Besonders leistungsfähige AI-PCs
Mit den sogenannten „Copilot+ PCs“ hat Microsoft die Entwicklung der AI-PCs maßgeblich beeinflusst. Die Geräte sind darauf ausgerichtet, auch anspruchsvolle AI-Anwendungen lokal auf dem PC ausführen zu können. Doch welche Anwendungen sind das konkret?
19. März 2026
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Lesedauer: ca. 5 Min.

Bild: © photosbysabkapl/stock.adobe.com (modifiziert von CANCOM)
Copilot+ PCs markieren eine neue Leistungsstufe der AI-PCs: Mit integrierten NPUs von mindestens 40 TOPS, 16 GB RAM und 256 GB Speicher ermöglichen sie die lokale Ausführung auch anspruchsvoller AI-Anwendungen wie Recall oder Live Captions – ohne Cloud-Abhängigkeit. Zudem können Unternehmen maßgeschneiderte AI-Agenten lokal auf den Geräten einsetzen. Ob der Einsatz von Copilot+ PCs für das jeweilige Unternehmen sinnvoll ist, klärt CANCOM mit einem individuellen Proof of Concept. Weitere Informationen und eine unverbindliche Beratung erhalten Sie auf der Themenseite.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von AI erstellt und redaktionell überprüft.
Es begann Anfang 2024: Damals sprach das Fachmagazin „Connect Professional“ im Rahmen der CES-Messe sinngemäß vom Beginn des Zeitalters der AI-PCs. Seitdem haben sich die Geräte auf dem PC-Markt etabliert und werden diesen laut Prognosen von Gartner, IDC oder Canalys in Zukunft dominieren (CANCOM.info berichtete) – auch wenn dies später geschehen wird als gedacht.
Denn: Laut den jüngsten Prognosen von Gartner werden AI-PCs die vorhergesagte Marktdurchdringung um 50 Prozent erst bis 2028 erreichen. Zentrale Ursache für die Verzögerung sei der aktuell deutliche Preisanstieg für Business-PCs.
Wesentliches Merkmal von AI-PCs ist die Ausstattung mit einem zusätzlichen Prozessortyp: der Neural Processing Unit (kurz: NPU). NPU-Prozessoren ergänzen die klassische CPU und GPU und sind auf die Ausführungen von Machine Learning-Algorithmen spezialisiert – weshalb sie auch als „AI-Prozessoren“ oder „AI-Chips“ bezeichnet werden.
Einen großen Anteil an der Entwicklung von AI-PCs, gerade in technologischer Hinsicht, haben die sogenannten Copilot+ PCs von Microsoft.
Laut Microsoft sind Copilot+ PCs besonders leistungsstarke AI-PCs, die folgende Merkmale aufweisen:
Nur Geräte, die diese und weitere Anforderungen erfüllen, stuft Microsoft als Copilot+ PCs ein. Doch was können Copilot+ PCs, was „vorherige“ bzw. leistungsschwächere AI-PCs nicht können?
Prinzipiell gilt laut Microsoft: Sie können dank der hohen Leistung auch anspruchsvolle AI-Anwendungen lokal und mit hoher Performance ausführen – bei gleichzeitig umfassender Datensicherheit sowie ohne oder nur mit geringer Latenzzeit. Die Copilot+ PCs lernen dabei kontinuierlich dazu und passen sich an die Nutzer an – so der IT-Konzern weiter.
Die Bandbreite an lokal ausführbaren AI-Anwendungen ist groß und sie wird laut Microsoft durch neue Funktionen, Updates und Drittanbieter-Anwendungen laufend größer. Dazu zählen vor allem:
Mit dem AI-Feature „Recall“ können Nutzer den gesamten lokalen Gerätespeicher nach Dateien durchsuchen. Wie Microsoft betont, funktioniert die Suche sowohl personalisiert als auch kontextbezogen. Die Sucherergebnisse werden auf einer Zeitleiste angezeigt, auf der die Nutzer über einen bestimmten Zeithorizont hinweg navigieren können. Damit diese Zeitleiste erscheint, müssen die Nutzer ihre Identität über entsprechende Authentifizierungsoptionen zweifelsfrei nachweisen.
