – und das auf einfache, intelligente und effiziente Weise. Das betont HPE Aruba Networking.

Tatsächlich könnten Unternehmen mit New Central insbesondere erreichen, dass

  • der Aufwand für die Netzwerkadministration um 40 Prozent sinkt,
  • Konfigurationsprozesse um 30 Prozent schneller umgesetzt werden,
  • der Energieverbrauch bei Access Points um 50 Prozent reduziert wird.

Wie HPE Aruba Networking weiter beschreibt, ist New Central eine Weiterentwicklung der eigenen, cloudbasierten Netzwerkmanagement-Lösung Aruba Central. Entsprechend gebe es zwei Möglichkeiten, New Central zu beziehen: Neukunden könnten New Central gleich im Gesamtpaket als neue Lösung im Betrieb einführen. Bestandskunden hätten die Option, Schritt für Schritt von der „alten“ Aruba Central-Lösung auf New Central zu migrieren.

Doch welche Neuerungen bietet New Central nun konkret?

Die wichtigsten neuen Funktionen von New Central im Überblick

Modernisierte Benutzeroberfläche 

Diese folgt einem „Entity-zentrierten“ Ansatz. Das bedeutet, dass die mitunter komplexe Netzwerkinfrastruktur ähnlich einem „Sonnensystem“ visualisiert wird. Dabei steht das primäre Netzwerkobjekt als „Sonne“ im Mittelpunkt, um den sich andere Netzwerkkomponenten wie „Planeten“ bewegen. Klickt die IT auf einen dieser Planeten (also auf eine Netzwerkkomponente), rückt diese Komponente ins Zentrum und zeigt weitere, ihr zugeordnete „Unter-Planeten“ an. Laut HPE Aruba Networking wird durch diese visuelle Darstellung das Navigieren durch die komplexe Netzwerkinfrastruktur erheblich erleichtert. Zusätzlich sei es nun möglich, den Netzwerkzustand bis zu sieben Tage rückwirkend zu analysieren – um etwa historische Ereignisse genau nachzuvollziehen.

Nicht zuletzt wurde das Network Operations Center (kurz: NOC)-Dashboard erweitert. Dadurch werden laut Hersteller alle wichtigen Netzwerkkennzahlen und Alarme noch übersichtlicher dargestellt, was die Effizienz des Netzwerkmanagements und -monitorings erhöht.

Fortschrittliche AI(Ops)-Modelle und -Funktionen 

Diese optimieren die Netzwerkverwaltung nachhaltig und entlasten die IT-Administration erheblich – so HPE Aruba Networking. Zum Beispiel könne die IT mit der Funktion „AI Search“ die Netzwerkumgebung schnell und präzise durchsuchen – und so relevante Informationen schnell finden. Die stetig aktiven „AI Assistanten“ würden wiederum intelligente Unterstützung bieten, wenn es um kontinuierliches Monitoring, Fehlerdiagnose und Problemlösung im Netzwerk geht.

Laut Hersteller führen diese und weitere AI-Modelle und -Funktionen, die zudem auf zwei Milliarden von Endpunkten und über fünf Millionen Geräte trainiert wurden, dazu, dass Netzwerkprobleme bis zu 90 Prozent schneller erkannt und behoben werden können. Außerdem unterstütze AI dabei, Kapazitätsengpässe zu vermeiden und Sicherheitslücken zu schließen.

Erweiterte Security-Funktionen 

Dank integrierter Zero Trust-Architektur, neuer Funktionalitäten zur granularen Zugriffskontrolle auf die Netzwerkumgebung sowie den IoT Policy Optimizer können Unternehmen die Sicherheit ihrer Netzwerke weiter steigern – so HPE Aruba Networking.

Bei letzterem handelt es sich um eine Management-Funktion, die speziell auf IoT-Geräte ausgerichtet ist. Dadurch können Unternehmen laut Hersteller ein bis zu 99 Prozent präzises Gerätemanagement erreichen: Der IoT Policy Optimizer erkenne und klassifiziere automatisch die IoT-Geräte und lege passende Zugriffs- und Sicherheitsrichtlinien fest. Wie der Hersteller hervorhebt, verfügt New Central zudem über einen „Not-Aus-Schalter“ für Notfälle. In solchen Momenten werde die Verbindung zur Cloud temporär getrennt und später sicher wiederhergestellt.

Mehr Bereitstellungsoptionen 

Neben der Public Cloud bietet New Central nun auch die Möglichkeit, Netzwerkkomponenten in einer Virtual Private Cloud oder im lokalen Rechenzentrum bereitzustellen. Bei letzterem laufen die Komponenten „air-gapped“, also getrennt von der Public Cloud.

Gerade diese Wahlfreiheit sorgt laut HPE Aruba Networking für ein hohes Datensicherheits- und Compliance-Niveau: Firmen könnten selbst entscheiden, wo und wie ihre sensiblen Netzwerkdaten gespeichert, verarbeitet und verwaltet werden. Dies sei besonders für Branchen wichtig, die mit einer Vielzahl sensibler Daten arbeiten – wie beispielsweise Behörden oder Finanzinstitute.

Multi-Vendor-Support 

Neben den Netzwerkgeräten von HPE Aruba Networking lassen sich auch Geräte anderer Hersteller, wie Cisco oder Juniper Networks, zentralisiert verwalten. Wie HPE Aruba Networking betont, wird dies durch die Integration von New Central in die eigene AIOps-Plattform OpsRamp realisiert.

Zudem ermöglichen umfangreiche APIs das Teilen von Netzwerk-Kontext (wie Standort, Gerät oder App) mit anderen IT-Systemen wie SIEM oder Business-Tools – so der Hersteller weiter.

CANCOM mit umfassender Unterstützung

Egal, ob Unternehmen auf New Central upgraden oder die Lösung komplett neu implementieren möchten: Sie können sich an professionelle IT-Dienstleister wie CANCOM wenden. Dank einer langjährigen Partnerschaft mit HPE Aruba Networking und tiefem Produktwissen kann CANCOM Unternehmen individuell beraten – und sie bei der praktischen Einführung von New Central umfassend unterstützen. Auf Wunsch übernimmt CANCOM außerdem den laufenden Betrieb der Lösung.

Sie wünschen eine unverbindliche Beratung zu den Themen zentrales Netzwerkmanagement und New Central? Dann kontaktieren Sie gerne die Experten von CANCOM.

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