Das Thema Nachhaltigkeit wird für Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Kunden und Mitarbeiter erwarten heute, dass Firmen nachhaltig agieren. In diesem Kontext spielen die sogenannten ESG-Kriterien eine zentrale Rolle. Was sich dahinter verbirgt und inwiefern IT-Konzerne wie CANCOM und Apple das Thema Nachhaltigkeit vorantreiben möchten, lesen Sie im Beitrag.
4. August 2022
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Lesedauer: ca. 7 Min.

Über eine dedizierte Website können sich Kunden, Partner und Mitarbeiter über die Nachhaltigkeitsstrategie von CANCOM informieren. Die Strategie enthält konkrete Maßnahmen und Ziele und umfasst alle drei Dimensionen der ESG-Kriterien.
CANCOM strebt an, bis 2027 CO2-neutral in Bezug auf die Scope 1 (direkte, vom Unternehmen verantwortete und kontrollierte Emissionen) sowie die Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie)-Emissionen zu wirtschaften. Dafür sollen als wesentliche Maßnahme die Scope 1 und Scope 2-Emissionen bis 2025 im Vergleich zu 2019 um 75 Prozent sinken.
Außerdem möchte der IT-Konzern bis zum abgelaufenen Jahr 2022 mehr als 95 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Bereits heute würde CANCOM in Deutschland den überwältigenden Teil des eingesetzten Stroms aus Wasserkraft gewinnen.
Ein weiterer essenzieller Faktor seien die Themen IT-Remarketing und Recycling. So nehme CANCOM nicht mehr benötigte IT-Geräte in Zahlung, bereite diese auf und vermarkte diese im Auftrag des Kunden erneut. Dadurch ließe sich die Umwelt effektiv schonen, da die IT-Geräte nicht neu produziert werden müssten.
Falls die Geräte oder Produkte für die erneute Nutzung und Wiedervermarktung nicht mehr geeignet sind, ist das auch kein Problem – so der IT-Konzern. In diesem Fall würde CANCOM die entsprechenden Produkte in Zusammenarbeit mit Entsorgungspartnern recyceln und umweltgerecht entsorgen.
Laut offizieller Nachhaltigkeitsstrategie wird CANCOM mindestens 5 Prozent des um Sondereffekte bereinigte Periodenergebnis in die externe Aus- und Weiterbildung der Angestellten investieren.
Zudem verpflichtet sich CANCOM in der eigenen Globalen Menschenrechtsrichtlinie zur Einhaltung und Förderung der Menschenrechte. Dazu gehöre unter anderem das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie die Beseitigung von Diskriminierung im Arbeitsumfeld. CANCOM wähle Geschäftspartner und Lieferanten auch auf Basis der Menschenrechtsrichtlinie aus.
Nicht zuletzt stünden eine hohe Informationssicherheit sowie ein umfassender Datenschutz ganz oben auf der Agenda. Dies könne CANCOM etwa durch die eigenen, hochsicheren Rechenzentren gewährleisten.
Wie CANCOM hervorhebt, wird im Rahmen der Compliance engmaschig überprüft, ob Gesetze, Kodizes, Richtlinien und der Code of Conduct (Verhaltenskodex für Mitarbeitende) jederzeit eingehalten werden. Der IT-Konzern verfolge im Rahmen seiner Compliance einen Null-Toleranz-Ansatz und sanktioniere sämtliche Verstöße.
Außerdem gibt CANCOM jährliche Erklärungen zur Einhaltung der Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex ab. Dieser enthält international und national anerkannte Standards rund um gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Ähnlich wie CANCOM verfolgt Apple im Bereich Nachhaltigkeit eine Strategie, die sich eng an den ESG-Kriterien orientiert. So veröffentlicht Apple unter anderem regelmäßig den ESG-Report, in dem alle drei Dimensionen ausgeführt werden.
Zusätzlich gibt Apple kontinuierlich Reports zum Thema Umweltschutz heraus, die die ökologischen Maßnahmen von Apple aufzeigen – sowohl im allgemeinen Kontext als auch konkret auf Apple-Produkte bezogen.
Ähnlich wie CANCOM verfolgt Apple im Bereich Nachhaltigkeit eine Strategie, die sich eng an den ESG-Kriterien orientiert.
Laut aktuellem Fortschrittsbericht zum Umweltschutz, über den beispielsweise das Handelsblatt berichtet hat, verfolgt Apple das Ziel der CO2-Neutralität bis 2030. Dies schließe auch die Nutzung der Apple-Lieferkette sowie der Apple-Produkte mit ein. Wie aus dem Fortschrittsbericht hervorgeht, sieht sich Apple auf einem guten Weg: Demnach konnten die weltweiten CO2-Emissionen in 2021 im Vergleich zum Jahr 2015 um 40 Prozent reduziert werden.