Auf Wunsch erstellt Recall zudem im Sekundentakt Snapshots von bedeutsamen Inhalten – sofern Nutzer die standardmäßig deaktivierte Snapshot-Funktion aktivieren. Microsoft versichert, dass Recall-Daten den eigenen Copilot+ PC nicht verlassen. Das gewährleiste ein hohes Maß an Datensicherheit – zumal die sogenannte „Just-in-Time“-Entschlüsselung für zusätzliche Sicherheit sorge. Denn sie stelle sicher, dass Recall-Schnappschüsse nur entschlüsselt und zugänglich werden, wenn die Nutzer eindeutig authentifiziert sind. Hinzu komme eine umfassende Verschlüsselung der Suchindex-Datenbank.
Vor allem global agierende Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Kulturen und Sprachräumen. Entsprechend schnell können Sprachbarrieren auftreten.
Das AI-Feature „Live Captions“ kann bei Online-Meetings über Microsoft Teams Abhilfe schaffen: „Live Captions“ erkennt die Sprache der jeweiligen Meeting-Teilnehmer und übersetzt das Gesprochene in Echtzeit in Untertitel – und das in über 40 Sprachen.
Wie Microsoft hervorhebt, können so alle Meeting-Teilnehmer in ihrer Muttersprache sprechen, ohne dass es zu Verständnisproblemen oder Missverständnissen kommt. Dies verbessere die interkulturelle Kommunikation erheblich.
Neben Online-Meetings funktioniert die Liveübersetzung indes auch bei Videos, die lokal auf dem Copilot+ PC gespeichert sind – ohne dass dafür eine Internetverbindung nötig ist.
Während eines virtuellen Meetings können verschiedene Störfaktoren auftreten – zum Beispiel laute Hintergrundgeräusche, die den Austausch zwischen den Teilnehmern erschweren. Das AI-Feature „Windows Studio Effects“ filtert solche Hintergrundgeräusche heraus. Außerdem passt das Feature die Beleuchtung automatisch an. Wie Microsoft betont, betrifft dies sowohl auf die Beleuchtung der Umgebung, in der sich die jeweiligen, virtuell zugeschalteten Teilnehmer gerade befinden als auch auf die Beleuchtung der Teilnehmer selbst (Portrait-Beleuchtung).
Nicht zuletzt können die Mitarbeiter stets „virtuellen“ Blickkontakt mit den anderen Meeting-Teilnehmern halten – selbst wenn sie in Wirklichkeit den Blick senken, um von ihren Notizen abzulesen.
Mit Copilot+ PCs können Unternehmen maßgeschneiderte, individuelle AI-Agenten sicher und effizient lokal ausführen – so Microsoft. Gebaut werden die AI-Agenten mithilfe der Cloud-basierten Plattform „Copilot Studio“.
Je nach Design lassen sich die AI-Agenten in verschiedenen Bereichen einsetzen – mit dem Ziel, die Effizienz zu steigern und Mitarbeiter zu entlasten. Dazu zählen beispielsweise:
In diesem Kontext bieten Copilot+ PCs erweiterte Sicherheitsmechanismen zur sicheren Authentifizierung und Steuerung von AI-Agenten. Das hebt Microsoft hervor. Dazu zählt beispielsweise die Funktion „Entra Agent ID“: Ähnlich wie bei menschlichen Nutzern, erhält jeder AI-Agent eine eindeutige, digitale Identität im Unternehmen zugewiesen. Damit ist jeder AI-Agent für die IT im System sichtbar – und kann zentral verwaltet und über Sicherheitsrichtlinien geschützt werden.