Einen wichtigen Anteil daran hätte die Nutzung erneuerbarer Energien. Nach eigenen Angaben versorgt sich Apple selbst seit 2018 vollständig mittels erneuerbarer Energien. Wie Apple betont, sollen auch die Zulieferer Schritt für Schritt auf fossile Energieträger verzichten. Tatsächlich hätten sich bereits 213 der wichtigsten Apple-Zulieferer dazu verpflichtet, die gesamte Apple-Produktion ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Hierzu sagt Lisa Jackson, Vizepräsidentin für Umwelt, Politik und soziale Initiativen bei Apple, im Handelsblatt-Artikel: „Bis 2030 wollen wir unsere Lieferkette komplett auf saubere Energie umgestellt haben. Da wollen wir hin. Dabei geht es auch um Wettbewerb – wir fällen tagtäglich Entscheidungen über unsere Supply Chain.“
Eine weitere zentrale Rolle spielt laut Fortschrittsbericht das Recycling. In 2021 seien bereits 20 Prozent aller Materialien, die Apple für die eigenen Produkte ausgeliefert hat, aus recycelten Quellen gekommen – wobei dieser Anteil schrittweise gesteigert werden soll. Zum Beispiel bestehe das Gehäuse von MacBook Air, Mac mini oder allen iPad-Modellen schon heute zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium.
Wie Apple hervorhebt, setzt sich der IT-Konzern für die Einhaltung der Menschenrechte, Inklusion, Barrierefreiheit, Diversität, Gleichberechtigung und Gleichstellung ein. Auch die Bereiche Datenschutz und Sicherheit rücke Apple in den Fokus. Indes würde Apple auch von den Zulieferern erwarten, dass sie all diese Aspekte erfüllen.
In Bezug auf die Barrierefreiheit würden Apple-Produkte wie der Mac eine Vielzahl von Funktionen aufweisen, die jedem Benutzer die gleichen Möglichkeiten der Bedienung ermöglichen sollen. Dazu zähle etwa die Option, die Helligkeit oder die Größe der Texte individuell an die Nutzerbedürfnisse anzupassen. Weiterhin ließen sich die Devices mittels Sprachsteuerung (Voice Control) als Alternative zur klassischen Bedienung steuern oder der Inhalt des Bildschirms in eine Audio-Beschreibung übersetzen.
In Bezug auf Gleichberechtigung und Gleichstellung lege Apple etwa großen Wert auf die gerechte Bezahlung unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Zudem hat Apple im Juni 2020 in den USA eine Initiative zur Gleichberechtigung und Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher Herkunft gestartet. Ursprünglich auf 100 Millionen US-Dollar datiert, umfasst die Initiative nach zweimaliger Aufstockung inzwischen ein Volumen von 155 Millionen US-Dollar.
In Bezug auf Datenschutz und Sicherheit konzipiere der IT-Konzern seine Geräte wie den Mac auf eine Weise, dass möglichst wenig Nutzerdaten auf den Geräten erfasst und verarbeitet werden. Zusätzlich würden die Devices eingebaute Sicherheitsmaßnahmen auf Chip-Ebene bieten, die die Daten von Nutzern und Unternehmen umfassend absichern.
Apple verfügt über ein Risikomanagement-Programm, das Risiken verschiedener Art identifizieren, bewerten, überwachen und vermindern soll. Dazu gehören neben finanziellen, operativen, rechtlichen und regulatorischen Risiken auch Compliance- und Reputationsrisiken – inklusive kartellrechtlicher Fragen, um wettbewerbswidriges Verhalten oder Korruption im Betrieb zu unterbinden.
Außerdem hält Apple jährlich aktualisierte Online Business Conduct-Schulungen für Mitarbeiter ab, die unter anderem die richtige Verhaltensweise am Arbeitsplatz bei Interessenskonflikten oder bei Geschenken vermitteln sollen. Nach Angaben des IT-Konzerns haben vergangenes Jahr 98 Prozent aller Mitarbeiter diese Schulungen abgeschlossen.
Das Thema Nachhaltigkeit ist aus der heutigen Unternehmenswelt nicht mehr wegzudenken. So wird von Kunden und Mitarbeitern inzwischen erwartet, dass das jeweilige Unternehmen nachhaltig agiert. Und auch in den Unternehmen selbst besteht gerade auf Führungsebene ein echter Wille, nachhaltiger zu wirtschaften.
IT-Konzerne wie CANCOM und Apple möchten dies mit verschiedenen Initiativen und Maßnahmen umsetzen. Dabei richten sich beide Konzerne nach den sogenannten ESG-Kriterien – die den Bereich Nachhaltigkeit in eine ökologische (Environmental), soziale (Social) und auf die Unternehmensführung bezogene (Governance) Ebene aufteilen. Zu den wesentlichen Nachhaltigkeitszielen und -maßnahmen von CANCOM und Apple gehören die Reduktion der CO2-Emissionen bis hin zur CO2-Neutralität, die ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien, die Einhaltung und Förderung der Menschenrechte sowie die durchgängige Erfüllung von Compliance-Vorgaben.
Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Apple finden Sie hier.
Zur offiziellen CANCOM-Website rund um das Thema Nachhaltigkeit geht es hier.