| Kategorie | Nicht AI PCs (basierend auf Windows 11) | AI PCs (leistungsschwächer) | |
|---|---|---|---|
| Prozessor | CPU + GPU | CPU + GPU + NPU (<40 TOPS) | CPU + GPU + NPU (≥40 TOPS) |
| RAM | variabel (ab 4 GB) | empfohlen ≥ 8 GB | mindestens 16 GB |
| Speicher | variabel (ab 128 GB) | ab 128 GB | mindestens 256 GB |
| AI-Features | Cloud-basiert | erste lokale AI-Funktionen | umfassende lokale AI-Funktionen + Cloud-Integration |
| Datensicherheit | Standard-Windows-Schutzmechanismen | teilweise lokal verarbeitet | lokale Verarbeitung, Just-in-Time-Entschlüsselung |
| Zielgruppe | Standardnutzer | Business & Consumer mit AI-Anwendungen | Power-User, Unternehmen mit AI-intensiven Workloads |
Allein die Spezifikationen der Copilot+ PCs zeigen: Leistungsfähige (NPU-)Prozessoren sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Geräte. In diesem Bereich hat sich seit der Markteinführung der Copilot+ PCs im Mai 2024 einiges getan.
Damals hatten die beiden etablierten Prozessorhersteller auf dem PC-Markt – Intel und AMD – keine NPUs im Portfolio, die die Spezifikationen erfüllen. Heute sieht die Situation deutlich anders aus.
So hat unter anderem AMD mit der AMD Ryzen™ AI 300 und 400 Serie Prozessoren im Portfolio, die den Bedingungen der Copilot+ PCs gerecht werden. Die Prozessoren, die CPUs, GPUs und NPUs miteinander kombinieren, haben NPUs mit einer Leistung von bis zu 60 TOPS integriert. Wie AMD betont, wird damit die NPU-Leistung von 40 TOPS, die Microsoft für Copilot+ PCs mindestens fordert, deutlich übertroffen.
Die hohe Performance der AMD-Prozessoren trägt wesentlich dazu bei, dass alle genannten Anwendungsfälle von Copilot+ PCs problemlos umgesetzt werden können – so der Hersteller weiter. Zudem würden die Prozessoren weitere Use Cases ermöglichen. Zum Beispiel:
Neben dem Consumer-Markt bietet AMD die Prozessoren auch in einer dedizierten Business-Variante an (AMD Ryzen™ PRO). Diese bietet erweiterte Funktionen für die Bereiche Sicherheit und Verwaltbarkeit an. Darunter fallen beispielsweise eine hardwarebasierte Verschlüsselung, ein integrierter Sicherheitsprozessor für optimierten Datenschutz sowie Remote-Aktualisierungen und -Reparaturen.
Verbaut sind die AMD-Prozessoren unter anderem in aktuellen AI-PCs von Dell Technologies. Mehr Informationen zu den einzelnen Modellen erfahren Sie im CANCOM-Shop – konkret zu Dell Pro 14, Dell Pro 14 Plus, Dell Pro 16 und Dell Pro 16 Plus.
Copilot+ PCs haben den Markt für AI-PCs maßgeblich geprägt: Sie haben die Performance von AI-PCs auf eine neue Stufe gehoben – und es erstmalig ermöglicht, auch anspruchsvolle AI-Anwendungen vollständig lokal, sicher und mit hoher Performance auszuführen. Hersteller wie AMD leisten dazu einen wesentlichen Beitrag: So hat AMD mit der AMD Ryzen™ AI 300 und 400 Serie leistungsfähige Prozessoren im Portfolio, die sämtliche Spezifikationen von Copilot+ PCs erfüllen. Diese Prozessoren sind auch in einer Business-Variante mit erweiterten Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen verfügbar (ADM Ryzen™ PRO).
Doch welche AI-Szenarien sind für Unternehmen in der Praxis sinnvoll? Und benötigen sie dafür Copilot+ PCs – oder reichen auch leistungsschwächere oder Nicht AI-PCs aus? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, können sich Firmen an professionelle IT-Dienstleister wie CANCOM wenden. So führt CANCOM gemeinsam mit dem jeweiligen Unternehmen einen Proof of Concept durch. Dort wird ermittelt, welche AI-Lösungen für welche Nutzer und Anwendungsfälle am meisten infrage kommen – und ob für die praktische Anwendung Copilot+ PCs erforderlich sind.
Weitere Informationen rund um das Thema Copilot+ PC – inklusive der Möglichkeit, CANCOM-Experten für eine unverbindliche Beratung zu kontaktieren – finden Sie auf der exklusiven Themenseite.